Sie befinden sich hier:

BMBF-Bekanntmachung "Computational Life Science"

Ziel
Die Ausschreibung ist Bestandteil der Medizininformatik-Initiative des BMBF, die darauf abzielt, Daten aus der biomedizinischen oder klinischen Forschung und der Patientenversorgung zusammenzuführen.
Das BMBF beabsichtigt mit der Förderrichtlinie die Entwicklung innovativer rechnergestützter Methoden und Analysewerkzeuge für Biologie und Gesundheitsforschung weiter voranzutreiben. Es greift damit den steigenden Bedarf nach neuen bioinformatischen Werkzeugen für die effiziente Verarbeitung und Analyse von gemessenen Daten sowie neuen Methoden zur mathematischen Modellierung und Simulation komplexer biologischer Systeme auf.

Fördergegenstand
Gefördert werden Projekte zur Entwicklung innovativer Software-Werkzeuge für die Bioinformatik und die Modellierung und Simulation komplexer biologischer Systeme, die aktuelle Bedarfe aufgrund von Fortschritten im Bereiche experimenteller Methoden und moderner (Hochdurchsatz-)Technologien adressieren, z. B. Entwicklung von

  • Werkzeugen zur Harmonisierung unterschiedlicher Datenformate von Ausgabegeräten und Sensoren oder die Entwicklung von robusten und reproduzierbaren Softwarepipelines zur Datenintegration, -analyse und -interpretation
  • Open-Source-Softwarelösungen mit frei verfügbaren Eckdatensätzen zum reproduzierbaren Testen und Vergleichen verschiedener Methoden
  • Methoden zur Validierung und Qualitätskontrolle von Daten und Modellen.

Die Themen können einzeln oder in Kombination in den Vorhaben bearbeitet werden.

Neben vollständigen Neuentwicklungen sind auch Weiterentwicklungen bestehender Tools oder deren Anpassung auf die Nutzung im Umfeld von Cloud- oder Großrechnersystemen denkbar.

Gefördert werden sowohl Einzel- als auch Verbundprojekte.

Zuwendungsvoraussetzungen
Bereits zum Projektstart sollte eine solide Datengrundlage für die Entwicklungsarbeiten im Rahmen der geplanten Vorhaben vorliegen. Übliche Standards der mit der Software adressierten Anwender-Communities und Forschungsbereiche müssen berücksichtigt werden um einen Nutzen für die Lebenswissenschaften sicherzustellen.

Die Kooperationspartner in Verbundprojekten sollen eine Wertschöpfungskette abbilden. Dementsprechend sind alle zur Bearbeitung erforderlichen Partner aus Wissenschaft und Praxis einzubeziehen, dazu gehören auch gewerbliche Unternehmen, wie z. B. Gerätehersteller. Auch ist der Austausch mit Anwender-Communities vorzusehen.

Die geplante Verwertung, der Transfer der Ergebnisse in die Praxis sowie Strategien zur nachhaltigen Umsetzung müssen bereits im Projektantrag beschrieben werden.

Die erzielten Ergebnisse sollen als Open Access-Veröffentlichung publiziert werden.

Antragsteller
Antragsberechtigt sind staatliche und nicht-staatliche Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit F&E-Kapazität in Deutschland.

Förderung
Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen erhalten für die zuwendungsfähigen, projektbezogenen Kosten eine 100 Prozent-Förderung. Die zuwendungsfähigen, projektbezogenen Kosten von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft werden - je nach Anwendungsnähe des Vorhabens - bis zu 50 Prozent anteilsfinanziert.

Laufzeit
Die Laufzeit der geplanten Vorhaben beträgt i. d. R. drei Jahre. In Einzelfällen kann die Laufzeit bis zu vier Jahren betragen, sofern triftige Gründe dafür vorliegen, wie z. B. im Rahmen der Beschäftigung von Promovierenden. Die Begründungen sind in der Projektskizze darzustellen.

Einreichungsfrist
Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.
In der ersten Verfahrensstufe ist bis zum 12. April 2018 dem Projektträger Jülich (PtJ) eine Projektskizze vorzulegen. Aufgrund des internationalen

Die Bekanntmachung finden Sie auf der Website des BMBF.


gedruckt am: 26.09.2018  14:28