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veröffentlicht am:

  • 22.11.2017
Gesundheitscampus

Bewegt studieren – Studieren bewegt

Sportübungen im Hörsaal? Ruhezonen mit Hängematten? Ein Belohnungssystem für Bewegung? Gesundheitsfördernde Ideen waren gefragt während einer interdisziplinären Sommerakademie zum Thema „Gesundheitscampus“: Auf Initiative von Prof. Dr. Helmut Hachul, Prorektor für Studium und Lehre, sammelten und diskutierten Studierende unserer Fachhochschule fachbereichsübergreifend Vorschläge für ihre eigene Zielgruppe.

Im Zusammenhang mit der Sommerakademie beantragte das Gesundheitsmanagement eine Projektförderung bei der Techniker Krankenkasse (TK) und dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) anlässlich der Ausschreibung „Bewegt studieren – Studieren bewegt“. Und das mit Erfolg: Für künftige Maßnahmen stehen der Fachhochschule nun dank einer zweckgebundenen Förderzusage 15.000 Euro zur Verfügung.

Intensive Zusammenarbeit

Die Sommerakademie war ein Blockseminar, bei dem die Studierenden in zwei September-Wochen intensiv zusammengearbeitet haben. Prorektor Hachul hatte den Weg für die Veranstaltung rektoratsseitig geebnet – auch mit Unterstützung des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) und von Kanzler Jochen Drescher. Die Leitung der Akademie übernahm Linda Wucherpfennig, beteiligt waren außerdem Gesundheitsmanagerin Ann-Kathrin Zobel und Miriam Witteborg als Koordinatorin. Aufbauen konnten sie auf einem Modellprojekt des Fachbereichs „Angewandte Sozialwissenschaften“ mit Umfrage-Ergebnissen zur Gesundheitsförderung.

Gesundheitstag für Studierende

Nun liegt die Auswertung vor und die Online-Redaktion hat bei den Organisatoren nachgefragt: Wie ist es gelaufen, wie kann es weitergehen? Wie können wir gemeinsam das Gesundheitsmanagement an den Standorten weiter verbessern? Eine Maßnahme könnte ein Gesundheitstag für Studierende im kommenden Jahr sein. Wie dieser gestaltet wird, konkretisiert ein Arbeitskreis. Der Arbeitstitel bringt den Zweck jedenfalls bereits knackig auf den Punkt: „Fit im Studium!“

 


Kurzinterviews

Prof. Dr. Helmut Hachul (Prorektor)

Herr Hachul, welche Bedeutung messen Sie dem „Gesundheitscampus“ bei?

„Die Gesundheitsförderung von Studierenden halte ich für ein hochschulstrategisch äußerst relevantes Thema. Insofern war die Sommerakademie ein wichtiger Baustein, um künftig weitere fachübergreifende Angebote zu schaffen. Ein solches interdisziplinäres Format in diesem Kontext hat es als offenen Workshop – mit individueller Themenfindung und Recherche – so noch nicht an der Fachhochschule gegeben. Das ist eine tolle Grundlage, die Möglichkeiten aufzeigt, um weiter im Gespräch und Austausch mit den Studierenden zu bleiben.“

Worauf legen Sie beim Thema Gesundheitsförderung für Studierende besonderen Wert?

„Auf die interdisziplinäre Ausrichtung und die gemeinschaftliche Herangehensweise! Wer wie wir an der Fachhochschule das studentische Gesundheitsmanagement ausbauen und optimieren will, der muss das auf breiter Basis machen. Da sind letztlich alle Ebenen der Hochschule gefragt, um unseren Studierenden das passende Umfeld und die passenden Formate zu bieten. Im Übrigen ist mir die Beteiligung der Zielgruppe selbst wichtig. Es ging und geht ja weiterhin darum, Maßnahmen für Studierende und mit Studierenden zu entwickeln.“

Wie wird das weitere Vorgehen sein?

„Im Steuerkreis Gesundheit haben wir die Ergebnisse der Sommerakademie gesichtet unter dem Aspekt, welche Ideen und Konzepte sich realistisch und nachhaltig umsetzen lassen. Dabei kann es beispielsweise auch darum gehen, Lehr- und Prüfungsformate zweckmäßig zu gestalten und anzupassen, um Studierende zu entlasten und Stressfaktoren zu reduzieren. In den kommenden Wochen werden wir uns darauf konzentrieren, ausgewählte Vorhaben in den Strukturen der acht Fachbereiche zu verankern und regelmäßige Angebote zu etablieren.“


Ann-Kathrin Zobel (Gesundheitsmanagerin)

Frau Zobel, was konnte das Gesundheitsmanagement zur Sommerakademie beitragen?

„Die eigenständigen Arbeitsphasen der Studierenden hat das Gesundheitsmanagement gewissermaßen flankiert und unterstützt. Ich selbst habe beispielsweise als Gast Input gegeben rund um den Stellenwert und unser bisheriges Engagement für die Gesundheit an der FH.“

Gab es auch praktische Elemente im Programm?

