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veröffentlicht am:

  • 09.05.2018
Forschungsfrühstück

Fachhochschule servierte exzellente Forschung

Exzellente Forschung zu einem leckeren Frühstück servierte die Fachhochschule Dortmund am 9. Mai im Rathaus. Im Fokus standen dabei Projekte aus der Medizinischen Informatik. Rund 170 interessierte Gäste nahmen im Ratssaal Platz, wo nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick der Forschungspreisträger Prof. Dr. Peter Haas Einblicke in seinen Forschungsbereich gab.

Beim Forschungsfrühstück der Fachhochschule (v.l.): Forschungspreisträger Prof. Dr. Peter Haas, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Kanzler Jochen Drescher, FH-Fördervereinsvorsitzende Heike Bähner und Forschungsprorektorin Andrea Kienle
Beim Forschungsfrühstück der Fachhochschule (v.l.): Forschungspreisträger Prof. Dr. Peter Haas, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Kanzler Jochen Drescher, FH-Fördervereinsvorsitzende Heike Bähner und Forschungsprorektorin Andrea Kienle

Hauptanliegen des Forschers ist es, durch IT die Patientenversorgung im Gesundheitswesen zu verbessern. Wie nötig das ist, veranschaulichte er zum Einstieg in das Thema auf ungewöhnliche Weise: In einer kurzen „Theaterszene“ schlüpfte er in die Rolle des Patienten Petersen im Dialog mit einer Ärztin, die in einer Notfall-Ambulanz seine Beschwerden aufnehmen möchte – mit mäßigem Erfolg. Fazit der Szene: Auch wenn wir alle in einer digitalen Welt leben – wer als Patient in einer Ambulanz ankommt, über den ist rein gar nichts bekannt. Mit seinen Forschungen im Kontext von Patientenakten will der Experte Haas den Behandlern eines Patienten ermöglichen, diesen in seiner Gesamtheit und seiner medizinischen Vorgeschichte besser in den Blick zu nehmen.

Intelligentes System

Eines seiner anwendungsbezogenen Projekte ist „iGOBSIS-live“, ein intelligentes Gewaltopfer-Beweissicherungs- und Informationssystem. Es dient dazu, Verletzungen schnell, präzise und gerichtsfest zu dokumentieren, damit Gewaltopfer auch nach Jahren noch Ansprüche geltend machen können. Verletzungen können per Mausklick lokalisiert werden – dafür wurde eigens eine Kartografie des Körpers entwickelt. Aktuell wird das System in mehr als 100 Kliniken, Praxen und rechtsmedizinischen Instituten getestet.


Rückblick: Bildergalerie mit Impressionen vom Forschungsfrühstück 


Gut gefüllt beim Forschungsfrühstück war der Dortmunder Ratssaal.
Gut gefüllt beim Forschungsfrühstück war der Dortmunder Ratssaal.

Reibungslose Kommunikation

Zu den ebenfalls vorgestellten Projekten der Forschungsgruppe um Prof. Haas gehörte auch „I/E-Health NRW“, ein Siegerprojekt im Leitmarktwettbewerb Gesundheit.nrw. Ziel ist es hier, durch eine gemeinsame IT-Infrastruktur eine reibungslose Kommunikation zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten zum Wohle der Patienten zu schaffen.

Markt der Forschung

Mehr als neun Millionen Euro Drittmittel konnte die FH 2017 einwerben – und das laufende Jahr sieht auch schon vielversprechend aus. Die FH wird immer forschungsstärker, leistet einen großen Beitrag zur Lösung zentraler Zukunftsfragen und stärkt das Ruhrgebiet als Wirtschaftsregion.

Beim „Markt der Forschung“ warf die Fachhochschule mit einer wissenschaftlichen Poster-Ausstellung ein Schlaglicht auf laufende Forschungsprojekte: von intelligenten Informations- und Kommunikationssystemen, sozialen und ökonomischen Innovationen bis hin zu innovativen Effizienztechnologien. Die passenden Gesprächspartner der vorgestellten Projekte standen gleich daneben – und viele Gäste nutzten die Möglichkeit, mit den Forschenden zu diskutieren.

Einblicke in Forschung gab es beim „Markt der Forschung“.
Einblicke in Forschung gab es beim „Markt der Forschung“.

Forschungsmagazin Orange

Passend zum Forschungsfrühstück machte die Hochschule im Rathaus auch auf das gerade erschienene Forschungsmagazin „Orange“ aufmerksam, das sich frisch und in neuer Optik vorstellt. Das Schwerpunktthema ist „Gesundheit – Der Mensch im Blick“. Der Titel macht deutlich, dass in vielen Bereichen der Hochschule an Lösungen für den Menschen geforscht und entwickelt wird. Die anwendungsorientierte Forschung „denkt“ Gesundheit im Zusammenhang mit Informatik, mit Technik, mit Digitalisierung oder auch im sozialen Kontext. Interessierte finden im neuen Forschungsmagazin nicht nur einen anschaulichen Beitrag über die Forschungen von Prof. Haas, sondern auch viele weitere Berichte über Forschungsprojekte im Bereich Gesundheit.


Download: Forschungsmagazin Orange auf der Publikationenseite



gedruckt am: 19.11.2018  03:34