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BMBF fördert "Robotische Systeme für die Pflege"

Ziel
Das BMBF beabsichtigt die Förderung innovativer F&E-Vorhaben der Mensch-Technik-Interaktion zu fördern, welche die Selbständigkeit und das Wohlbefinden von Pflegebedürftigen stärken, Pflege- und Betreungskräfte sowie Angehörige psychisch und physisch entlasten und einen Beitrag zur qualitätsvollen Pflege leisten. Dabei sollen alle Versorgungformen für pflegebedüdrftige Menschen berücksichtigt werden: das klinische Umfeld, die stationäre Langzeitversorgung, Rehabilitationskliniken, die häusliche Versorgung und alternative Wohnformen.

Fördergegenstand
Im Rahmen von interdisziplinären Verbundprojekten sollen innovative robotische Systeme entwickelt werden, die auf praxisbezogene Anforderungen in der Pflege ausgerichtet sind. Damit sollen Pflegekräfte und pflegende Angehörige entlastet werden sowie die Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessert werden. Zu den Anwendungsfeldern gehören z. B. die Bereiche Therapie, Kommunikation und Interaktion, Transport, Transfer und Mobilität, Assistenz oder Begleitung.

Gefördert werden anwendungsorienterte Verbundprojekte in zwei Schwerpunkten:

(1) Robotertechnologien für neue pflegerische Lösungen und

(2) Besssere Pflegepraxis durch robotische Lösungen

Der pflegebedürftige Mensch soll im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses der robotischen Systeme stehen. Dementsprechend ist diese Zielgruppe, aber auch weitere Akteure des Pflegeprozesses, wie z. B. Pflege- und Betreuungskräfte, pflegende Angehörige, Betreuungs-, Hauswirtschafts- und therapeutische Fachkräfte als weitere mögliche Anwender über partizipative Entwicklungsmethoden (User Centered Design) einzubeziehen. Gefordert wird ebenfalls einen zielorientierten Ansatz für einen erfolgreichen Transfer robotischer Systeme in die Pflegepraxis aufzuzeigen. An den Verbundprojekten müssen Partner beteiligt sein, welche die Forschungsergebnisse nach Fertigstellung der Demonstratoren zu einer breiten Anwendung bringen wollen.

Darüber hinaus müssen die Vorhaben darlegen, wie sie die angemessene Berücksichtigung der relevanten rechtlichen (z. B. Fragen zum Datenschutz und Datensicherheit), ethischen und sozialen Aspekte sicherstellen.


Antragsteller
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Organisationen der Pflegepraxis, Z. B. öffentliche oder freigemeinsnützige Träger der Pflege.

Förderung
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaaft können max. bis zu 50 Prozent gefördert werden; eine angemessene Eigenbeteiligung von grundsätzlich 50 Prozent wird erwartet. Hochschulen sowie Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen erhalten i. d. R. eine max. Förderung von 100 Prozent der projektbezogenen förderfahigen Kosten

Einreichungsfrist
In dem zweistufigen Antragsverfahren sind Projektskizzen bis zum 18. Februar 2019 beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin einzureichen.

Die Bekanntmachung finden Sie hier auf der Website des BMBF.


gedruckt am: 14.12.2018  19:52