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Richtlinie zur Förderung von Forschungsinitiativen auf dem Gebiet der "Mikroelektronik für Industrie 4.0" vom BMBF veröffentlicht

Ziel
Gefördert werden Forschungsverbundprojekte zur Entwicklung neuer Elektroniksysteme, die signifikant zur Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 beitragen. Damit sollen u. a. Voraussetzungen geschaffen werden, Künstliche Intelligenz (KI) in die Anwendung zu bringen und den Einsatz autonomer Systeme in der indusriellen Produktion zu steigern. 

Die Förderrichtlinie ist Bestandteil der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung.

Fördergegenstand
Gegenstand der Förderung sind Verbundforschungsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft. Die geförderten Projekte sollen durch Innovationen im Bereich der Elektroniksysteme mehrere der folgenden Zielstellungen zu verfolgen:

  • Steigerung der Effizienz, Flexibilität und Individualität in der Produktion und Logistik,
  • Steigerung der Autonomie von Produktionsanlagen,
  • prädiktive Wartung von Produktionsanlagen und verbesserte Überwachung von Industrieprozessen,
  • Steigerung der Energieeffizienz von Sensorsystemen bis hin zur Energieautarkie (Vereinfachung der Infrastruktur durch Wegfall von Verkabelung),
  • Vernetzen von Produktionsanlagen und -prozessen, auch über Unternehmensgrenzen hinaus,
  • durchgängige Digitalisierung der Produktion,
  • Verkürzung der Produktentwicklungszyklen,
  •  Etablierung eines Produktlebenszyklus-Managements,
  •  Ermöglichen einer sicheren und effizienten Kooperation zwischen Mensch und Maschine.
Die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben müssen insbesondere in folgenden Bereichen den Stand der Technik übertreffen:
  • leistungsfähige und aufeinander abgestimmte Hardware- und Softwarekomponenten zur energieeffizienten Datenerfassung und -verarbeitung,
  •  neue Hardware-Konzepte, Schaltungen und Systeme, die auf Methoden der KI bzw. des Maschinelles Lernens hin optimiert sind,
  • dezentrale Datenverarbeitung sowie Maßnahmen zur Datenreduktion und Datenvorverarbeitung für Echtzeit-Prozesssteuerung,
  • Sensordatenfusion,
  • Messverfahren und Sensorkonzepte,
  • Beschleunigung des Systementwurfs durch Einsatz und Entwicklung neuer EDA-Werkzeuge (Electronic Design Automation).
Bei allen Anwendungen kommt den folgenden Querschnittsthemen eine besondere Bedeutung zu:
Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit, elektromagnetische Verträglichkeit, Robustheit, Resilienz, Vernetzungsfähigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit für den Einsatz im industriellen Umfeld.
Darüber hinaus sollten standardisierte und weit verbreitete industrielle Kommunikationsprotokolle sowie das Referenzarchitekturmodell RAMI 4.0 berücksichtigt werden.

Vorhaben, die sich vorwiegend dem Software-Engineering widmen, werden nicht gefördert.

Antragsteller
Gefördert werden Verbundprojekte aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Fachhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technische Hochschulen sind explizit dazu aufgerufen, sich an den Verbundvorhaben zu beteiligen!

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung
Die zuwendungsfähigen, projektbezogenen Ausgaben im nicht-wirtschaftlichen Bereich von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden bis zu 100 Prozent gefördert. Die zuwendungsfähigen Projektausgaben von Unternehmen werden bis zu 50% anteilfinanziert.

Informationsveranstaltung
Im Rahmen der Tagung „Mikroelektronik für Industrie 4.0“ (21.-22. März 2019) findet in Berlin eine Informationsveranstaltung statt. Bei dieser werden die inhaltliche Ausrichtung der Förderbekanntmachung sowie das Verfahren der Antragstellung erläutert. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier.

Einreichungsfrist und Antragsverfahren
Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Auf der ersten Verfahrensstufe müssen Projektskizzen bis zum 31. Mai 2019 beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, "Elektronik und autonomes Fahren", Berlin, eingereicht werden.

Die Bekanntmachung finden Sie auf der Website des BMBF.