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BMBF-Bekanntmachung: Resilienz und Ausfallsicherheit in offenen, emergenten IT-Systemen - Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben im Bereich Methoden und Werkzeuge für die Aggregation und Disaggregation von Prozessen im Internet der Dinge

Die Bekanntmachung ist Teil des Förderprogramms "IKT 2020 - Forschung für Innovationen" der Bundesregierung, das darauf ausgerichtet ist, die "Digitale Wirtschaft und Gesellschaft" als eine der prioritären Zukunftsaufgaben voranzubringen.

Ziel
Die ständig voranschreitende Durchdringung aller Lebensbereiche mit IT-Systemen ist ein maßgeblicher Innvoationstreiber für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Sie werden geschaffen z. B. für das Internet der Dinge (IoT), Industrie 4.0, Autonomes Fahren und Smart City. Gleichzeitig steigt jedoch auch die Abhängigkeit der digitalen Gesellschaft von der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit solcher Systeme sowie von den für deren Betrieb erforderlichen Infrastrukturen. Allerdings kann die Softwareentwicklung mit der Steigerung der Komplexität und der hohen Geschwindigkeit der Hardwareentwicklung kaum noch mithalten.
Ein Lösungsansatz besteht in der Unterteilung und der Dezentralisierung, verbunden mit einer selbständigen Vernetzung der Teilkomponenten. Derartige Komponenten und Teilsysteme müssen entsprechend robust ausgelegt werden, sodass auch unter widrigen Bedingungen, durch z. B. eingeschränkter Ressourcenverfügbarkeit  oder Fehlbedienung, ein Betrieb aufrechterhalten werden kann. Zur konsequenten Durchsetzung dieses Ansatzes sind neue Design- und Architekturansätze in der Software und Systementwicklung notwendig.

Das BMBF hat diese Entwicklung erkannt und möchte die Entwicklung von neuen Methoden und Werkzeugen für offene, emergente und dynamisch veränderliche IT-Systeme unterstützen.

Fördergegenstand
Gefördert werden gemeinsame Verbundprojekte von Wissenschaft und Wirtschaft in interdisziplinärer Zusammensetzung, zur Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zum Umgang mit Störungen und Unsicherheiten sowie zur Fehlertoleranz und Stabilität im Internet der Dinge und in cyber-physischen Systemen. Theoretische Ansätze zur Erzielung von Resilienz und Ausfallsicherheit in offenen, emergenten IT-Systemen soll dabei in die praktische Anwendung übertragen werden. Hierbei sollte eine hinreichende praktische Verwertungsperspektive erkennbar sein.

Antragsteller
Antragsberechtigt sind Verbünde von Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit Untenehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Antragstellung durch KMU wird begrüßt.

Fachhochschulen sind explizit aufgefordert, sich an der Ausschreibung zu beteiligen, da das BMBF den Anteil der Fachhochschulen in der Forschungförderung zu erhöhen.

Förderhöhe
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft erhalten eine Anteilsfinanzierung von max. 50 Prozent der zuwendungsfähigen, projektbezogenen Kosten. Eine angemessen Eigenbeteiligung von mind. 50 Prozent wird vorausgesetzt. KMU erhalten u. U. differenzierte Aufschläge, die ggfs. zu einer höheren Förderquote führen. Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen erhalten eine max. Förderung von 100 Prozent ihrer zuwendungsfähigen, projektbezogenen Kosten.

Einreichungsfrist
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Projektskizzen sind in der ersten Verfahrensstufe bis zum 30.11.2017 beim Projektträger DLR Gesellschaft, Innovation, Technologie - Softwaresysteme und Wisssenstechnologien - in Berlin, abzugeben. Die Bekanntmachung finden Sie auf der Website des Projektträgers DLR Softwarsysteme und Wissenstechnologien, Berlin.


gedruckt am: 16.10.2018  15:50