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zuletzt geändert am:

  • 20.08.2018

Intergeschlechtlichkeit als soziale Kategorie. Genese, Etablierung und postkoloniale Reflexionen

[Update 17.12.18: Der Vortrag ist gefilmt worden und nun online verfügbar. Dazu in der rechten Spalte bitte dem "Link zu dem Video" folgen.]

Dienstag, 20.11.2018, 18-20h

Fachhochschule Dortmund
Emil-Figge-Str. 44 | Raum 335
44227 Dortmund

Vortrag und Diskussion: Dr._in Joris A. Gregor (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Joris Gregor wird erklären, was genau Intergeschlechtlichkeit ist. Dann wird Gregor vorstellen, was es mit den Entwicklungen seit der Frühen Neuzeit auf sich hat und wie diese bis heute Einfluss darauf haben, welches Verständnis wir heute von Männern und Frauen als zwei grundverschiedenen Geschlechtern haben.

Im Zuge Gregors Forschung hat sich gezeigt, dass Intergeschlechtlichkeit für unser Verständnis von Zweigeschlechtlichkeit äußerst relevant ist. Diese Relevanz steht im Widerspruch zum gesellschaftlichen und insbesondere medizinischen Umgang mit intergeschlechtlichen Menschen. Es lässt sich zeigen, dass Intergeschlechtlichkeit im Verhältnis zur Zweigeschlechtlichkeit und dem Verhältnis der zwei Geschlechter zueinander als eigenes (‚krankes‘) Phänomen hergestellt wird.

Im Anschluss wird der kolonialisierende Gehalt des Konzepts ‚Intersexualität‘ herausgearbeitet. Die mitteleuropäische ‚Schulmedizin‘ hat bis heute Einfluss in den (ehemaligen) Kolonien auf den Umgang mit Intergeschlechtlichkeit. Trotz der Kolonialisierungsbemühungen jener Länder, die heute behelfsmäßig unter dem Label des globalen Nordens gefasst werden, gibt es jedoch weiterhin Konzepte ‚Dritter Geschlechter‘; diese wird Gregor kurz vorstellen.

Abschließend wird der Umgang mit der Einrichtung eines dritten positiven Geschlechtseintrags in der Bundesrepublik Deutschland in Beziehung zum bisherigen Vortrag gesetzt.

Wir freuen uns auf Ihr und Euer zahlreiches Erscheinen.

Weitere Informationen

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Interesse für das Thema mitbringen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Veranstaltung kann kostenlos besucht werden.

Es wird die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen - seien es Verständnisfragen, oder ganz praktische, die Ihr Studium, Ihren Beruf oder Ihren Alltag beeinflussen.

Der Raum 335 ist über einen Aufzug oder das Treppenhaus erreichbar. Der Raum ist barrierefrei. Ein barrierefreies WC auf gleicher Etage ist vorhanden.

Der Vortrag wird gefilmt und auf dem Wissensportal LSBTI² innerhalb der nächsten Monate veröffentlicht.

Einlassvorbehalt

Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, klassistische, sexistische, lgbtqi*-feindliche oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zuritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.