Sie befinden sich hier:

FH Dortmund erfolgreich bei "FH Kompetenz" - Institut zur Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelten (IDiAL) wird durch das Land NRW gefördert

Die Fachhochschule Dortmund gehört zu den sieben Hochschulen, die den Zuschlag für eine Förderung im Rahmen des Förderwettbewerbs „FH Kompetenz“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten haben. Die erfolgreichen Fachhochschulen werden ab Mai 2016 über fünf Jahre mit bis zu einer Million Euro gefördert. Dafür stellt das Land insgesamt fast sieben Millionen Euro zur Verfügung.

„Wir freuen uns sehr, dass die Fachhochschule Dortmund in diesem wichtigen Förderwettbewerb unter den Gewinner-Hochschulen ist. Mit dieser Auszeichnung werden die Aktivitäten unserer Forscherinnen und Forscher in einem zukunftsorientierten Bereich honoriert.“, sagte Rektor Prof. Dr. Wilhelm Schwick anlässlich der Förderzusage. Prof. Dr. Andrea Kienle, Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer der Fachhochschule, sieht ebenfalls gute Möglichkeiten: „Die Förderung durch FH Kompetenz bietet unserer Hochschule eine hervorragende Chance, unsere Forschungsstrukturen weiter ausbauen zu können und unser Forschungsprofil zu schärfen“.

Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelten
Das Förderprogramm zielt vor allem auf die Neueinrichtung von Forschungs-In-Instituten an Fachhochschulen. An der Fachhochschule Dortmund wird nun die Gründung eines „Instituts für die Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelten“ (IDiAL) gefördert. Ziel ist es, die Forschungen zur Digitalisierung unter einem Dach zu bündeln: Zehn Professorinnen und Professoren aus vier Forschungsschwerpunkten der Fachhochschule werden bei „IDiAL“ künftig gemeinsam anwendungsorientiert forschen. Konkret geplant ist die Schaffung von gemeinsamen Arbeits- und Forschungsräumen sowie Forschungsformaten zunächst im Bereich der Automobilsoftware, der Cyber Physical Systems und der sozialen Plattformen.

Beispiele dafür, um welche Themen es in dem geplanten Institut gehen könnte, gibt es bereits jetzt reichlich: „Digitalisierung ist mehr als ein technischer Prozess, sondern hat viele soziale Implikationen. In unseren Forschungen geht es darum, sich am tatsächlichen Bedarf der Menschen zu orientieren und ihre Lebenswelten mit digitalen Lösungen entscheidend zu verbessern“, sagt Informatik-Professorin Dr. Sabine Sachweh, die sich unter anderem mit dem Projekt QuartiersNETZ an dem Institut „IDiAL“ beteiligt: Eine Hausautomatisierung auf der Basis digitaler Vernetzung der häuslichen Umgebung mit externen Dienstleistern soll sicherstellen, dass ältere Menschen länger und besser in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

Intelligente Vernetzung
Weitere Projekte werden aus dem großen Bereich „Digitalisierung der Energiewende“ kommen. Ein Beispiel: Technisch ausgereifte Geräte wie Wärmepumpen oder Photovoltaik-Anlagen sind zunehmend intelligenter. Wenn sie durch digitale Vernetzung ihre Daten austauschen und abgleichen könnten, könnte ihre Energieeffizienz noch deutlich gesteigert werden. „Wenn man Geräte intelligent vernetzt, braucht man voraussichtlich viel weniger Speicher, weil Bedarf und Produktion aufeinander abgestimmt werden können“, so Prof. Dr. Carsten Wolff, Sprecher von IDiAL.


Hintergrund: FH Kompetenz
Ziel des erstmals ausgeschriebenen Förderprogramms 2016 ist es, langfristig angelegte Forschungsstrukturen an Fachhochschulen zu schaffen. Gefördert werden Zusammenschlüsse von Forscherinnen und Forschern, die disziplin- und fachbereichsübergreifend nach Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen suchen. Zu diesen gehören die Themen „Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe“, „Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln aus nachhaltiger Produktion“, „Sichere, saubere und effiziente Energieversorgung“, „Intelligente, umweltfreundliche und integrierte Mobilität“, „Gesundheit und Wohlergehen im demografischen Wandel“ sowie „Sicherheit, Teilhabe und sozialer Zusammenhalt im gesellschaftlichen Wandel“.


Pressemitteilung des MIWF NRW zu den Gewinnerprojekten in FH Kompetenz


Informationen zum Forschungsförderung an Fachhochschulen des MIWF NRW