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Wettbewerb des BMBF: Digitale Plattformen. Interaktive Assistenzsysteme für den Menschen.

Die Förderbekanntmachung des BMBF erfolgt auf der Grundlage des BMBF-Forschungsprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion "Technik zum Menschen bringen".

Ziel
Es existiert eine Vielzahl interaktiver Assistenzsysteme zur Unterstützung des Menschen jeden Alters und in verschiedenen Bereichen des Alltags und der Arbeit. Allerdings mangelt es oft an einer Interoperabilität zwischen einzelenen Systemen. Das BMBF beabsichtigt mit der Bekanntmachung einen Beitrag zu leisten, systemübergreifende Nutzungen von Daten und Diensten zu fördern, die das Potenzial der aktuell genutzten interaktiven Assistenzsysteme besser und nachhaltiger ausschöpfen. Die neuen Plattformen sollen als Anlaufstelle für den Erfahrungsaustausch zwischen Nutzern, Entwicklern und Forschern dienen. Sie sollen Ankerpunkte schaffen, die z. B. den Nutzern helfen, verschiedene Produkte hinsichtlich einer gewünschten Funktionalität zu kombinieren und aus der Masse das Passendste zu finden.

Fördergegenstand
Gefördert werden medizintechnische und kreative Lösungen zur Erforschung und Umsetzung von digitalen Plattfomen für "Interaktive Assistenzsysteme für den Menschen" in folgenden Themenfeldern:

Gesundes Leben
Förderschwerpunkte sind insbes. Mikroimplantate, Prothesen/Orthesen, körpernahe Medizintechniksysteme, Gesundheitstechnologien zur Prävention und bedarfsgerechte Pflegeinnovation.

Häuslicher Alltag oder Umfeld
Förderschwerpunkte sind insbes. ubiquitäre Techniken mit persönlicher Assistenzfunktion, vernetzte (Alltags-)Gegenstände und Technologien, die eine intuitive Interaktion ermöglichen.

Der Begriff der digitalen Plattform umfasst drei verschiedene Dimensionen, die in den geplanten Vorhaben zu berücksichtigen sind:

(1)Technische Plattform
Hier wird die Interoperabilität zwischen heterogenen Systemen ermöglicht.

(2) Service-Plattform
Hier werden möglichst viele Leistungen und Dienste eines Produkts gebündelt. Der Nutzer verfügt über einen zentralen Zugang zu den von ihm benötigten Angeboten und wirkt unterstützend bei der Auswahl des von ihm gewünschten Produkts oder Dienstleistung.

(3) Kommunikationsplattform
Auf einer softwaretechnischen Ebene findet hier der interdisziplinäre und branchenübergreifende Austausch von Daten statt. Dadurch wird die Kommunikation und Kollaboration zwischen mehreren Akteuren möglich.

Ziel ist der Aufbau eines eigenen Ökosystems rund um Technnolgien im Alltagseinsatz und im häuslichen Umfeld. Wirtschaft (vor allem Start-ups, KMU), Wissenschaft (Hochschulen, Forschungseinrichtungen) und Nutzer sollen hier branchen- und disziplinenübergreifend zusammengebracht werden, um eine gemeinsame Lösung zu entwickeln und viele der bereits existierenden Lösungen einzubinden.

Verfahren
Die Förderrichtlinie ist in drei aufeinander aufbauende Phasen gegliedert:

(1) Phase 1: Ideenwettbewerb
Gesucht werden innovative Ideen zur Konzeption der Plattform. Einzureichen sind Kurzkonzepte zur Ausgestaltung der Plattform. Adressaten des Ideenwettbewerbs sind insbes. Start-ups, KMU aber auch Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Für Phase 1 ist keine Förderung vorgesehen.

(2) Phase 2: Konzeptentwicklung
Von den im Rahmen des Ideenwettbewerbs eingereichten Kurzkonzepten werden bis zum 10 Projekte ausgwählt, ihre Ideen zu konkretisieren, geeignete Projektpartner in das Konzept zu integrieren und erste Machbarkeitsuntersuchungen durchzuführen. In Phase 2 können Einzelprojekte von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie von Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen beantragt werden.

(3) Phase 3: Förderung der Umsetzung
Von den im Rahmen der Konzeptentwicklung eingereichten Anträge werden bis zu fünf ausgwählt, ihre ausgearbeiteten Plattformkonzepte in einer dreijährigen Umsetzungsphase gemeinsam mit weiteren Projektpartnern konkret in die Praxis zu überführen und die dafür notwendigen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zu lösen. Während der Projektlaufzeit muss ein Geschäftsmodell bzw. ein Konzept zur Weiterführung entwickelt und exemplarisch umgesetzt werden. Antragsberechtigt in Phase 3 sind Verbunde von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder Hochschulen und außeruniversitäre Forschung- oder Wissenschaftseinrichtungen im Verbund mit Unternehmen. Der Konsortialführer muss dabei bereits in Phase 2 gefördert worden sein.

Höhe der Zuwendungen und Laufzeiten
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft erhalten i. d. R. eine Förderung ihrer zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben in Höhe von 50 Prozent. Hochschulen sowie Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen erhalten i.d. R. eine Förderung von 100 Prozent.

Fördermodalitäten für Phase 2: Konzeptentwicklung
Zuwendungsvolumen: bis zu 100.000 Euro pro Monat
Laufzeit: 9 Monate

Fördermodalitäten für Phase 3: Förderung der Umsetzung
Zuwendungsvolumen: bis zu 15 Millionen Euro für alle Projekte
Laufzeit: drei Jahre

Einreichungsfrist
Für den Ideenwettbewerb in Phase 1 sind Kurzkonzepte bis zum 20. November 2017 beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH in Berlin einzureichen.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie auf den Webseiten des BMBF.

Am 25.09.2017, von 12:30 bis 15:00 Uhr findet eine Informationsveranstaltung zu dieser Förderbekanntmachung im Life Science Center Düsseldorf statt. Veranstalter ist der Cluster InnovativeMedizin.NRW. Wenn Interesse an einer Einzelberatung besteht, teilen Sie dies dem Veranstalter bitte per E-Mail (kontakt@cimed-nrw.de) vorab mit. Details zum Programmablauf und zur Anmeldung finden Sie hier.


gedruckt am: 18.07.2018  14:25