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BMBF fördert Innovationen im Bereich der Elektronik- und Sensorsysteme für neuartige Robotikanwendungen

Die Richtlinie zur Förderung von Forschungsinitiativen auf dem Gebiet der "Elektronik- und Sensorsysteme für neuartige Robotikanwendungen (SensoRob)" ist Bestandteil des Rahmenprogramms der Bundesregierung für Forschung und Innovation 2016 bis 2020 "Mikroeleltronik aus Deutschland - Innovationstreiber der Digitalisierung".

Ziel
Roboter der neuen Generation agieren nicht mehr in fest abgegrenzten Sicherheitszonen, sondern in Kooperation mit den Menschen in ihrer Umgebung oder sogar völlig autonom. Sie sind in der Lage, Aufgaben kontextsensitiv zu bearbeiten, d. h. ihr Verhalten der individuellen Situation entsprechend anzupassen. Diese erweiterten Fähigkeiten bilden die Grundlage für eine Vielzahl neuer teil- oder vollautomatischer Robotikdienste im Bereich der Servicerobotik. Die Anwendungsfelder sind mannigfaltig, wie z. B. die medizinische Versorgung im Bereich der Rehabilitation, das Baugewerbe, die Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft oder die Bereiche Transport, Logistik und Landwirtschaft. Da diese flexiblen Systeme ein Schlüsselelement einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft und Wirtschaft darstellen, beabsichtigt das BMBF durch die Ausschreibung SensoRob zur Entwicklung von Innovationen in der Mikroelektronik beizutragen. Diese bilden die technische Voraussetzung dafür, dass Roboter ihre Umwelt vollständig erfassen können, während intelligente, leistungsfähige Steuereinheiten durch Fusion und Interpretation  der Sensordaten dazu beitragen sollen, die Situation korrekt zu erfassen und extrahierte Informationen in siutationsgerechte Steuerimpulse umwandeln können. Darüber hinaus sollen intelligente Integrationskonzepte und modulare Systemansätze entwickelt werden, so dass die einzelnen Komponenten zu einem leistungstarkem Gesamtsystem kombiniert werden. 

Fördergegenstand
Gefördert werden industriegetriebene F&E-Verbundprojekte zum Thema "Elektronik- und Sensorsysteme für neuartige Robotikanwendungen". Es werden ausschließlich Vorhaben gefördert, die wesentliche Innovationen auf dem Gebiet der Elektroniksysteme beinhalten und damit zur Realisierung neuartiger oder in ihrer Funktionalität erheblich verbesserter Robotik-Technologie beitragen. Die Vorhaben sollen einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Anforderungen der Servicerobotik-Anwendungen an Elektroniksysteme in den vier Wertschöpfungsebenen (1) Komponenten, (2) Datenfusion und -interpretation, (3) Systemintegration oder (4) Validierung, Test, Absicherung zu erfüllen.

Erwartet werden innovative Lösungsvorschläge für die Verbesserung von Elektronik für Robotik, die in mindestens zwei konkrete Servicerobotik-Anwendungen münden und so eine breite Einsatzbarkeit belegen. Der Vorhabenerfolg ist anhand von Demonstratoren nachzuweisen. Vorhaben mit einer strategischen Bedeutung für Servicerobotik-Anwendungen, die über die unmittelbare Verwertung im Konsortium hinausgehen, sind besonders erwünscht.

Antragsteller
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit F&E-Kapazität sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Beteiligung von KMU ist ausdrücklich erwünscht.

Förderung und Laufzeit
Unternehmen erhalten je nach Anwendungsnähe des Vorhabens eine Förderung iher projektbezogenen, förderfähigen Kosten von max. 50 Prozent.

Hochschulen erhalten eine Kostenerstattung ihrer projektbezogenen, zuwendungsfähigen Kosten in der Höhe von max. 100 Prozent.
Die Förderung der Vorhaben ist i. d. R. auf drei Jahre Laufzeit angelegt.

Einreichungsfrist
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH bis zum 15.Januar 2018 eine Projektskizze einzureichen.

Die Bekanntmachung sowie die Möglichkeit, sich zu einer Informationsveranstaltung zur Ausschreibung anzumelden, finden Sie auf den Webseiten des BMBF.


gedruckt am: 24.04.2018  04:57