Gesetzlicher Rahmen

In Deutschland ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz verankert. Der Staat hat die Aufgabe, diese Rechte auch durchzusetzen. Im Grundgesetz der BRD, Artikel 3 steht:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Im Landesgleichstellungsgesetz (LGG) NRW ist geregelt, wie die Fachhochschulen die Gleichstellung durchsetzen sollen. Dazu gehört, dass die Fachhochschulen eine zentrale Gleichstellungsbeauftragte haben. Die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten ist somit gesetzlich geregelt.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist in ihrer Tätigkeit an der Hochschule weisungsunabhängig. Sie ist zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Für die Fachhochschule gilt neben dem LGG auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dies schützt vor Diskriminierungen auch aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität (incl. Homo- oder Bisexualität, Transsexualität und Transgender). Die Gleichstellungsbeauftragte ist innerhalb der Fachhochschule eine der Beschwerdestellen für AGG-Verstöße.