Modularisierung

Einen Studiengang zu modularisieren heißt nicht, bestehende Lehrveranstaltungen mit unverändert bleibenden Lehrinhalten schlicht zu größeren Einheiten zu bündeln. Denn Sinn und Zweck der Modularisierung kommen nur dann zum tragen, wenn mit ihr ein grundsätzlicher Perspektivenwechsel vollzogen wird: von der Input- zur Outputorientierung. Das bedeutet, dass zunächst das angestrebte Ziel der Ausbildungsbemühungen definiert und beschrieben werden muss. Aus der Zielbestimmung muss hervorgehen, welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen die Studierenden nach dem erfolgreichen Abschluss eines Moduls (Teilkompetenzen) bzw. eines gesamten Studienprogramms (Qualifikationsziel) erworben haben sollen. Erst wenn weitgehende Klarheit über die so genannten learning outcomes besteht, kann sich sinnvoller Weise die Frage anschließen, welche Inhalte hierfür vermittelt werden müssen und welches Instrumentarium in diesem Zusammenhang am geeignetsten erscheint.

Abgesehen von der Befolgung der einschlägigen Beschlüsse und Vorgaben stellt vor allem die Kooperationsbereitschaft und Diskussionskultur innerhalb der Fachbereiche eine der zentralen Voraussetzungen für das Gelingen der Modularisierung und der damit verbundenen Neustrukturierung der Studienangebote dar. Modularisierung bedeutet für die Lehrenden, dass sie Studieninhalte neu diskutieren, Qualifikationsziele definieren, den Arbeitsaufwand für die Studierenden ermitteln und die Lehrveranstaltungen innerhalb eines Moduls und der Module untereinander abstimmen müssen. Ein solcher Abstimmungsprozess im Zuge der Modularisierungsanstrengungen verläuft in der Regel nicht ohne Reibungsverluste. Es hat sich allerdings gezeigt, dass konstruktiv geführte Diskussionen und Auseinandersetzungen in den Fachbereichen nicht nur qualitätssteigernd wirken, sondern auch den Aufwand für die ohnehin anstehende Akkreditierung bedeutend verringern helfen.

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