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Scheine statt Schnuppern

Ins Studium hinein riechen konnten am Montag, den 28.09.09, acht besonders interessierte und leistungsstarke Schüler des Robert-Bosch-Kollegs, denn sie saßen in ihrer ersten Vorlesung. Die „Einführung in die Informatik I" hörten außer ihnen noch alle Erstsemester der Informatik-Studiengänge der Fachhochschule Dortmund. Was die „echten" Erstsemester aber schon hinter sich haben, steht für die Schüler im nächsten Sommer auf dem Programm, nämlich die Fachhochschulreife, die sie zusammen mit dem Abschluss zum „staatlich geprüften informationstechnischen Assistenten" am Robert-Bosch-Berufskolleg machen werden. Außerdem bereiten sie sich auf die Zertifizierung zum „Sun Certified Java Programmer" vor, was sie inhaltlich schon sehr gut auf die FH-Vorlesung vorbereitet.

Für die Kolleg-Schüler geht es aber um mehr als nur „schnuppern" - sie werden während des ganzen Semesters an ausgewählten Vorlesungen teilnehmen, andere Termine, nämlich Übungsstunden und Praktika, werden extra auf Zeiten außerhalb ihres normalen (Schul-) Stundenplans gelegt, damit sie dieselbe Studienleistung erbringen können wie ihre eingeschriebenen Kommilitonen. Wie alle anderen auch müssen sie allerdings am Semesterende die Klausur bestehen. Dafür gibt's dann auch ein entsprechendes Zertifikat: Sollten sie im Anschluss ein Informatik-Studium an der FH Dortmund aufnehmen, können sie dieses Zertifikat dann in den regulären „Schein" umtauschen und haben damit die ersten fünf der im ersten Semester fälligen 30 Leistungspunkte schon zusammen. „Unsere Schüler bekommen so einen sehr realen Einblick in den Studienalltag an der FH", erklärt der betreuende Lehrer Ralf Langewiesche, „das senkt die Hemmschwelle, sich für ein FH-Studium im Anschluss zu entscheiden." Und welchen Vorteil hat die Hochschule? „Wir können schon früh motivierte Menschen für das Studium begeistern und an unsere FH binden", begründet Prof. Dr. Michael Stark sein Engagement. Dafür nimmt der Professor für praktische Informatik und grafisch-interaktive Systeme gern den organisatorischen Aufwand auf sich.

Diese neue Form der Kooperation baut auf einer bereits länger bestehenden Zusammenarbeit von FH und Berufskolleg auf: „Schon seit Jahren besuchen unsere Schüler spezielle FH-Workshops in Roboter-Programmierung", erläutert Klaus Manegold, Schulleiter des Robert-Bosch-Berufskollegs. Nach dem Motto: „Erst Schnuppern, dann Scheine!"

 

Erstellt am 28.09.09

gedruckt am: 18.01.2019  02:10