„Ja, ganz praktisch haben wir zum Beispiel über unsere Kooperation mit dem Hochschulsport einen sogenannten Pausenexpress für die Teilnehmenden der Sommerakademie organisiert. Und mit dem Kooperationspartner „Techniker Krankenkasse“ haben wir eine Stressmessung durchgeführt – als eine Art Selbsterfahrung, wie man die Themen Gesundheit und Prävention anschaulich und direkt erlebbar machen kann.“

Welche Rolle hat das Gesundheitsmanagement bei der weiteren Entwicklung?

„Wir arbeiten ja auch schon bisher daran, den Studierenden neben ihrem Studium Anreize und Möglichkeiten für einen körperlichen Ausgleich zu geben. Neben den zahlreichen Sportangeboten des Hochschulsports gehören dazu auch von uns initiierte Aktionen wie „Bring Bewegung in die FH“, um das Thema Gesundheit nicht nur ins Bewusstsein zu rufen, sondern auch attraktiv zu machen. Die Erfahrungen mit solchen Formaten und besonders mit dem Gesundheitstag werden wir nun berücksichtigen, wenn es um Überlegungen geht, weitere Angebote speziell für die Studierenden aufzubauen und für das Thema Gesundheit zu sensibilisieren.“


Linda Wucherpfennig (Leiterin der Sommerakademie)

Frau Wucherpfennig, wie haben Sie die Zusammenarbeit während der Sommerakademie empfunden?

„Nach einer kurzen Kennenlernphase hatten wir sofort eine freundschaftliche Atmosphäre, sodass spürbar war: Hier sind Menschen zusammengekommen, die zusammen etwas nach vorne bringen möchten und die wie selbstverständlich bereit sind, dabei den berühmten Blick über den Tellerrand ihrer eigenen Fachbereiche hinaus zu wagen.“

Hat Sie die große Motivation der Teilnehmenden überrascht?

„Ja, ich war wirklich angenehm überrascht, wie konzentriert und produktiv alle Beteiligten gearbeitet haben – und gleichzeitig großen Spaß bei ihrem Engagement für die Gesundheitsförderung hatten. Die gute Stimmung unter- und miteinander wurde auch nochmal beim gemeinsamen Abschlussgrillen sehr schön deutlich.“

Welches Feedback haben Sie von den Teilnehmenden erhalten?

„Am Ende haben wir eine Befragung zur Evaluation gemacht. Und die Ergebnisse bestätigen meine positive Wahrnehmung: Explizit gelobt wurden beispielsweise die offene Gestaltung der Sommerakademie, die Interdisziplinarität und das Arbeitsklima. Besonders geschätzt haben die Studierenden, dass sie genügend Gelegenheit hatten, sich an den Diskussionen zu beteiligen. Das alles bestätigt natürlich sehr, dass wir mit dieser Art von Workshop genau das richtige Format angeboten haben.“


Miriam Witteborg (Koordinatorin)

Frau Witteborg, was war für Sie die größte Herausforderung bei der Organisation?

„Von vornherein wollten wir ja alle acht Fachbereiche in die Sommerakademie einbeziehen, um interdisziplinär zu arbeiten. Daher habe ich mit den Dekanen und Prodekanen viele Gespräche geführt, um beispielsweise zu klären, wie sich die Teilnahme von Studierenden als Leistung curricular anerkennen lässt. Hinzu kam die Abstimmung mit Paten aus den Fachbereichen, mit Vertretern des AStA und mit weiteren Beteiligten wie Tutoren aus dem Modellprojekt am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften oder externe Kooperationspartner, etwa von der Bergischen Universität Wuppertal. Und letztlich musste dann alles – räumlich und zeitlich koordiniert – zu einem Ablaufplan inklusive Exkursionen zu den FH-Standorten führen. Sehr zugute kam mir, dass ich aus früheren Tätigkeiten für die FH die Strukturen und die meisten Ansprechpartner bereits kannte.“

Auf welche Weise haben Sie das Format im Vorfeld bekannt gemacht?

„Zur Organisation gehörten natürlich auch eine Werbephase und Öffentlichkeitsarbeit für die Sommerakademie. Wir haben zum Beispiel Plakate erstellt, unser Vorhaben in den Hochschulmedien bekannt gemacht und Rundmails an die Studierenden gesendet. An allen drei FH-Standorten gab es außerdem Informationsveranstaltungen. Interessierte haben wir dort und auch danach persönlich und telefonisch individuell beraten.“

Wie haben Sie die Ergebnisse der Sommerakademie festgehalten?

„In Abstimmung mit dem Steuerkreis Gesundheit habe ich einen internen Report zur Sommerakademie erstellt. Darin sind die Erfahrungen mit dem Format zusammengefasst, außerdem werden unter anderem die wesentlichen Projektschritte dokumentiert. Ansprechpartnerin bei Fragen zu dem Report ist Gesundheitsmanagerin Ann-Kathrin Zobel.“



gedruckt am: 24.04.2018  04:44