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veröffentlicht am:

  • 18.04.2017

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Nordstadtgalerie

Räumliches Ereignis in drei Dimensionen

Acht Studierende aus fünf verschiedenen Ländern beschäftigen sich in einer Ausstellung mit zeitlicher Inszenierung. Die Aufgabe innerhalb des Master-Studiengangs Szenografie und Kommunikation: den Raum als Hauptdarsteller einsetzen, nicht als Kulisse. Die Ergebnisse sind ab 24. April um 18 Uhr (Vernissage) in der Nordstadtgalerie an der Bornstraße 142 zu sehen.

Der Raum wird filmischer Träger von Inhalten und ermöglicht eine andere Perspektive als die übliche. Der Fokus richtet sich intensiver auf die Darstellung und Bedeutung des Raumes.

Unter Anleitung von Prof. Nora Fuchs beteiligen sich die Studienrenden Kaoutar Aboueloula-Peindl, Mingyu Cheng, Laura Dierkes, Shanyu Gao, Jannik Göpfert, Kathrin Knospe, Caroline Misrahi und Julieth Villada.

 

Drei Formate werden in der Ausstellung „Der zweite Moment – Vom Daumenkino zum Raumwunder“ präsentiert:

Daumenkino für zehn Sekunden

In der Ausstellung werden acht sehr verschiedene und gelungene Daumenkinos zu sehen sein. Die Schwierigkeit steckt in der Kürze, denn für eine Erzählung steht nur eine extrem kurze Zeitspanne zur Verfügung.

Was kann man also überhaupt erzählen? Die Studierenden wählten für die Handlung sehr unterschiedliche Räume aus, etwa den Raum im Bauch, den Lichteinfall im Wohnzimmer oder das Universum mit dem Lauf der Planeten als unendlichen Raum.

Weitere Fragen, die zu klären waren: Wie läuft die Bewegung fließend und weich ab? Welches Papier funktioniert gut? Wie groß darf das Ganze überhaupt werden? Soll es analog oder digital gezeichnet oder fotografisch aufgenommen werden.


Film für eine Minute

Während der Arbeit an den Daumenkinos entstanden neue Ideen für einen längeren Film.

  • Kathrin Knospe hat verschwundene Gebäude in Dortmund recherchiert und in eigene Aufnahmen in schwebenden Bildern hineinmontiert – ähnlich einer Fata Morgana.
  • Julieth Villada zeigt die manchmal nur winzig kleinen, manchmal unübersehbaren Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der Fußgängerzonen in Bogota und in Dortmund. Sie zieht damit einen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Kulturen in Kolumbien und Deutschland.
  • Caroline Misrahi arbeitet mit Spiegeln und optischer Täuschung auf Treppen im öffentlichen Raum, sie kehrt die üblichen räumlichen Verhältnisse um. Ihre Arbeit wird besonders gerne als Kulisse für Selfies verwendet.
  • Kaoutar Aboueloula-Peindl öffnet und schließt Räume auf, ihr Beitrag bezieht sich auf Übergangssituationen.
  • Mingyu Cheng arbeitet mit Spiegelungen in Gläsern und Flüssigkeiten und stellt damit Landschaften auf den Kopf.
  • Jannik Göpfert spielt mit zeichnerischer Animation und verdreht die Realität durch das Medium Zeichnung und Fotografie.

Räumliche Inszenierung für fünf Minuten

Alle acht Studierenden haben gemeinsam ein Ausstellungskonzept entwickelt. Der Raum ist statisch, wird aber doch in Bewegung geraten.


 


Öffnungszeiten der Ausstellung (25. bis 30. April)

  • Dienstag bis Samstag: 14 bis 20 Uhr
  • Sonntag: 11 bis 17 Uhr

gedruckt am: 23.04.2017  23:35