ERASMUS+ Personalmobilität

ERASMUS+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, Aufenthalte von ausländischen Unternehmenspersonal an deutschen Hochschulen sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal an europäischen Hochschulen und Unternehmen.

Als eine weitere unterstützende Maßnahme zur Internationalisierung der Hochschulen sind Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal (Lehre und Verwaltung) an europäischen Hochschulen und an ausländischen Unternehmen / Einrichtungen möglich.

Als „Unternehmen“ gilt eine im öffentlichen oder privaten Sektor wirtschaftlich tätige Unternehmung, unabhängig von Größe, Rechtsform oder Wirtschaftsbereich, einschließlich der Sozialwirtschaft.

Die Auslandsaufenthalte sollen mindestens zwei Tage und höchstens 2 Monate dauern.

Ziel der Maßnahme ist, neben dem fachlichen Austausch über administrative Vorgänge des eigenen Arbeitsbereiches und der persönlichen Weiterentwicklung (z. B. interkulturelle Kompetenz sowie fremdsprachliche Kenntnisse) von Hochschulpersonal, durch einen Auslandsaufenthalt aktiv einen Beitrag an dem Internationalisierungsprozess der Verwaltung der Heimathochschule leisten zu können. Durch diese Mobilität wird das Hochschulpersonal noch besser in die Lage versetzt, internationalen Standards in der Betreuung von Studierenden, GastwissenschaftlerInnenn und Mitarbeiter/innen gerecht zu werden.

Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STT)

Erasmus+ ermöglicht Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal in Programmländern zum Ausbau der Internationalisierung.

Diese Aktivität fördert die berufliche Entwicklung durch Fortbildungsmaßnahmen im Ausland (außer Konferenzen*) und durch Hospitationen an einer Partnerhochschule oder bei entsprechenden Einrichtungen im Ausland.

Zu Fort- und Weiterbildungszwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE oder eine sonstige in einem anderen Programmland ansässige Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist, gefördert werden.

Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens zwei Tage und höchstens zwei Monate.

Mit STT kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden. Beispiele:

  • Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fachbereiche
  • Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Weiterbildungsformate (Beispiele)

  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren
  • Teilnahme an Internationalen Wochen von Partnerhochschulen

Vorteile eines Erasmus+ Aufenthaltes

  • Aufenthalt auf der Basis eines abgestimmten Programms
  • Fachlicher Austausch und neue Perspektiven
  • Stärkung der eigenen Kompetenzen
  • Ausbau und Vertiefung von Netzwerken

    Sie haben die Chance, sich einzelne Einrichtungen, wie z.B. das International Office, die Haushalts- oder Finanzabteilung, die Studierendenbüros, Bibliotheken oder die Pressestelle, genauer anzusehen, Anregungen für Ihre Arbeit an der FH Dortmund zu erhalten, das Personal der Partnerhochschule persönlich kennenzulernen und wichtige Kontakte für eine weitere Zusammenarbeit zu knüpfen.

*Sofern nachgewiesen werden kann, dass im Rahmen der Mobilität neue und innovative Lern- und Lehrpraktiken erworben werden, spielt für die Förderfähigkeit die Aktivität der teilnehmenden Person im Rahmen der Veranstaltung eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist die Art der Veranstaltung: Eine Teilnahme ist nicht förderfähig, wenn sie sich nur einer bestimmten Disziplin widmet.


Mobilität zu Unterrichtszwecken/Lehrendenmobilität (STA)

ERASMUS+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige Erasmus Charta für Hochschulen (ECHE) besitzen. Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.

Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.
Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden.

Personalmobilität muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule (ausgenommen Incoming-Mobilität, s. u.) und nicht das Haupt-wohnsitzland der betreffenden Person ist.

Zu Lehrzwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE gefördert (Outgoing-Mobilität) werden sowie Personal einer sonstigen in einem anderen Programmland ansässigen Einrichtung (Incoming-Mobilität), die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist zu Lehrzwecken an eine deutsche Hochschule mit ECHE.

Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten); das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche.

Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Lehrbeauftrage mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Unternehmenspersonal

Welche Kosten können erstattet werden?
  • Erstattung von Fahrtkosten
  • Erstattung von Aufenthaltskosten in Höhes eines, nach Zielländern gestaffelten, EU-Tagessatzes
  • Für Personen mit Behinderung und Alleinerziehende besteht die Möglichkeit der Sonderförderung.

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten zu Unterrichtszwecken oder zur Fort- und Weiterbildung erfolgt unter dem Vorbehalt verfügbarer Mittel und orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).
Es gelten einheitliche Tagessätze/Stückkosten für die Förderung durch deutsche Hochschulen.

