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Kooperation

Fachhochschule geht auf die Teststrecke

Das Testgelände in Selm wird der Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Dortmund unter anderem für Praxistests in der Fahrzeugentwicklung nutzen. (Foto: F&T LaSiSe)
Das Testgelände in Selm wird der Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Dortmund unter anderem für Praxistests in der Fahrzeugentwicklung nutzen. (Foto: F&T LaSiSe)

Motorleistung, Straßenlage, Bremsverhalten: Jede Neuentwicklung der Automobilbranche – ob Verbrenner- oder Elektroauto – muss vor der Markteinführung in zahlreichen Tests auf Herz und Nieren geprüft werden. Die realitätsnahen Bedingungen eines Testgeländes macht sich die Fachhochschule Dortmund jetzt für ihren Studienschwerpunkt Fahrzeugentwicklung zunutze, um Forschung und Lehre weiter zu entwickeln.

Möglich wird das durch eine gerade unterzeichnete Kooperationsvereinbarung mit der Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm gGmbH (F&T LaSiSe). Der neue Partner aus dem Münsterland ist das einzige Freiluft- und Forschungslabor in Deutschland mit dem Forschungsschwerpunkt Ladungssicherung bei Fahrzeugen jeglicher Gewichtsklassen. Das Zentrum verfügt hier und im Bereich Fahrsicherheit über weitreichendes Wissen und Erfahrung und hat eine einzigartige Teststrecke zu bieten.

Die Fachhochschule Dortmund bringt ihre langjährigen Erfahrungen in den Bereichen der Fahrwerks-, Antriebs-, Mess- und Reglungstechnik, der Messdatenerfassung, -analyse und -auswertung sowie im Bereich von datenbankgestützten Kommunikationssystemen in die neue Partnerschaft ein.

Statements zur Kooperation

André Bubenzer, Geschäftsführer der F&T LaSiSe

Er sieht in der Zusammenarbeit mit der Fachhochschule eine Stärkung des eigenen Profils: „Durch die enge Partnerschaft und die gegenseitige Partizipation von Erfahrung und Know-how werden wir unseren Aufgaben als Forschungs- und Technologiezentrums für Ladungssicherung noch mehr gerecht.“


Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund

„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, unsere Studierenden bestmöglich zu betreuen und auszubilden. Mit der Kooperation bieten wir ihnen die Möglichkeit, selbst entwickelte Fahrzeuge unter realen Bedingungen zu testen.“


Prof. Dr. Thomas Straßmann, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau

Für ihn hat die Kooperation mit LaSiSe einen doppelten Nutzen: „Sie eröffnet uns weitere Potenziale für unsere Forschungsaktivitäten im Bereich der Fahrzeugentwicklung und sorgt für noch mehr Praxisnähe in unserer Ausbildung.“


Ladungssicherung in der Praxis: Auf der Testrecke geht es auch um den Transport von Frachtgut durch Lastkraftwagen.(Foto: F&T LaSiSe)
Ladungssicherung in der Praxis: Auf der Testrecke geht es auch um den Transport von Frachtgut durch Lastkraftwagen. (Foto: F&T LaSiSe)

FH-Modelle im Test

Konkret wird der Fachbereich das Gelände zwischen Lünen und Selm unter anderem für die Praxistests von eigenen Modellen wie den Elektrofahrzeugen „E 4 x 4“ und „deSpyder“ nutzen.

Statement von Prof. Dr. Klaus Eden, Leiter des Studiengangs Fahrzeugentwicklung

„Diese Option erlaubt es uns, Fahrzeuge mit neu entwickelten Komponenten zu erproben, was im städtischen Bereich nicht möglich wäre. Wir können Fahrwerktests durchführen, Steuergeräte für E-Motoren unmittelbar vor Ort umprogrammieren oder das Schleuderverhalten erproben.“


Lehre profitiert

Die neue Teststrecke macht nicht nur die Fahrzeuge fit, sondern ist auch ein Plus für die Lehre.

Statement von Prof. Dr. Yves Rosefort, der die Kooperation gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Eden seitens der FH leitet

„Durch die neue Kooperation werden wir zusätzliche Praktika für Studierende auf der Teststrecke anbieten können.“


Praxisnahe Schulungen

Außerdem ergeben sich Vorteile für die Aus- und Weiterbildung bei F&T LaSiSe.

Statement von Ralf Damberg, zuständig für Marketing und Vertrieb

„Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden wir weitere praxisnahe Schulungen ableiten und den Forschungsstand zur Ladungssicherung noch stärker vorantreiben können.“


Die Fachhochschule Dortmund wird auf dem Gelände Büroräume und eine Halle für die Arbeit an den Fahrzeugen beziehen. Eine weitere wichtige Facette der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Beantragung von Forschungsprojekten rund um das Thema der Ladungssicherung.


gedruckt am: 26.04.2018  04:05