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veröffentlicht am:

  • 23.04.2018
PODEST

Ein Raum-im-Raum: Das ist Szenografie

Innovative Shop-Konzepte, eine Raum-im-Raum-Installation oder magisches Lichtdesign: Am Fachbereich Design spiegelte die Ausstellung PODEST vom 20. bis 22. April die große Bandbreite des Design-Studiums. Im ganzen Gebäude am Max-Ophüls-Platz verteilt, präsentierten rund 170 Studierende der Studiengänge Objekt- und Raumdesign, Kommunikationsdesign, Szenografie, Fotografie sowie Film & Sound die Ergebnisse aus Kursen oder Abschlussarbeiten.

Temporäre Installation: Der 19 Quadratmeter große Raum im Stil einer Wohngemeinschaft war ein PODEST-Highlight.
Temporäre Installation: Der 19 Quadratmeter große Raum im Stil einer Wohngemeinschaft war ein PODEST-Highlight.

Ein besonderes Highlight war die Arbeit „Was ist eigentlich Szenografie?“ Die Antwort auf diese Frage hätte theoretisch ausfallen können, ist sie aber nicht. Die zwölf beteiligten Studierenden lieferten als Antwort eine temporäre Installation. Sie bauten einen 19 Quadratmeter großen Raum in einen größeren Seminarraum hinein. Drei Tage lang schufteten sie dafür, stellten Gipskarton-Wände auf, verlegten Laminat, bauten ein Fake-Fenster und richteten den Raum wie ein typisches WG-Zimmer ein. Lange im Vorfeld hatten sie eine Liebesgeschichte zwischen „S“ und „D“ erfunden und geheimnisvolle Botschaften gestreut, unter anderem ein mit Blumen gepflanztes Herz im Garten des Standortes. „Wir wollten eine Geschichte inszenieren, die hier in diesem Raum mündet und aufgelöst wird“, erklärte Szenografie-Studentin Frauke Jentner.

Ein Grundriss – viele Shops

In einem Kurs hatten sich Studierende der Aufgabe gestellt, auf der Basis von Online-Stores Shop-Konzepte für echte Läden zu entwickeln. In der Podest-Ausstellung zu sehen waren sehr unterschiedlich gestaltete Module und Präsentationsflächen für Rucksäcke, Socken, Schuhe, Parfum-Flakons bis hin zu einer Präsentation für einen Kostümverleih.

Fotografie-Student Julian Barth beschäftigte sich unter dem Titel „read analog“ mit dem Thema „Lesen“. Wie gehen wir damit in unserer schnelllebigen und digitalen Gesellschaft um? Wie entstehen Print-Magazine, wie nehmen wir sie wahr? Und wie wird die Mode mit ihnen verbunden? In der ausgestellten Fotoserie konnten Betrachter durch Seiten hindurchsehen und dabei noch viel mehr entdecken.


Rückblick: Impressionen der Vernissage in unserer Bildergalerie


Klänge der Veränderung

Im Tonstudio des Studiengangs Film & Sound konnten die PODEST-Besucher*innen in die Geräuschkulisse alter Industriestandorte im Ruhrgebiet eintauchen, darunter auch die Dortmunder Zeche Zollern in Bövinghausen. Im Kurs für experimentelles Sounddesign hatten Sounddesign-Studierende für das Projekt „Sounds of Changes“ des LWL-Industriemuseum in Witten Hörspiele erarbeitet. Über ein umfangreiches „Field Recording“ dokumentierten und archivierten sie Klänge der Veränderung im Ruhrgebiet, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Die Hörspiele der FH-Studierenden schlagen mit Geräuschen und gesprochenem Text einen Bogen von der historischen Arbeitswelt über die Stilllegung bis zur heutigen Nutzung.


gedruckt am: 21.10.2018  20:43