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veröffentlicht am:

  • 22.03.2017

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FH-Interview

„Serafin“ regt Diskussion an

Unsere Fachhochschule hat sich im Frühjahr an der Initiative des Stifterverbands „Eine Uni – ein Buch“ beteiligt. Bundesweit waren die Hochschulen aufgerufen, jeweils ein Buch vorzuschlagen, das sich zur hochschulübergreifenden Diskussion eignet. Eine Jury aus allen Statusgruppen der Fachhochschule wählte daraufhin aus insgesamt 23 Einreichungen das 1976 erschienene Kinderbuch „Serafin und seine Wundermaschine“ des französischen Illustrators Philippe Fix aus. Unsere FH-Online-Redaktion sprach mit Jurymitglied Jens Krammenschneider-Hunscha (Dezernat II).

Herr Krammenschneider-Hunscha, was macht den „Serafin“ für die Jury zu einem hochschulübergreifend diskutierbaren Beitrag?

Der Serafin bestach alle Jurymitglieder durch seine Zeitlosigkeit und seinen Reichtum an Aspekten und Einlassstellen. Der wunderbare Philippe Fix hat ihn zugleich als Architekten, Ingenieur, Träumer, Philosophen und Poeten angelegt, der die Welt aktiv gestaltet. Die Frage, die sich uns allen sofort aufdrängte, war die nach dem eigenen Kind in uns und wie wir mit ihm als Erwachsene umgehen. Serafin verlangt uns eine Haltung ab. Das wollen wir mit der ganzen Hochschule diskutieren.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Initiative war vor allem eine richtig gute Idee. Unser Prorektor für Studium und Lehre, Prof. Dr. Helmut Hachul, suchte bereits nach einem Format zur hochschulweiten Diskussion. Der Antrag war letztlich nur ein Impuls. Wir haben trotz eines wirklich sehenswerten Antragsvideos (YouTube) nicht gewinnen können. Unsere Vorfreude auf den Austausch mit der gesamten Hochschule trübt das aber nicht. Unser Augenmerk liegt jetzt auf den zu planenden Aktionen im Hause und die Auswahl der Buchvorschläge zu unserer eigenen Reihe „Eine FH – sechs Bücher“.

Wie gehören die beiden Projekte zusammen?

Von Anfang an stand fest, dass wir Formate wie gemeinsame Leseabende entwickeln werden. Serafin ist nun aus den Einreichungen diejenige, die wir für den Antrag am vielversprechendsten fanden. Aus den anderen Einreichungen wird die Jury nun weitere sechs Vorschläge auswählen, prämieren und zur Diskussion stellen, die aber mit der Initiative des Stifterverbands nichts mehr zu tun hat. Die eingegangenen Vorschläge sind übrigens äußerst unterschiedlich und haben uns als Jury viel Spaß gemacht. Sie zeigen uns nicht nur das Interesse an einer gemeinsamen Diskussion, sie machen auch Vorfreude auf die schönen Abende, die uns 2017 bevorstehen.


gedruckt am: 25.05.2017  16:14