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BMBF fördert "Innovations- und Technologiepartnerschaften für die Mensch-Technik-Interaktion: Intelligente, vernetzte Gegenstände für den Alltag"

Ziel
Die Bekanntmachung erfolgt auf der Grundlage des BMBF-Forschungsprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion (MTI) "Technik zum Menschen bringen". Zweck der Bekanntmachung ist es, innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der MTI zu fördern, die Techniken des Internet der Dinge auf Alltagsgegenstände übertragen und so ihre intelligente Vernetzung ermöglichen. Ziel ist es, Daten verschiedener Quellen zu analysieren und mit Techniken der künstlichen Intelligenz interpretieren zu können, um situationsabhängig Nutzerintentionen und Bedarfe zu erkennen und diese durch Assistenzfunktionen zu bedienen. Die zu entwickelnden Lösungen sollen in interaktiven Systmen resultieren, die insbesondere im Vergleich zu existierenden Ansätzen, Nutzern eine deutlich verbesserte Alltagsunterstützung und intuitivere Nutzung assistiver Technologien bieten.

Fördergegenstand
Gefördert werden Innovations- und Technologiepartnerschaften von Wirtschaft und Wissenschaft für die MTI, durch die Konzepte des Internet der Dinge auf bisher analoge Alltagsgegenstände übertragen bzw. erweitert werden, so dass diese durch eine Integration technischer Komponenten intelligenter und intuitiver bedienbar werden. Durch den intelligenten Datenaustausch sollen Alltagsgegenstännde Menschen aller Altersklassen eine komfortbable, zuverlässige und bestenfalls unmerkliche Unterstützung bieten. Zusätzlich sollen das Vertrauen in die Technik und die Zuverlässigkeit für die AnwenderInnen gewährleistet werden. Dazu bedarf es einer engen Verzahnung von neuen Software- und Hardwarekonzepten, der Verwendung moderner Sicherheitstechniken sowie der stetigen Einbindung von NutzerInnen.

Gefördert werden folgende zwei Module

Modul 1: Entwicklung vernetzter Gegenstände
Modul 2: Living Labs
Parallel zu Modul 1 soll der Aufbau von "Living Labs" erfolgen. Dort sollen die Ergebnisse der einzelnen Projekte aus der Bekanntmachung zu einem Gesamtsystem zusammenfließen.

Projektideen für Modul 1 und Modul 2 sollen in einer Skizze erfolgen. Die Bewerbung für Modul 2 ist optional.

Fördervoraussetzungen
Während des gesamten Entwicklungsprozesses sollen Nutzer mit einbezogen, ethische und rechtliche Aspekte mit beachtet und die Alltagstauglichkeit überprüft werden. Außerdem sind Start-ups und KMUs zu signifikant zu beteiligen.

Zudem sind zum Schutz persönlicher Daten und der IT-Sicherheit sowie für eine gesellschaftliche Akzeptanz in den geplanten Vorhaben kontinuierich und von Beginn an auch ethische, rechtliche und soziale Fragen behandelt werden.

Voraussetzung für die Förderung ist das Zusammenwirken von Beteiligten aus Wirtschaft mit der Wissenschaft zur Lösung von gemeinsamen Forschungsaufgaben. Der Verbreitung der erreichten Ergebnisse und der Zusammenarbeit mit den Unternehmen der jeweiligen Anwenderbranche zur Verwertung der Ergebnisse wird große Bedeutung beigemessen. An den Verbundprojekten müssen deshalb Partner beteiligt sein, welche die Forschunsergebnisse nach der Fertigstellung der Demonstratoren zu einer breiten Anwendung bringen wollen.

Zuwendungsempfänger
Antragsberechtigt sind Verbünde aus Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, in Deutschland ansässige Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Anwender. Die Antragstellung durch Start-ups und KMU wird ausdrücklich begrüßt.

Förderung und Laufzeit
Die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben von Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen werden bis zu 100% gefördert; diejenigen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft müssen je nach Anwendungsnähe des Vorhabens bis zu 50% anteilsfinanziert.

Die Förderdauer für Projekte zum Modul 1 "Entwicklung vernetzter Gegenstände" beträgt drei Jahre.

Für Modul 2 "Living Lab" sind mindestens drei Jahre Laufzeit vorgesehen.


Förderverfahren und Einreichungsfrist
Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.
In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Berlin, Projektskizzen bis zum 29. Juni 2018 vorzulegen.


gedruckt am: 24.04.2018  16:23