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zuletzt geändert am:

  • 20.04.2017

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Politik

Prof. Toprak analysiert Türkei-Referendum

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verdankt den Erfolg seines Referendums zwar auch den Stimmen von Türkeistämmigen aus Nordrhein-Westfalen, dennoch hält Prof. Dr. Ahmet Toprak die Integration hierzulande nicht für gescheitert. Der Erziehungswissenschaftler unserer Fachhochschule äußerte sich dazu als Experte in den Medien.

In einem WDR-Interview räumte Toprak ein, dass das Wahlergebnis Auswirkungen auf die deutsch-türkische Gesellschaft in Deutschland haben werde. Eine Spaltung gebe es zwar schon immer, jetzt sei sie aber sichtbar geworden. „Und ich fürchte, sie wird jetzt noch stärker werden: Im Netz mehren sich Beleidigungen und Beschimpfungen zwischen Gruppen wie Türken, Kurden, Aleviten“, so Toprak.

Warum besonders viele junge Wahlberechtigte für Erdogan gestimmt haben, erklärte Toprak in der WAZ: „Die Jugend findet Erdogan cool, er gibt ihnen das Gefühl dazu zu gehören, ist für viele eine Art Vaterfigur, weil er Stärke zeigt. Damit identifizieren sich viele.“

Im Interview mit der Lippischen Landes-Zeitung sagte Toprak: „Ich bin wütend darüber, dass ein aristokratisches System durchkommt, in dem Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Und das in einem Land, das mir sehr am Herzen liegt.“


gedruckt am: 25.05.2017  16:16