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Ansegeln beim Segelverein der Fachhochschule

Vor dem Vergnügen die Arbeit! Alle packten mit an, das dritte SFH Boot ins Wasser zu lassen, bevor es zum gemütlichen Teil ging
Das Wetter spielte mit. Die besten Voraussetzungen, um motiviert in die neue Saison zu starten.

Motivation und Kennenlernen - das waren die Mottos der Ansegelgrillparty des Segelvereins der Fachhochschule. Und so trafen sich Segler und solche, die es werden wollen, zum gegenseitigen Kennenlernen im Freizeitzentrum Kemnade am Kemnader See bei Bochum.

Was viele nämlich gar nicht wissen: die Fachhochschule Dortmund bietet auch eine preisgünstige Segelausbildung, die auf die Prüfung zum "Sportbootführerschein Binnen" vorbereitet. Für die Praxis stehen drei Jollen zur Verfügung: der behäbige 'Cadet', ein robustes Schulboot, dass auch bei viel Wind nicht in übermäßige Schieflage gerät, die 'Gipsy', und der eher für die fortgeschrittenen Segler geeignete, sportliche 'Jeton'.

Immer mehr Studenten nehmen das Angebot der Fachhochschule wahr. Waren es 2005 gerade mal 2 - 3 Segelschüler, die sich auf die Boote wagten, so trafen sich heute immerhin rund 20 Interessenten zum Kennenlernen.

Die Organisatoren hatten sich viel Mühe gegeben und das Seglerheim des Freizeitzentrums Kemnade, direkt am Kemnader See, reserviert. Dort liegen im Sommer auch die Fachhochschulboote. Ehe es allerdings zum gemütlichen Teil überging, stand noch ein wenig Arbeit an. Denn während 'Cadet' und 'Gipsy' schon sicher vertäut in ihren Boxen lagen, musste der Jeton noch zu Wasser gelassen werden. Und so wurde unter fachkundiger Anleitung der Jeton ordnungsgemäß aufgeriggt und schließlich mit dem kleinen Kran des FZ Kemnade zu Wasser gelassen. So mancher zukünftige Segelschüler hörte da zum ersten Mal Fachbegriffe wie 'Stage', 'Wanten' oder 'Saling'.

Bevor der Grill angefacht wurde, wurde natürlich auch gesegelt. Wer einfach mal ausprobieren wollte, wie es sich anfühlt, auf einem schwankenen Bötchen zu segeln, der war beim Segellehrer Hans-Peter gut aufgehoben. Für Segelspaß sorgte nicht nur der passende Wind und der schöne Sonnenschein, sondern auch die neue Segelgarderobe des 'Gipsy'. Der Verein hat in neue Segel investiert, nachdem die alten doch allzu große Verschleißerscheinungen zeigten.

Nach dem Segeln schmeckten die selbstgemachten Salate, die Würstchen und natürlich auch das Bier noch mal so gut. Die Ansegelfete endete erst, nachdem das letzte Würstchen verzehrt, das Feuer erloschen war und die kalte Nachluft trotz dicker Jacken nicht mehr ignoriert werden konnte.

Auf großes Interesse stieß auch das geplante Segelwochenende am Sneeker Meer (Niederlande) im September. Falls genügend Interessenten zusammenkommen, werden Ferienhäuser und Segeljollen gemietet. Und wer bis dahin seine Prüfungen bestanden hat, kann testen, wie sich Segeln auf dem fast schon offenen Wasser anfühlt. Für alle ohne Segelschein fahren genügend erfahrene Segler mit, so dass alle die Möglichkeit haben, dabeizusein.

Ein dickes Dankeschön an die Organisatorin Moni, die nicht nur den Grilabend, sondern auch das Segelwochenende geplant hat. Die Verantwortlichen im Segelverein hoffen natürlich, dass beim nächsten Arbeitseinsatz das gleiche Interesse herrscht - denn die Boote brauchen hin und wieder ein wenig Pflege.

Interesse am Segeln bekommen? Die Segelausbildug kostet für Angehörige der Fachhochschule kaum mehr als die Tagesmietgebühr für eine Segeljolle am Kemnader See. Dafür stehen Euch die Boote die ganze Saison über zur Verfügung. Nach den ersten Praxisstunden könnt Ihr auch allein auf dem Kemnader See üben. Die notwendige Theorie wird in rd. 8 Doppelstunden von einem segelbegeisterten FH-Professor gelehrt.