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Förderbekanntmachung des BMBF "Digital GreenTech - Umwelttechnik trifft Digitalisierung" im Rahmen des Aktionsplans "Natürlich.Digital.Nachhaltig."

Die Bekanntmachung und der Aktionsplan"Digital GreenTech" gehören zur Rahmenstrategie FONA (Forschung für Nachhaltige Entwicklung) des BMBF.

Ziel
Durch die Verknüpfung digitaler Technologien mit Umwelttechnologien sollen neuartige, nachhaltige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zur Schonung der natürlichen Ressourcen oder zur Minderung von Umweltbelastungen in den Anwendungsfeldern Wasserwirtschaft, nachhaltiges Landmanagement und Geotechnologie sowie Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft entwickelt werden. Die neuen Ansätze und Verfahren sollen zur Schonung der natürlichen Ressourcen oder zur Minderung von Umweltbelastungen im Sinne von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beitragen. Damit sollen folgende Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen unterstützt werden: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, Menschwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur, Nachhaltige Städte und Gemeinden sowie nachhaltige Produktion und nachhaltiger Konsum.

Fördergegenstand
Gefördert werden F&E-Projekte, in denen IT-Experten, insbes. aus den Bereichen Sensorik, Robotik oder KI, mit Experten für Umwelttechnik zusammenarbeiten, um integrierte Lösungen zu entwickeln. Diese sollen nachweisbar zu einer nachhaltigeren Nutzung von Wasser, Energie oder Rohstoffen bzw. zur Minderung von Umweltbelastungen in den Bereichen Wasser- und Kreislaufwirtschaft, Geotechnologien und Landmanagement führen. Von den Projekten wird eine nachvollziehbare Beschreibung des Nachhaltigkeitspotenzials anhand geeigneter Indikatoren erwartet.

Inhaltliche Schwerpunkte sind etwa

  • Daten intelligent nutzen (Big Data-Ansätze, intelligente Sensorik, Remote Sensing)
  • Systeme vernetzen (cyberphysiche Systeme, smarte Steuerung von Stoffströmebn in Wertschöpfungsnetzen, Internet der Dinge, automatisierter Datenaustausch)
  • Autonome Systeme schaffen (KI, Robotik, Maschinelles Lernen)
  • Digitale Interaktion (Apps, Virtual und Augumented Reality, Smart-Metering und Smart-Home-Anwendungen, E-Learning und Entscheidungsunterstützungssysteme)

Es werden zwei Projekttypen gefördert:

Einzel- bzw. Kurzprojekte
Ziel der Kurzprojekte ist die Ausarbeitung eines Konzeptes und das Gewinnen von Partnern. Darauf aufbauend kann ein Langprojekt beantragt werden.

Verbund- bzw. Langprojekte
Diese sind interdisziplinär auszurichten; KMU sollen eine maßgebliche Rolle spielen.

Zudem wird ein wissenschaftliches Begleitprojekt gefördert.

Zuwendungsempfänger
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Einrichtungen der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen. Die Antragstellung von KMU wird ausdrücklich begrüßt.

Förderung
Bei Kurzprojekten ist die Höhe der Zuwendung auf 50.000€ begrenzt. Bei Langprojekten können zusätzlich Zuwendungen für Geräteinvestitionen beantragt werden.
Die projektbezogenen zuwendungsfähigen Ausgaben vonb Hochschulen u. a. wissenschaftliche Einrichtungen werden i. d. R. bis zu 100 Prozent gefördert. Diejenigen von Unternehmen i. d. R. bis zu 50 Prozent. Es wird eine angemessene Eigenbeteiligung von Unternehmen - grundsätzlich 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten - vorausgesetzt.

Projektlaufzeit
Die Laufzeit von Langprojekten beträgt i.d.R. zwei Jahre; die von Kurzprojekten sechs Monate.

Einreichungsfrist
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Auf der ersten Verfahrensstufe ist sind Projektskizzen beim Projektträger Jülich bis zum 30. April 2020 einzureichen.

Eine weitere Einreichungsfrist ist der 31.10.2020.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie hier auf den Webseiten des BMBF.