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  • 09.10.2018

BMBF-Bekanntmachung "Verbesserung der Lebensqualität in Stadt und Land durch Soziale Innovationen (FH Sozial)"

Die Bekanntmachung erfolgt im Rahmen des Programms "Forschungs an Fachhochschulen" des BMBF. Die Förderrichtlinie berücksichtigt auch den Schwerpunkt "Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen" der in der Weiterentwicklung der Demografiestrategie der Bundesregierung dargelegt wird.

Ziel
Durch die Entwicklung und Umsetzung sozialer Innovationen soll die Lebenssituation von Menschen in sozialen Problemlagen sowohl in Städten als auch in ländlichen, strukturschwachen Regionen verbessert werden. Die zu entwickelnden sozialen Innovationen sollen dazu beitragen, soziale Disparitäten zu reduzieren und die Chancen auf soziale Teilhabe zu erhöhen. Den digitalen Technologien wird dabei ebenfalls eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Es soll erforscht werden, in welcher Weise digitale Technologien dazu beitragen, derartige soziale Innovationen hervorzubringen. Damit ist die Fördermaßnahme auch in die Hightech-Strategie der Bundesregierung einebettet.

Fördergegenstand
Gefördert werden interdisziplinäre, fachübergreifende Forschungsprojekte an Fachhochschulen, in denen unterschiedliche Disziplinen von den Sozialwissenschaften, der Sozialen Arbeit, den Gesundheits- und Pflegewissenschaften über z. B. Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften, der Informatik bis hin zu Kommunikationswissenschaften kooperieren.

Im Fokus stehen dabei Vorhaben, in denen digitale Technologien in die Methoden der Sozialwissenschaften, der Sozialen Arbeit und der Gesundheitswissenschaften integriert werden und damit soziale Innovationen ermöglichen.Z.B. können digitale Technologien, wie etwa Kommunikationstechnologien, Augumented oder Virtual Reality, Big Data-Technologien oder Künstliche Intelligenz genutzt werden, um vorhandene Unterstützungs- oder Entscheidungsstrukturen neu zu verknüpfen und neu zu strukturieren.

Es gilt Methoden, Anwendungsgebiete, Interaktionsformen und Technologien in enger Kooperation mit den Zielgruppen und Praxispartnern neu miteinander zu verknüpfen und zu erproben.

Die Einbindung von Kooperationspartnern aus der Praxis wie z. B. Städte und Kommunen, Kinder- und Jugendeinrichtungen oder Pflegeeinrichtungen, Sozialverbände, Selbsthilfegruppen etx. in alle Phasen des Projekts ist eine zentrale Fördervoraussetzung.

In den geplanten Projekten sind Fragen der demografischen Entwicklung, aber auch Aspekte der Beschäftigungs- und Bevölkerungsentwicklung (u. a. auch Zuwanderung) in Kommunen und ländlichen Regionen zu betrachten.



Fördervoraussetzungen

  • Gefördert werden ausschließlich interdisziplinäre Projekte, entweder innerhalb einer FH oder zwischen mindestens zwei FH.
  • Hauptkoordinator muss aus dem Bereich der Angewandten Sozialwissenschaft kommen.
  • Im Fokus steht die Entwicklung und Implementierung von sozialen Innovationen. Der Nutzen für die Zielgruppe muss dargestellt werden.
  • Die Partizipation der Zielgruppe  muss erfolgen und dargestellt werden.
  • Das geplante Vorhaben muss einen Anwendungsbezug aufweisen, einen Wissens- und Ergebnistransfer vorsehen und die bundesweite Übertragbarkeit auf andere Regionen und Institutionen unterstützen. Daher muss eine Wissenschafts-Praxis-Kooperation (WPK) zwischen der FH (bzw. den FH bei Verbundvorhaben) und mindestens einem einschlägig regional und/oder überregional tätigen Praxispartner aus Wirtschaft, freier Wohlfahrtspflege, Selbsthilfevereinen, Genossenschaften, ehrenamtlich Tätigen, bzw, deren Verbänden/Organisationen oder öffentlicher Verwaltung erforderlich. Die Einbindung von Sozialunternehmen wird ausdrücklich befürwortet.
  • Erwünscht sind Vorhaben, die innovative Geschäftsmodelle für soziale Dienstleistungen hervorbringen.
  • Die Durchführung von kooperativen Promotionen ist eines der Ziele der Förderung.
  • Internationale Kooperationen werden begrüßt.

Antragsteller
Die Bekanntmachung wendet sich explizit an Fachhochschulen.


Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

Die projektbezogenen, zuwendungsfähigen Kosten der Fachhochschulen werden bis zu 100 Prozent gefördert.

Projektlaufzeit
Die Laufzeit der geplanten Vorhaben beträgt i.d.R. 36 Monate; die Laufzeit kann max. 48 Monate betragen, wenn mindestens eine kooperatiove Promotion durchgeführt wird.

Antragsverfahren und Einreichungsfrist
Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.
In der ersten Verfahrensstufe sind Projektskizzen beim Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf, bis zum 15. April 2019 abzugeben.

Die vollständige Bekanntmachung und weitere Informationen finden Sie auf der Website Forschung an Fachhochschulen des BMBF.


gedruckt am: 14.12.2018  21:24