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Forschung

Förderinitiative "Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt" vom BMBF veröffentlicht

Bei der Ausschreibung "Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt" handelt es sich um eine ressortübergreifende Förderbekanntmachung des BMBF und des BMWi. Die Ausschreibung "Solares Bauen / Energieeffiziene Stadt" ist beim BMBF in der Leitinitiative "Zukunftsstadt" verortet, die im Rahmenprogramm "Forschung für nachhaltige Entwicklung (FONA)" durchgeführt wird. Das BMWi fördert die Ausschreibung auf der Grundlage der Förderbekanntmachungen "Energieeffiziente Stadt", "Energieeffiziente Wärmeversorgung" und "Energieoptimiertes Bauen". Die Ausschreibung adressiert den gesamten Bereich des energieoptimierten Bauens. Sie umfasst alle Aspekte der Erhöhung der Energieeffizienz, der Integration der Erneuerbaren Energien und der Energieoptimierung.

Ziel
Die Ausschreibung "Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt" beabsichtigt durch die Entwicklung von zukunftsfähigen Energiesystemen von Städten und Agglomerationen einen Beitrag zur Erreichung der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung für den Gebäudesektor zu leisten.

Fördergegenstand
Gefördert werden F&E-Projekte einschließlich Demonstrationen in zwei themaischen Modulen.

Modul I: Solares Bauen
Hier geht es um die Entwicklung vo Konzepten zu Sanierung und Neubau von mehrgeschossigen Wohnbauten unter besonderer Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit bei der Umsetzung von Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Das Thema "Solares Bauen" verdeutlicht plakativ die Einbindung erneuerbarer Energien in das Wärmekonzept und steht stellvertretend für die gesamte Nutzung erneuerbarer Energien. Ein besonderer Akzent liegt auf der Nutzung von Tageslicht u. a. Möglichkeiten der Nutzung von Sonnenenergie, um Energie in Gebäuden zu sparen. Dazu sollen z. B. aktive Fassadenkonzepte mit hohem Vorfertigungsgrad oder neuartige Dämmkonzepte entwickelt werden. Zu berücksichtigen ist ebenfalls der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Dazu gehören neue Planungsinstrumente (BIM) sowie Tools zur Informationsverbreitung und Vernetzung aller Akteure am Bau für den gesamten Lebenszyklus von Wohnbauten.

Förderfähige Projekte müssen sich auf mindestens zwei der folgenden Themenfelder beziehen:

  • Gebäudehüllen
  • Gebäudesystemtechnik
  • Planungswerkzeuge und Monitoring
  • Datengrundlagen

Modul II: Energieeffiziente Stadt
Hier werden umfassende und systemisch angelegte Leuchtturmprojekte auf Quartiersebene gefördert (Quartiere als Reallabore). Der Quartiersbezug ermöglicht es in den Projekten die verschiedenen quartiersbezogenen Aspekte im Quartier (in den städtischen Funktionen wie z. B. Wohnen, Dienstleistungen, Gewerbe, Infrastruktur und Verkehr) unter einem systemischen Blickwinkel von der Grundlagenforschung über die Technologieentwicklung bis zur Demonstration unter Einbeziehung sozialökologischer Aspekte zu adressieren.

Förderfähige Projekte müssen sämtliche folgende drei Themenfelder eng verzahnt bearbeiten:

  • Energieinfrastrukturen
  • Datengrundlagen und Planungstools
  • Sozialwissenschaftliche Fragestellungen, z. B. Akzeptanz nachhaltiger Technologien, soziale und ökonomische Folgen der energetischen Gebäudesanierung (z. B. bezahlbares Wohnen, demografischer Wandel, schrumpfende Quartiere) oder Wissensvermittlung (z. B. Kommunikations- und Vermittlungsmethoden oder Weiterbildungsangebote)

Nach Abschluss des Vorhabens schließt sich eine Monitoringphase an, die gesondert gefördert wird. Diese ist im Projektantrag darzustellen.

Darüber hinaus ist es möglich, Themen an den Schnittstellen zu anderen Gebieten zu adressieren, wie z. B. Mobilität, Siedlungswasserwirtschaft oder rechtliche und sozio-ökonomische Aspekte von Betreibermodellen.

Neben den aufgeführten Themen können auch technische Fragestellungen aus Modul I "Solares Bauen" bearbeitet werden.


Gefördert werden thematisch orientierte Verbünde mit inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit in technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen und weiteren Disziplinen.

Wichtig ist die Verknüpfung von hochschulseitiger und außeruniversitärer Foschung mit industrieeller Forschung  unter Einbindung der Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie von Praxispartnern.


Antragsteller
Einrichtungen der Kommunen und der Länder, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und gesellschaftliche Organisationen, wie z. B. Stiftungen, Vereine und Verbände. Die Beteiligung von KMU ist ausdrücklich erwünscht.

Förderhöhe
Bei Unternehmen wird eine Eigenbeteiligung von mindestens 50% der zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen erhalten bis zu 100% ihrer projektbezogenen zuwendungsfähigen Ausgaben erstattet.

Einreichungsfrist
Projektskizzen in dem zweistufigen Antragsverfahren sind bei dem Projektträger Jülich bis zum 27.07.2016 einzureichen.

Die vollständige Bekanntmachung finden Sie auf der Website des BMBF.