"Gleichwertig aber andersartig" -
Konsequenzen des Bologna-Prozesses für Fachhochschulen


Welche Auswirkungen der Bologna-Prozess speziell auf Fachhochschulen hat, steht im Mittelpunkt einer bundesweiten Fachtagung, die die Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit der Hochschulrektorenkonferenz am 7. und 8. Oktober 2004 im Kongresszentrum Westfalenhallen, Dortmund, ausrichtet.

"Konstruktiv-kritische Diskussionen" erwartet Rektor Eberhard Menzel von der zweitägigen Veranstaltung, zu der im Oktober Hochschullehrende, Studienreformerinnen und Studienreformer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft aus ganz Deutschland erwartet werden. Unter dem Titel "Gleichwertig aber andersartig - Konsequenzen des Bologna-Prozesses für Fachhochschulen"  werden sie die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen und die damit verbundenen Strukturfragen unter dem besonderen Blickwinkel von Fachhochschulen diskutieren. Ein weiteres Ziel, das die Fachhochschule Dortmund mit dieser Tagung verfolgt, ist es, die regionale Wirtschaft über die Diskussion des gestuften Studiensystem zu informieren. Dies kann und soll exemplarischen Charakter auch für andere Bundesländer haben.

Den gemeinsamen Einstieg bildet eine von CHE-Geschäftsführer Prof. Dr. Müller-Böling moderierte Podiumsdiskussion unter dem Titel "Entfesselte Fachhochschule? Zu Chancen und Risiken des gestuften Studiensystems". Fünf Foren schließen sich an.

Was im Rahmen von Bachelorstudiengängen aus der praxisorientierten Lehre und speziell aus dem Praxissemester wird, ist für die anwendungsorientierten Fachhochschulen eine Kardinalfrage. Ein Forum befasst sich daher mit dieser Problematik auch unter Einbeziehung von Dualen Studiengängen, Hochschuldidaktik und dem Standpunkt der Wirtschaft.

Masterstudiengänge sind für Fachhochschulen besonders attraktiv - vor allem wegen der formalen Gleichstellung mit Universitäten. In einem "Master-Forum" geht es um praktische Fragen wie Quotierung, Qualitätsanforderungen sowie um den Master als Einnahmequelle.

Das gestufte Studiensystem soll die Durchlässigkeit zwischen den Hochschultypen ermöglichen. Welche Kooperationsformen von Fachhochschulen und Universitäten künftig möglich sind, stellt ein weiteres Forum mit Vortrag und Praxisbeispielen modellhaft für die Bereiche Lehrerbildung und Doktorandenausbildung vor.

Um auf dem globalen Bildungsmarkt konkurrenzfähig zu sein, bedarf es mehr als der formalen Umstellung auf international gültige Studienstrukturen. So wird sich ein Forum mit gezielten Rekrutierungsstrategien, Auswahlverfahren und Betreuung befassen. Hierbei geht es vor allem um die Schwierigkeiten, die sich für die Doppeldiplom-Programme durch die Bachelor-Master-Umstellung ergeben.

Insbesondere um Organisationsformen im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen bei der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen als integraler Bestandteil der gestuften Studienstruktur geht es im letzen Forum.

Als Abschluss des Tages findet in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund ein feierlicher Abendempfang im Rathaus statt.

Der zweite Tagungstag führt alle Teilnehmenden wieder zusammen - zur Präsentation der Ergebnisse und einer abschließenden Podiums-Diskussion zum Thema "Was können Fachhochschulen für die Akzeptanz von Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt tun?"

Die Tagungsgebühr beträgt 60 Euro.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.