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Virales Video

„Sei kein Gaffer“ europaweit in den Medien

Über acht Millionen Mal wurde das Video „Sei kein Gaffer“ der FH-Absolventen Elena Isabel Walter und Emanuel Luca Zander-Fusillo geklickt – innerhalb weniger Wochen. Die Botschaft verbreitet sich wie ein Lauffeuer über diverse Soziale Netzwerke und wurde von zahlreichen Zeitungen und Fernsehsendern aufgegriffen. Auch in Österreich, der Schweiz und in Spanien berichteten die Medien.

Manch einer hält es für eine groß angelegte Werbekampagne – und der virale Effekt überraschte auch die Macher. Entstanden ist der vierminütige Clip „Sei kein Gaffer“ als Abschlussarbeit im Masterstudium Film an unserer Fachhochschule. „Wir wollen mit dem Film möglichst viele Leute erreichen und die Menschen wachrütteln“, erklären Elena Isabel Walter und Emanuel Luca Zander-Fusillo. Die Idee zum Kurzfilm hatten sie Anfang 2017, als ihnen auffiel, dass immer häufiger von drastischen Behinderungen der Rettungsarbeiten an Unfallorten berichtet wurde.

Schreckliches Spiel mit schockierendem Ende

Der Plot ist schnell erzählt: Drei Jugendliche beobachten eine Unfallstelle. Sie nähern sich, filmen das Geschehen und posten Bilder. Kommentare stacheln sie auf. Immer weiter steigern sie sich in die Situation hinein, posieren mit Feuerwehrhelmen, provozieren körperliche Auseinandersetzungen mit den Helfern und machen Selfies mit den Verunglückten. Doch dann nimmt der unmoralische „Spaß“ ein böses Ende: Die Protagonisten kennen ein Opfer.

Der finale Schockmoment hat viele „zu Tränen gerührt“, weiß Walter zu berichten. Und genau dieser emotionale Moment sei es auch, der den viralen Effekt begünstigt habe. „Die Reaktion war überwältigend.“ Das Telefon klingelte „jede Minute“ und die Anzahl der Kommentare im Netz explodierte. Anfragen von Fernsehen, Radio, Zeitungsredaktionen – ein Interview nach dem anderen. Aber es meldeten sich auch viele Institutionen und Privatpersonen zu Wort. Obgleich die Darstellung in Teilen überspitzt wirken mag, lobten etwa Polizei und Feuerwehr die große Realitätsnähe.

YouTube-Hit und Aufklärungs-Kampagne

„Sei kein Gaffer“ zeigt: Im digitalen Zeitalter können sich starke Inhalte blitzartig verbreiten – auch ohne großes Werbebudget. Umsetzen konnten die FH-Absolventen und Gründer der Agentur Blickfänger GbR das von der Sparkasse Osnabrück geförderte Projekt in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Osnabrück Stadtmitte und dem Bürgerverein Wüste. Viele weitere Institutionen, etwa das Deutsche Rote Kreuz oder der ADAC, zeigen nun Interesse, und über YouTube, Facebook und andere Kanäle wird empfohlen: Der Film sollte als Kinowerbung laufen und im Rahmen einer Aufklärungskampagne genutzt werden – damit bald jeder weiß: Gaffen ist unmoralisch und eine Straftat, die Leben kosten kann.

 


Medienberichte (Auswahl)


gedruckt am: 20.09.2018  20:00