Ab dem Projektjahr 2014 gelten für Deutschland folgende feste Stückkosten für vier Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 % der genannten Stückkosten:

Zielland Stückkosten je Tag pro
Teilnehmer_in bis zum 14. Tag
der Aktivität (ohne Reisetag)
Stückkosten je Tag pro
Teilnehmer_in vom 15. - 60Tag
der Aktivität (ohne Reisetag) 70%
Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden 160 EUR 112 EUR
Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien,
Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
140 EUR 98 EUR

Deutschland (Incomer), Litauen, Malta,
ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal,
Slowakei, Spanien

120 EUR 84 EUR
Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien 100 EUR 70 EUR

Zu diesen Stückkosten kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden.

Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

Einfache Entfernung gemäß Distanzrechner  Stückkosten pro Teilnehmer_in
             (=Hin- und Rückfahrt)
< 100km entfällt
100 km – 499 km 180 EUR
500 km – 1.999 km 275 EUR
2000 km – 2.999 km      360 EUR
3000 km – 3.999 km 530 EUR
4000 km – 7.999 km 820 EUR
8000 km und mehr 1.100 EUR

Bitte beachten Sie, dass Anreisetage, Wochenenden und gesetzliche Feiertage im Zielland nicht finanziert werden können.

Es erfolgt keine Reisekostenerstattung im Rahmen des LRKGs NRW.


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Kontaktaufnahme mit der ausländischen Hochschule oder dem ausländischen Unternehmen erfolgt in Absprache mit dem International Office durch die Teilnehmerin oder den Teilnehmer selbst.

  • Gefördert werden nur Aufenthalte an ERASMUS-Partneruniversitäten der Fachhochschule Dortmund

  • Die Partnerhochschule muss im Besitz einer ERASMUS+ Hochschulcharta (EUC) sein.

  • Mit der Partneruniversität muss ein Inter-Institutionelles Abkommen für Personalmobilität (ST) geschlossen sein. (Hinweis: Sollten Sie einen Arbeitsaufenthalt an einer europäischen Hochschule planen mit der noch kein bilaterales ST-Abkommen existiert, setzen Sie sich bitte mit dem International Office in Verbindung).

  • Mit der Partneruniversität muss eine schriftliche Vereinbarung über Inhalt und Umfang des Programms getroffen werden („Work Plan“). Die Vereinbarung ist vor Antritt der Reise, vom Mitarbeiter/-in, der/dem Vorgesetzten, dem ERASMUS-Hochschulkoordinator und der Gasthochschule unterschrieben, vorzulegen.

  • Aufenthaltsdauer: mindestens 2 Arbeitstage, maximal 2 Monate.

  • Lehre: mind. 8h
    Die Mobilität zu Lehrzwecken muss mindestens 8 Unterrichtsstunden in einer Woche oder einem kürzeren Zeitraum umfassen. Für jeden weiteren Aufenthaltstag über eine Woche (7 Tage) hinaus, wird die Mindeststundenanzahl je zusätzlichem Tag wie folgt berechnet: 8 Stunden geteilt durch 5 Tage multipliziert mit der Anzahl der zusätzlichen Tage.

Fristen, Organisation und Antragstellung

Reichen Sie bitte bis 6 Wochen vor Antritt Ihrer Mobilität folgende Unterlagen bei Frau Hösch ein:

  • Antragsformular
  • durch den/die Fachvorgesetzten genehmigter Dienstreiseantrag in Kopie
  • ggf. Programm der Veranstaltung beifügen
  • Bestätigung der Partnerhochschule/Unternehmen (auch E-Mail ausreichend) über Ihre Aufnahme, aus der die exakten Daten Ihres Besuchs hervorgehen
  • ausgefülltes Staff Mobility Agreement für Training oder Teaching

Sie erhalten im Anschluss eine Fördervereinbarung zugeschickt, die Sie bitte vor Reiseantritt unterschrieben bei Frau Hösch abgeben.

Spätestens 4 Wochen nach Ihrer Rückkehr reichen Sie bitte die zur Auszahlung nötige Abschlussbescheinigung zur Personalmobilität (Confirmation, siehe Dokumente in der rechten Spalte bei uns ein.

Zudem müssen Sie eine EU Survey-Onlineumfrage beantworten. Der Link wird per E-Mail von der EU-Kommission direkt an die/den Mitarbeiter/-in gesendet.


Hinweis zur Dienstreiseabrechnung

Es erfolgt keine Reisekostenerstattung im Rahmen des LRKGs NRW, da Sie Stückkosten ausgezahlt bekommen.

Möchten Sie dennoch eine Dienstreiseabrechung einreichen, da die Reisekosten höher als die Erasmus+-Förderung sind, wählen Sie im Dienstreiseantrag unter "Kostenerstattung durch Dritte"  bitte "teilweise" aus. Den Abrechungsunterlagen ist dann eine Kopie der Fördervereinbarung beizufügen.


Steuerrechtlicher Hinweis

Der Erasmus+ Mobilitätszuschuss beinhaltet die Aufenthalts- und Fahrtkosten, welche von Seiten der EU Kommission / DAAD als Stückkosten bezuschusst werden. Der/die Zuwendungsempfänger/in ist verpflichtet, mögliche positive Differenzen von realen Kosten zu Stückkosten persönlich zu versteuern.