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veröffentlicht am:

  • 22.06.2017
TalentScouting

FH Dortmund fördert Talente am Westfalen-Kolleg

Bereits im Eingangsbereich weist die Plakette darauf hin: Am Westfalen-Kolleg werden besondere Talente gefördert. Seit knapp einem Jahr findet und unterstützt ein TalentScout der FH Dortmund diese dabei, ihre Entscheidung hinsichtlich der Studien- und Berufsorientierung zu treffen und zu verfolgen. Dafür bietet sie in der Schule regelmäßige Coaching-Gespräche an. Seit dem 21. Juni 2017 macht die Plakette die gelungene Zusammenarbeit nach außen sichtbar.

Über die Plakette freuen sich (v.l.): Cornelia von Soosten (FH-TalentScouting-Koordinatorin), Dieter Röhrich (Leiter des Westfalen-Kollegs), Julia Eberlein (FH-TalentScout), Pia Schmieter (Studien- und Berufswahlkoordinatorin des Westfalen-Kollegs) sowie Cedrik Rosenski (Abiturient 2017 des Westfalen-Kollegs und gefördertes Talent).
Über die Plakette freuen sich (v.l.): Cornelia von Soosten (FH-TalentScouting-Koordinatorin), Dieter Röhrich (Leiter des Westfalen-Kollegs), Julia Eberlein (FH-TalentScout), Pia Schmieter (Studien- und Berufswahlkoordinatorin des Westfalen-Kollegs) sowie Cedrik Rosenski (Abiturient 2017 des Westfalen-Kollegs und gefördertes Talent).

Cedrik Rosenski verdeutlicht  beispielhaft den Effekt des TalentScoutings: Der 24-Jährige zeigt sehr gute Leistungen in der Schule, nach seiner Ausbildung zum medizinischen Fachangestellten hatte er deshalb ein Studium bereits im Blick. „Ich wusste zwar schon vorher wohin ich wollte, aber das ‚wie‘ war mir komplett schleierhaft. Julia, mein TalentScout, hat mich vor wirklich zeitraubenden Fehlentscheidungen bewahrt.“

Denn dass er für eine berufliche Zukunft im Personalbereich nicht zwingend ein wirtschaftliches Studium aufnehmen muss, sondern alternativ auch Psychologie studieren könnte, auf die Idee brachte ihn erst TalentScout Julia Eberlein. „Und mit seinen herausragenden Leistungen könnte er gute Chancen auf ein Stipendium haben“, schätzt die Beraterin, die aus ihrer Scout-Tätigkeit bereits viel Erfahrung mit Stipendienbewerbungen hat. Aufgefallen war Cedrik vor allem durch sein besonderes Engagement in sozialen Themen: Er wurde zum Schulsprecher gewählt und vertrat in dieser Funktion die gesamte Studierendenschaft des Kollegs. Und als Ansprechpartner im Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ hat er einen guten Weg gefunden, sein politisches Interesse engagiert umzusetzen.

„Unsere Studierenden haben sehr unterschiedliche Bildungshintergründe“, erklärt Dieter Röhrich, Schulleiter des Westfalen-Kollegs. „Für unsere Schule ist es unglaublich hilfreich, dass das TalentScouting uns dabei unterstützt, diese Bildungswege aktiv zu begleiten. So können unsere Studierenden noch viel mehr aus sich herausholen.“ Pia Schmieter, die als Studien- und Berufswahl-Koordinatorin die Beratungstermine am Westfalen-Kolleg organisiert, ergänzt: „Das TalentScouting schärft unseren Blick für diese Talente - das melden auch die anderen Kollegen und Kolleginnen zurück.“

Für das FH-TalentScouting-Team ist das Weiterbildungskolleg eine besondere Schule: „Die Studierenden haben oft bunte Lebenswege – und eine ganz besondere Motivation, wenn sie nochmal zurück in die Schule gehen. Diese Motivation möchten wir fördern“, bestätigt Cornelia von Soosten als Koordinatorin der FH Dortmund, „damit die Studierenden den größtmöglichen Nutzen für ihren Bildungsweg daraus ziehen.“



Zum Projekt TalentScouting:

In Deutschland entscheiden oftmals nicht die Fähigkeiten über den Bildungsweg, sondern die familiären Hintergründe: Während 77 Prozent aller Akademikerkinder studieren, beträgt dieser Anteil bei Kindern aus Nichtakademiker-Familien nur 23 Prozent. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, vertraut seltener auf die eigenen Stärken und lässt trotz guter Noten vorhandene Aufstiegschancen ungenutzt.
An dieser Stelle setzt das Projekt TalentScouting an, das ursprünglich von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen entwickelt wurde und vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung in NRW auf mittlerweile 17 Hochschulen ausgeweitet wurde.