Segelfreizeit 2007 Friesländische Seen

Die Boote werden geholt
Boote und Klappbrücke an der Einfahrt zum Villapark
Nach sechs Jahren Pause hat im Oktober 2007 wieder eine Segelfreizeit des SFH statt gefunden. Es ging mit über 20 Teilnehmern nach Langweer an die friesische Seenplatte in die Niederlande. Im Villapark Langweer wurden Bungalows und beim Bootsverleih Noel fünf Polyfalken gemietet. Die Boote konnten direkt vor den Bungalows festgemacht werden, von der Terasse reichte ein Schritt, um auf eins der Boote zu kommen. Alle Häuser sind dort um eine Y-förmige Gracht angeordnet, die man durch eine ortstypische Klappbrücke erreicht. Zuerst galt es, die Boote vom Verleih zu holen und vor den Häusern zu vertäuen. Danach zeigten Anne und Winnie, wie man das Gaffelsegel setzt oder den Mast legt. Danach konnten alle, die Lust dazu hatten, schon einen Schlag auf dem Langweerder Wielen wagen. Am Abend wurde der Grill angefacht und noch lange zusammengesessen.
Heeger Meer
Boote auf dem Heeger Meer
Am nächsten Tag ging es über die Kanäle nach Westen zum Heeger Meer, da viele einfach mal eine größere Wasserfläche zum Segeln haben wollten, als die Kemnade. Der Wind blies dazu kräftig aus Südwest, sodaß auf dem Hinweg motort werden musste. Da es kein schlechtes Wetter, sondern nur solche Kleidung gibt, störte auch der wolkenverhangene Himmel nicht. Den einen Regenschauer haben die meisten hinterher verpasst, als ein Segelzubehörladen in Heeg geentert wurde. Aber der Reihe nach:
Die Flottille
Die Flottille
Nach dem Frühstück wurden die Crew's gebildet und wir trafen uns vor der Brücke. Die erste Etappe ging zur Klappbrücke am Janesloot, die wegen größerer Boote auch geöffnet wurde. Danach ging es über den Johan Friso Kanaal zum Heeger Meer. Der Kanal wird von der N354 überquert, an der Jelteslootbrug.
Es spritzt
Auf dem Heeger Meer
Auf dem Heeger Meer erwartete uns eine steife Brise (5-6 Bft) aus südwestlicher Richtung. Daher konnten die Wellen über die ganze Länge des Meers anrollen und Neptun uns kräftig Gischt auf's Deck spucken. Wärend die einen sich austobten, erkundeten die anderen schon mal das Städtchen. Nach einem gemeinsamen Kibbling Essen (leckre Fischstückchen) suchte ein Teil den Wassersportladen auf, die anderen machten sich auf den Heimweg.
Schleppverband
Schleppverband
Die Jelteslootbrücke ist uns gut in Erinnerung, da hier einer Crew gleich auf Hin- und Rückweg der Motor ausfiel. Auf der Rückfahrt sogar mittig unter der großen Brückenklappe! Inzwischen klappte die Übergabe einer Schleppleine so reibungslos, dass der nachfolgende Verkehr den Grund der Verzögerung gar nicht richtig bemerkt hat. Da man ohne funktionierenden Motor den Kanal nicht befahren darf, ging es im Schleppverband zurück nach Langweer. Wieder auf dem Wielen, mochte aber mancher noch nicht in den Hafen zurück.
Feuerzangenbowle
Feuerzangenbowle
Nach diesem anstrengenden Tag wurde nach dem getrennten Abendessen eine Feuerzangenbowle zelebriert. Es braucht aber niemand Angst haben: Keiner will noch einmal als Pennäler auf das Gymnasium zurück.
Frühstück
Frühstück
Für den nächsten Tag wurde beschlossen, Richtung Sneek zu segeln.

Die Bewohner dieses Bungalows genießen die Morgensonne bei einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf die Boote.
Auf nach Sneek
Auf nach Sneek
Von Langweer gibt es gleich mehrere Wege zum Sneeker Meer, das in nordnordöstlicher Richtung liegt. Alle Wege führen unter Klapbrücken hindurch. Die Segel sind gesetzt und es geht Richtung Langweerdervaart. Nur nicht wieder soviel motoren heißt die Devise.
Jetzt eine Pause bei bestem Wetter. Überall gibt es solche Anlegeplätze im Grünen.
Eine Tjalk
Plattbodenschiff
Auf dem Sneeker Meer fand gerade eine Regatta mit alten friesischen Frachtschiffen statt. Ein toller Anblick und eine Herausforderung für die Steuerleute der Polyfalken, schließlich wollte man hier niemanden behindern und vielleicht um den Sieg bringen.
Grill
Lagerfeuer auf dem Grill
Das tagsüber gesammelte 'Treibholz' landet nach den Würstchen auf dem Grill und gibt ein ordentliches Lagerfeuer. Es wurde von jedem etwas mitgebracht, reichlich gegrillt und große Schüsseln mit Salat vertilgt. Natürlich fehlte weder Grolsch noch Wein.
Der letzte Tag machte den Abschied schwer. Bestes Wetter...
... bester Wind ...
... waren es wirklich nur vier Tage? Wir haben so viel erlebt!