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Forschungsfrühstück

Roboter und Salafismus waren Themen im Depot

Kombinierten Forschung und Frühstück (v.l.): Prof. Dr. Ahmet Toprak, Prof. Dr. Christof Röhrig, Prorektorin Prof. Dr. Andrea Kienle, Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick und Dr. Joachim Maas, Vorsitzender der Fördergesellschaft der FH Dortmund.

Das Dortmunder Depot bot einen besonderen Rahmen für das diesjährige Forschungsfrühstück unserer Fachhochschule. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher verfolgten in den Morgenstunden am 21. April die Kurzvorträge von Prof. Dr. Christof Röhrig, dem aktuellen Forschungspreisträger, und Prof. Dr. Ahmet Toprak. Anschließend blieb viel Raum für Gespräche und Genuss am Büffet.

Seit 2002 gibt es unser öffentliches Frühstücksformat bereits, das Forschungsthemen in einem speziellen Rahmen „schmackhaft“ macht. Erstmals war der Veranstaltungsort jetzt das Kino im Depot an der Immermannstraße.

Forschung auf einem guten Weg

„Die Forschung an unserer Fachhochschule ist auf einem guten Weg, besonders im Drittmittelbereich“, betonte Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick bei der Begrüßung. Das bestätigte auch Forschungsprorektorin Prof. Dr. Andrea Kienle. Sie übernahm die Moderation und begleitete die Vorträge der beiden Referenten.

Prof. Dr. Christof Röhrig:Omnidirektionale mobile Roboter in der Logistik

Zusammen mit seiner Arbeitsgruppe entwickelt Prof. Dr. Christof Röhrig, Lehrgebiet für Informatik insbesondere Netzwerktechnik, intelligente Algorithmen für mobile Systeme. Das heißt, hier entstehen Lösungen für die mobile Welt in Produktion und Logistik sowie für den demographischen Wandel. Im Vortrag präsentiert er seine Forschungsarbeiten zu omnidirektionen mobilen Robotern in der Logistik. Omnidirektionale mobile Roboter können sich aus dem Stand heraus in alle Richtungen bewegen und dabei drehen. Sie sind damit ähnlich beweglich wie Luftkissenfahrzeuge. Im Vergleich zu herkömmlichen Transportfahrzeugen lassen sich diese mobilen Roboter erheblich besser in engen Räumen und schmalen Passagen navigieren. In mehreren Drittmittelprojekten wurden in Kooperation mit Industriepartnern Algorithmen entwickelt, die omnidirektionale Roboter in komplexen Industrieumgebungen sicher zu ihrem Ziel führen und dort genau positionieren.


Prof. Dr. Ahmet Toprak:Salafismus unter Jugendlichen – eine radikalisierte Strömung als pädagogische Herausforderung

Eine religiös begründete Radikalisierung bei jungen Menschen ist eng verbunden mit den Verhältnissen, in denen Jugendliche und junge Erwachsene aufwachsen. Sie ist auch Ausdruck der Fähigkeit unserer Gesellschaft, Heranwachsende mit ihren individuellen Fragen und Ressourcen zu integrieren. Der Referent aus dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften zeigt neben den Grundlagen für eine salafistische Radikalisierung auch Ansätze für eine präventive Arbeit auf.


Bevor sie das Buffet in der großen Mittelhalle des Depots eröffnete, resümierte Andrea Kienle in Anspielung auf den Veranstaltungsort für die Vorträge mit den Worten: „Sie haben gesehen: Auch die Forschung an unserer Fachhochschule ist großes Kino!“

Einen kompakten Rückblick auf das Forschungsfrühstück bietet Ihnen unsere Fotogalerie.

Mehr über die beiden Referenten und ihre Forschungsarbeiten lesen Sie in aktuellen Print-Publikationen unserer FH: Den Beitrag „Besser leben mit mobilen Systemen“ (Prof. Dr. Röhrig) finden Sie in der Zeitung fh-presse (PDF) auf Seite 3, den Beitrag „Ein Phänomen namens Salafismus“ (Prof. Dr. Toprak) im Magazin ORANGE (PDF) ab Seite 14.

 


Unsere FH-Online-Redaktion hat Feedback der Beteiligten zum Forschungsfrühstück gesammelt:

Roehrig

Prof. Dr. Christof Röhrig

„Diese Mischung gefällt mir immer sehr gut, weil man dabei die Möglichkeit hat, in lockerer Atmosphäre über die Vorträge noch mal zu diskutieren und auch spannende neue Ideen zu entwickeln.“

Toprak

Prof. Dr. Ahmet Toprak

„Es ist immer ein Highlight für mich. Ich bin öfters da, heute als Redner, normalerweise komme ich als Dekan. Ich war auch mal als Forschungspreisträger dabei. Das Spannende ist immer, unterschiedliche Orte in Dortmund kennenzulernen. Ganz persönlich finde ich das rundum gelungen.“

Schwick

Prof. Dr. Wilhelm Schwick

„Ich schätze es sehr, weil man die Möglichkeit hat, interessante Vorträge zu hören, aufbereitet für eine Hochschul-Öffentlichkeit, und dass man anschließend die Möglichkeit hat, zusammenzustehen und darüber zu plaudern – bei leckerem Essen!“

Kienle

Prof. Dr. Andrea Kienle

„Ich finde, es ist eine sehr gelungene Kombination aus Informationen und Vorträgen und der Möglichkeit des Austausches bei einem entspannten Frühstück.“