Project Sunshine for Japan – Connecting Traces of Memory

Erdbeben, Flutwellen, Vulkanausbrüche – auf diese Naturkatastrophen haben Menschen keinen Einfluss. Nach dem Motto „deine Farben können das Land der aufgehenden Sonne wieder erhellen“ hatte Mansoureh Rahnama die Initiative „Project Sunshine for Japan” im März 2011 nach der erschütternden Dreifachkatastrophe in Japan gestartet. Die aus dem Projekt entstandene Ausstellung „Project Sunshine for Japan – Connecting Traces of Memory” wird erstmalig zusammen mit einer künstlerischen Installation vom 9. bis 21. März im Depot Dortmund gezeigt.

 

„Project Sunshine for Japan” ist eine weltweite Kampagne in Form eines Plakatwettbewerbs über die Katastrophe in Fukushima. Rund 400 Designer aus 40 Ländern beteiligten sich an dem Wettbewerb und drückten gestalterisch ihr Mitgefühl für die Opfer der Katastrophe in Japan aus. Der Zuspruch und die Qualität der Arbeiten waren überwältigend. Eine Jury namhafter Designer (bestehend aus Pamela Campagna + Thomas A. Scheiderbauer, Holger Jacobs, Wilfried Korfmacher, Uwe Loesch, Luba Lukova, John Moore, Woody Pirtle, Christopher Scott und Shinnoske Sugisaki) wählte aus den 589 Einsendungen die 100 überzeugendsten Plakate aus und zahlreiche Sponsoren unterstützten die bisherigen Ausstellungen an der Fachhochschule Düsseldorf, der Messe „Tradefair“ in Tokio, am Japanischen Kulturinstitut in Köln, dem ATC Designerzentrum in Osaka, dem Kreuzfahrtschiff "Peace Boat" mit über 5.000 Besuchern und der "Global Conference for a Nuclear Power Free World 2" in Tokio.

 

Die Ausstellung mit dem Titel "Project Sunshine for Japan – Connecting Traces of Memory" präsentiert die 100 Siegerplakate des „Project Sunshine for Japan”. Sie wird begleitet durch die raumbeherrschende Installation der zwei japanischstämmigen zeitgenössischen Künstler Shinpei Takeda (Mexiko) und Yumi Watanabe (Deutschland). Die beiden beschäftigen sich seit Jahren mit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki. Die Ausstellung konzentriert sich auf die psychologischen Faktoren der Nuklearkatastrophe vom 11. März 2011 und zeigt direkte Zusammenhänge mit Erinnerungen an Hiroshima und Nagasaki auf. Die Ausstellung zeigt Rückblicke auf Japans Geschichte, sie schafft Einblicke in die aktuelle Situation und wagt Ausblicke in die Zukunft. Es sind Blicke, die nur aus der Ferne in dieser Form möglich sind.

 

Die Ausstellung schlägt eine Brücke zwischen den Kulturen, denn die Beteiligung von Künstlern und Designern vieler Kulturkreise zeigt den unterschiedlichen Umgang mit Katastrophen dieser Art sehr eindrucksvoll. Sie ermöglicht den kulturellen Austausch weltweit – wie auch lokal. Und gleichzeitig wird ein internationales Netzwerk junger kreativer Köpfe und bereits etablierter Kreativdirektoren und Unternehmen aufgebaut.

 

Am 9. März 2013 ab 18:00 Uhr werden die 100 Exponate des "Project Sunshine for Japan" und die künstlerische Installation "Connecting Traces of Memory" in einer spannenden musikalischen und literarischen Abendvorstellung präsentiert.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Der Katalog präsentiert die prämierten Plakate nun erstmalig in Form einer umfassenden Publikation und stellt ihnen zahlreiche Beiträge internationaler Autoren aus 16 Ländern in 13 Sprachen zur Seite, die die Dreifachkatastrophe auf unterschiedliche Weise thematisieren. Darunter befinden sich Texte von Yuri Andrukhovych (Ukraine), Kevin Chen (Taiwan), Mustafa Ijaz (Türkei), Naemi Reymann (Deutschland), Ryuichi Sakamoto (Japan), Gert Scobel (Deutschland), Günter Grass (Deutschland), Izumi Yamaguchi (Japan), Rui Zink (Portugal) und weiteren. Das Buchcover gestaltete Uwe Loesch.

 

Die Ausstellung wird präsentiert im Kulturort Depot Dortmund mit freundlicher Unterstützung der DEW21, dem Kulturbüro der Stadt Dortmund, dem akademischen Auslandsamt der TU Dortmund, Sparkasse Dortmund, MDV Papier- und Kunststoffveredelung GmbH, dem NW-Projekt-Netzwerk Werbeproduktion und der Ev. Studierendengemeinde Dortmund und dem Fine Art Print.

 

Ausstellung im Kulturort Depot, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund. Geöffnet Mi-Fr 14–19 Uhr und Sa und So 11–19 Uhr.

 

Vernissage: Samstag, 9. März 2013, um 18 Uhr in Anwesenheit einiger Designer, Autoren und Künstler mit Signierstunde.


gedruckt am: 17.12.2018  02:26