Das "QuartiersNETZ" ist an den Start gegangen

Mit dem von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektvorhaben "QuartiersNETZ" ist die FH Dortmund gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen, dem Institut für Gerontologie der Universität Vechta, dem Caritasverband Gelsenkirchen, dem Forschungsinstitut Geragogik e.V. in Witten, dem Generationennetz Gelsenkirchen e.V. sowie fünf IT-Unternehmenspartnern für die gemeinsame Gestaltung des demographischen Wandels am 1.11.2014 an den Projektstart gegangen. Über einen Zeitraum von vier Jahren wird durch gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken sowie durch den Aufbau digitaler Netzwerke die Lebensqualität der Menschen im Wohnquartier bis ins hohe Alter verbessert.

 

Referenzgebiet für die Region "Ruhrgebiet" ist die Stadt Gelsenkirchen, die bereits im Jahre 2005 einen Seniorenmasterplan verabschiedet hat und damit eine Vorreiterrolle in der Seniorenpolitik einnimmt. Die Projektleitung übernimmt Frau Prof. Dr. Sabine Sachweh vom Fachbereich Informatik. Inhaltlich ist die Fachhochschule interdisziplinär vertreten. Herr Prof. Dr. Harald Rüßler und sein Team aus dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften arbeiten in diesem Vorhaben eng zusammen mit dem Team aus dem Fachbereich Informatik.

Ein besonders Merkmal des "QuartiersNetz"-Projekts ist, dass ältere Menschen selbst aktiv mitwirken und ihre Fähigkeiten und Interessen zum Wohle aller einfließen lassen. Im Rahmen des Projektvorhabens werden so Ältere zu (Ko-)Produzenten und gestalten als Expertinnen und Experten in eigener Sache das Umfeld für ein selbstbestimmtes, partizipatives Leben im Quartier. Dazu zählen unter anderem der Aufbau und die Erprobung von Netzwerkstrukturen für zukunftsfähige Versorgungs- und Dienstleistungsmodelle. Reale Quartiersnetze werden dabei durch die partizipative Entwicklung einer digitalen Quartiersplattform und technischer Innovationen gestützt.

 

Interessierte ältere Menschen sollen unter anderem als Techniklotsen qualifiziert werden, so dass sie anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ziel ist es, das soziale Umfeld der QuartiersbewohnerInnen generationsübergreifend und mit regionalen Dienstleistern zu vernetzen, dafür moderne Interaktions-/Kommunikationsmedien und technische Assistenzsysteme zu nutzen und damit die Selbstbestimmung und Teilhabe älterer Menschen im Wohnquartier zu fördern.

 

Bereits am 27.10.2014 fand eine große Auftaktveranstaltung in Gelsenkirchen statt, wobei rund 150 engagierte Bürgerinnen und Bürger an dieser Veranstaltung teilnahmen. Damit wurde zusammen mit Dienstleistern sowie mit kommunalen Partnern der Region, der Startschuss für eine gemeinsame, öffentlich geförderte Arbeit gegeben.

 

Details zu dem Projekt QuartiersNETZ finden Sie auf www.quartiersnetz.de