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veröffentlicht am:

  • 14.12.2017
Mathematik

Drei Dortmunder Gymnasien profitieren von Modellprojekt

Terme umformen, Gleichungen auflösen oder den Logarithmus berechnen: Damit mathematisches Wissen die Schulzeit überdauert und bis zum Studium frisch bleibt, braucht es oft mehr als das normale Schulpensum. Zusammen mit drei Dortmunder Gymnasien und dem Regionalen Bildungsbüro im Fachbereich Schule der Stadt Dortmund hat die Fachhochschule Dortmund deshalb jetzt ein „Brückenprojekt Mathematik“ ins Leben gerufen.

Tutorinnen und Tutoren der FH Dortmund für das Brückenprojekt Mathematik
Brückenprojekt Mathematik: Tutorinnen und Tutoren der FH Dortmund

Am Heisenberg-, Heinrich-Heine- und Helmholtz-Gymnasium starten ab sofort in der Oberstufe zusätzliche Mathe-Kurse, in denen relevante Themen vertiefend behandelt und Lösungswege intensiv geübt werden. Das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt wird von der Fachhochschule finanziert.

Vorbereitung auf den Übergang zur Hochschule

Die neue Initiative ist ein Gewinn für Schüler*innen, aber auch für die Hochschule. „Wir möchten den Jugendlichen vor allem die Inhalte nahebringen, die später in vielen Studiengängen als mathematisches Grundlagenwissen benötigt werden“, sagt Mathematik-Professor und Rektor Dr. Wilhelm Schwick, der dafür einen großen Handlungsbedarf erkennt: „Der Brückenkurs soll wichtige mathematische Probleme behandeln und das Wissen festigen. Wer hier teilnimmt, wird auf den Übergang zur Hochschule gut vorbereitet sein.“ Dass dies an den Schulen ebenso gesehen wird, zeigen die sehr hohen Anmeldezahlen für die Brückenkurse.

„Viele Schülerinnen und Schüler schrecken die Matheanteile zahlreicher Studiengänge ab, da sie befürchten, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Das Projekt versucht, diese Angst zu nehmen und den Schülerinnen und Schülern eine mathematische Brücke von der Schule an die Hochschule zu bauen“, ergänzt Gundula Manzel, Koordinatorin des Übergangs Schule-Hochschule im Regionalen Bildungsbüro.

Studierende der Fachhochschule als Tutorinnen und Tutoren

Konkret werden an den Gymnasien jeweils drei Kurse laufen - zwei in der Jahrgangsstufe Q1, einer in der Q2. Immer zwei studentische Tutor*innen aus der FH Dortmund bearbeiten mit den Schüler*innen Übungsblätter, geben Hilfestellung bei den Lösungswegen und haben Antworten auf jede Frage. Dabei ist der Zeitrahmen so gewählt, dass für die jeweiligen Themen immer mehrere Wochen veranschlagt sind. Die angehenden Tutor*innen sind für das Projekt geschult worden. So haben sie Themen wie die „Rolle als Tutor*in“ oder „Methodik und Didaktik“ anhand von Simulationen erarbeitet.

Erfolgreicher Start ins Studium

An der Fachhochschule hat Mathematikerin Nimet Sarikaya, die hier im Bereich „Dortmunder Zentrum Studienstart“ tätig ist, das Gesamtkonzept für das Brückenprojekt erarbeitet und die Übungen zusammengestellt. „Ich finde es sehr sinnvoll, solche Projekte schon während der Schulzeit und mit den Schulen zusammen anzugehen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler fit zu machen für einen erfolgreichen Start ins Studium.“

Die Fachhochschule hat für das Brückenprojekt ihre Lehr- und Lernplattform ILIAS zur Nutzung für die Ansprechpartner an den Schulen freigeschaltet: So können Unterrichtsmaterialien problemlos zur Verfügung gestellt bzw. heruntergeladen werden.

Die Koordination des Brückenprojekts Mathematik liegt beim Regionalen Bildungsbüro der Stadt Dortmund.


gedruckt am: 22.09.2018  01:13