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BMBF-Bekanntmachung "Neue Sicherheitstechnologien für das Internet der Dinge"

Ziel
Die Vernetzung von Alltagsgegenständen im IoT schreitet zunehmend voran. Diese Gegenstände haben häufig weder eigene Eingabemöglichkeiten, noch können Sie  komplexe Berechnungen durchführen  oder ausreichend Daten speichern, um eine Authentifizierung der Geräte oder eine Verschlüsselung der Datenübertragung sicherzustellen. Das bedeutet, diese Geräte, bzw. Systeme, in denen sie eingebettet sind, sind gegenüber Schadsoftware ungeschützt und diese kann sich innerhalb von wenigen Minuten ausbreiten. Die Ausschreibung fördert daher die Entwicklung von möglichst einfach benutzbaren und ressourceneffizienten Verfahren, die eine inhärente Sichterheit im IoT herstellen. Im Fokus steht dabei die Absicherung des Funkkanals zwischen dem drahtlos angebundenen IoT-Device und zugehörigem Empfänger durch Verfahren und Methoden der Informationstheorie, die auf Eigenschaften des elektromagnetischen Funkkanals und somit der physikalischen Umgebung des Geräts basieren. Diese physikalischen Gegebenheiten des Funkkanals sind zwischen einem Sender und Empfänger einzigartig und können, geschickt eingesetzt, eine abhörsichere Kommunikation ermöglichen. Dies wird auch als Sicherheit auf der physikalischen Schicht (Physical Layer Security, PLS) bezeichnet.

Fördergegenstand
Gefördert vorzugsweise Verbundprojekte, die auf die Erforschung und Entwicklung von neuen Methoden und Verfahren abzielen, die die Sicherheit im IoT erhöhen und dabei die Sicherheit auf der physikalischen Schicht ausnutzen.
Ziel ist u. a. die Erforschung, Entwicklung und Erprobung von

  • PLS-Verfahren für Integrität und Authentizität in IoT-Netzwerken;
  • PLS-Verfahren zur sicheren Kommunikation und/oder zum geheimen Schlüsselaustausch in IoT Netzwerken;
  • PLS-Verfahren gegen aktive Angriffe auf IoT-Netzwerke;
  • Einsatzmöglichkeiten von PLS-Verfahren in sehr heterogenen IoT Netzwerken, die aus vielen unterschiedlichen Geräten bestehen, unterschiedliche Dienste nutzen bzw. bereitstellen und unterschiedliche Anforderungen an die Servicequalität stellen;
  • Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Kanalkodierungs- und Relayverfahren für PLS im Hinblick auf Ressourceneffizienz für einfache Geräte in IoT-Netzwerken sowie
  • Auswirkungen beim Einsatz von Antennen mit vielen Antennenelementen (Massive MIMO) und Milimeterwellen (mm-Wave) auf PLS.

Die Lösungen müssen in einen Anwendungsfall eingebettet und die Leistungsfähigkeit demonstriert werden.

Zuwendungsempfänger
Antragsberechtigt sind Verbünde und Einzelvorhaben von staatlichen und nicht-staatlichen Hochschulen,  außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Verbände und Vereinen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Beteiligung von KMU ist ausdrücklich erwünscht und wird bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt. Von den Verbundpartnern ist der Verbundkoordinator zu benennen. Antragsteller müssen durch Vorarbeiten insbesondere im betreffenden Fachgebiet ausgewiesen sein.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft erhalten i. d. R. eine 50%ige Förderung ihrer zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, Eine angemessene Eigenbeteiligung von i. d. R. 50% wird vorausgesetzt. Forschungseinrichtungen erhalten eine 100% Förderung ihrer zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten.

Die max. Laufzeit der geplanten Vorhaben beträgt drei Jahre.

Förderverfahren und Einreichungsfrist
Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. Auf der ersten Verfahrensstufe sind Projektskizzen bis zum 16. August 2019 beim Projektträger VDI/VDE Innovation und Technik GmbH, Berlin, einzureichen.

Die Bekanntmachung finden Sie hier auf der Website des BMBF; den Link zur Förderrichtlinie "Forschung agil" mit detaillierten Informationen zu den Förderbedingungen, in den die Bekanntmachung eingebettet ist, finden Sie hier.