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Bekanntmachung des BMBF "Personennahe Dienstleistungen"

Das BMBF fördert Maßnahmen für "Personennahe Dienstleistungen" im Rahmen des Forschungsprogramms "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen".

Ziel

Mit dem Förderangebot greift das BMBF den steigenden Bedarf nach personennahen Dienstleistungen auf, der durch veränderte Lebensmuster, Konsumstile, Arbeitsprozesse sowie Alterung und Individualisierung der Gesellschaft verursacht wird. Von bedarfs- und nutzergerecht erbrachten Dienstleistungen werden zudem wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, zukunfstfähige Arbeitsplätze, hohe Lebensqualität und soziale Gerechtigkeit erwartet.

Fördergegenstand

A. Verbundprojekte, die konkrete Anwendungszenarien exemplarisch umsetzen

Im Mittelpunkt steht die prozessichere Verknüpfung personennaher Dienstleistungen mit Informations- und Kommunikationstechnologie sowie mit Assistenzsystemen.

Gefördert wird die Entwicklung und Erprobung der IT-gestützten Verknüpfung von Einzeldienstleistungen zu Dienstleistungssystemen oder die technologieunterstützte Integration der Dienstleistungsnehmer in den Erstellungs- und Ausführungsprozess. Im Rahmen von Verbundprojekten sollen systematisch personennahe Dienstleistungssysteme entwickelt werden, in denen sich Anbieter, Unternehmen und Organisationen aktiv mit den Nutzern oder Kunden als Koproduzenten bei der Leistunserstellung abstimmen. Die Förderung ist branchenunabhängig angelegt; ausgeschlossen von einer Förderung sind allerdings die Bereiche Gesundheit und Pflege (z. B. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen). Fokussiert wird auf das Wechselspiel sozialer und technologischer Innovationen, wie sie z. B. durch Smart-Service-Welt, Smart Home, Servicerobotik, Internet der Dinge und Dienste oder Plattform-Geschäftsmodelle, entstehen können.

Folgende Aspekte sind in den Verbundvorhaben mindestens zu berücksichtigen:

- Entwicklung von Geschäftsmodellen einschließlich von Finanzierungsmodellen

- Gestaltung geeigneter Formen der Arbeits- und Prozessorganisation auf der Grundlage der Geschäftsmodelle

- Entwicklung und Erprobung einer domänen- bzw. branchenübergreifenden Zusammenarbeit in innovativen Netzwerken

- Beteiligung mind. eines KMU, das möglichst die Koordinierung der praktischen Umsetzung übernehmen soll

- Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien


B. Wissenschaftliche Projekte

Das BMBF weist explizit darauf hin, dass wissenschaftliche Projekte gefördert werden sollen, um das gesamte Feld der personennahen Dienstleistungen wissenschaftlich zu unterstützen und seine Anschlussfähigkeit im wissenschaftlichen, praktischen und gesellschaftlichen Diskurs zu ermöglichen. Dafür sind mindestens folgende drei inhaltlichen Punkte zu berücksichtigen:

(1) Monitoring, Analyse und Auswirkung
Kontinuierliches Screening der Ergebnisse in den einzelnen Verbünden des Förderschwerpunktes sowie publizistische Aufbereitung der Ergebnisse einschließlich projektübergreifender Schlussfolgerungen

(2) Forschung
Synthese der Ergebnisse aus den laufenden Vorhaben; Formulierung forschugnsstrategischer Impulse zur Weiterentwicklung des Förderprogramms und zur Identifizierung zukünftiger Themen der Forschung für Dienstleistungen.

(3) Transfer und Vernetzung
Sicherstellung des Transfers zwischen den Akteuren des Förderschwerpunkts und Unterstützung bei der gruppenübergreifenden Zusammenarbeit; Verbreitung der Erkenntnisse, Teilnahme an einschlägigen Fachmessen sowie Durchführung einer Abschlussveranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse des Förderschwerpunkts.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Stiftungen, Kammern, Verbände sowie staatliche und nichstaatliche Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Förderhöhe und Laufzeit

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft werden mit bis zu 50 Prozent an den zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten anteilsfinanziert. Eine angemessene Eigenbeteiligung von mindestens 50 Prozent an den entstehenden zuwendungsfähigen Kosten wird vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können. Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschalein Höhe von 20 Prozent gewährt.

Die Laufzeit der gefördeten Projekte beträgt i. d. R. drei Jahre.

Einreichungsfrist

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufen ist dem Projektträger Karlsruhe (PTKA) bis spätestens zum 1. März 2017 eine Projektskizze vorzulegen.

Den vollständigen Bekanntmachungstext finden Sie hier.