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veröffentlicht am:

  • 08.05.2018
Bildungsinitiative

Zweite Phase von RuhrFutur gestartet

Die Partner der Bildungsinitiative RuhrFutur, darunter Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick für die Fachhochschule Dortmund, haben am 7. Mai eine Kooperationsvereinbarung für die zweite Förderphase (2018–2022) unterzeichnet. Sie bekräftigen damit, ihr Engagement für ein durchlässiges und leistungsfähigeres Bildungssystem sowie für mehr Bildungsgerechtigkeit in der Metropole Ruhr zu verstärken. Die Stiftung Mercator stellt erneut mehr als 15 Millionen Euro bereit.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Essener Philharmonie (v.l.): Ulrike Sommer; Geschäftsführerin RuhrFutur gGmbH, Winfried Kneip, Geschäftsführer Stiftung Mercator, Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund, und Dr. Oliver Döhrmann, Geschäftsführer RuhrFutur gGmbH (Foto: Sascha Kreklau)
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Essener Philharmonie (v.l.): Ulrike Sommer, Geschäftsführerin RuhrFutur gGmbH, Winfried Kneip, Geschäftsführer Stiftung Mercator, Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund, und Dr. Oliver Döhrmann, Geschäftsführer RuhrFutur gGmbH (Foto: Sascha Kreklau)

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat zu Beginn der zweiten Förderphase die Schirmherrschaft über die Bildungsinitiative übernommen. Yvonne Gebauer, die Schulministerin des Landes, unterzeichnete in Vertretung des Ministerpräsidenten die Kooperationsvereinbarung.

Bestmögliche Bildung

RuhrFutur, die gemeinsame Bildungsinitiative von Stiftung Mercator, NRW-Landesregierung, Regionalverband Ruhr, Kommunen und Hochschulen für das Ruhrgebiet, wurde 2013 ins Leben gerufen. Ihrem erklärten Ziel, allen jungen Menschen in der Region bestmögliche Bildung, eine Entfaltung ihrer Potenziale und eine eigenständige Lebensgestaltung zu ermöglichen, ist die Initiative seither ein Stück näher gekommen.

Gemeinsame Studierendenbefragungen

Seit der Gründung der Bildungsinitiative ist nicht nur das gegenseitige Vertrauen bei den RuhrFutur-Partnern kontinuierlich gewachsen, sondern auch das Bewusstsein dafür, was die Besonderheiten der Region sind, wo ihre Stärken liegen und welche Möglichkeiten sie bietet. So führen die RuhrFutur-Hochschulen in einer bundesweit einzigartigen Zusammenarbeit seit zwei Jahren gemeinsame Studierendenbefragungen durch. Dabei wurden bisher mehr als 33.000 Studierende einbezogen.

Kommunale Kooperationsfreude

Auch für die Kommunen des Ruhrgebiets zeigt RuhrFutur, dass das Klischee von geringer Kooperationsfreude der Vergangenheit angehört. Beispielsweise wurde im frühkindlichen Bereich der Transfer des erfolgreichen Dortmunder Modells der Kinderstuben auf weitere Städte realisiert, die städteübergreifende Zusammenarbeit im Kontext der systematischen Schulentwicklung gestärkt und gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr der Weg zur Etablierung eines regionalen Bildungsmonitorings beschritten.

 


Statements zur Kooperationsvereinbarung

Yvonne Gebauer (NRW-Schulministerin)

„Wir wollen, dass jedes Kind und jeder Jugendliche sich ermutigt fühlt, sein Leben selbstbestimmt und verantwortungsbewusst zu gestalten. Besonders dort, wo Chancen ungleich verteilt sind, müssen wir Perspektiven schaffen und Horizonte öffnen, damit Aufstieg durch Bildung gelingen kann. Die Bildungsinitiative RuhrFutur setzt genau hier an und versucht, die vielen einzelnen Rädchen, die eine erfolgreiche Schulentwicklung vor Ort ausmachen, miteinander zu verzahnen. Der Landesregierung ist dieser Zusammenschluss ein großes Anliegen und ich freue mich, dass wir mit dem Start der zweiten Förderphase ein wichtiges Zeichen an die Menschen im Ruhrgebiet aussenden können: Wir arbeiten weiter gemeinsam an besseren Startbedingungen und Zukunftsperspektiven für die Kinder und Jugendlichen im Revier!“


Winfried Kneip (Geschäftsführer der Stiftung Mercator)

„Im Ruhrgebiet hat eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen aufgrund der sozialen Lage ihrer Familien schwierigere Ausgangsbedingungen. Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, Diskriminierung und strukturelle Hürden im Bildungssystem abzubauen und junge Menschen bestmöglich zu fördern. Ihr Ziel ist es, das Ruhrgebiet als einen kooperativen und vor allem leistungsfähigen Bildungs- und Wissenschaftsraum mit gleichen Chancen für alle zu etablieren. Dabei nimmt die Förderung von Ruhr Futur eine zentrale Rolle ein.“


Ulrike Sommer und Dr. Oliver Döhrmann (Geschäftsführung der RuhrFutur gGmbH)

„Wir können Zusammenarbeit – regional, also über kommunale Grenzen hinweg, und unter Einbezug der vielfältigen Hochschullandschaft in der Metropole Ruhr. Und wir arbeiten gemeinsam an der Vision einer Region, die, wie keine andere, Aufstieg durch Bildung ermöglicht. RuhrFutur steht für ein Bildungssystem, das allen jungen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Chancen für eine eigenständige Lebensgestaltung gibt. Was alle Partner der Initiative gelernt haben: Gemeinsames Wirken über kommunale und sektorale Grenzen hinweg bedeutet, klare gemeinsame Zielsetzungen zu verfolgen, den regional erweiterten Erfahrungsfundus zu nutzen und die Schnittstellen zwischen den einzelnen Etappen des Bildungssystems besser zu gestalten.“



gedruckt am: 27.05.2018  17:56