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Pre-Conference: Freitag, 17. Februar 2017

Freitag, 17.02.2017 Uhrzeit Veranstaltung
9:30 bis 11:00 Uhr

Öffentliches Treffen "Netzwerk* Sexuelle und Geschlechtliche Diversität in Gesundheitsforschung und -versorgung" (in Gründung)

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Programm Fachtagung Freitag, 17.2., 11.30 Uhr bis Samstag, 18.2., 15.15 Uhr

Freitag, 17.02.2017 Uhrzeit Veranstaltung
11.30 Uhr Ankommen und Registrierung
12:00 Uhr

Eröffnung der Tagung und Grußworte:

       Gabriele Dennert, Tagungsleitung

Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Manfred Sauer, Bürgermeister der Stadt Dortmund

Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund

12:30 bis 12:45 Uhr Gabriele Dennert: Willkommen
12:45 bis 13.45 Uhr

Ulrike Böhmer/ Boston University:

Krebserkrankungen: eine ignorierte Epidemie für lesbische, bisexuelle, queere Frauen*?

13:45 bis 14:00 Uhr Gabriele Dennert: Vorstellung des Tagungsablaufs
14:30 bis 15:15 Uhr

Gabriele Dennert:

Gesundheitsförderung für lesbische, bisexuelle und queere Frauen* - Was sind die Bedarfe und Prioritäten?

15:15 bis 15:45 Uhr  Frage- und Diskussionsrunde mit dem Expert_innenkreis der Queergesund*-Studie
16:15 bis 17:45 Uhr

Forum 1:

Kinderwunsch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften (Helga Seyler)

Forum 2:

Mehrfachbelastungen bei lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen*: Psychische Gesundheit im Kontext Migration

(Jouanna Hassoun)

"Ausgefallen - Ersatzveranstaltung: selbstorganisierter Austausch"

Forum 3:

Erfahrungen mit trans* positiven Beratungsansätzen im Rahmen einer community-basierten Beratung für Trans* und ihre Angehörigen, insbesondere auch Kindern und ihren Familien
(Mari Günther)

Forum 4:

World Café zur Queergesund*-Studie

(Gabriele Dennert / Tobias Scheiter)

Ab 19:00 Uhr Gemeinsamer Ausklang in einer Dortmunder Location (Kosten nicht im Tagungspreis enthalten)
Samstag, 18.02.2017
8.30 Uhr Ankommen und Registrierung
9:00 bis 9:10 Uhr Begrüßung
9:10 bis 9:55 Uhr

Gesa C. Teichert/ HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen:

Geschlecht, Identität und Begehren - Produktiver und reproduktiver Umgang in den Gesundheitsdiskussionen

10:00 bis 10:45

Bärbel S. Traunsteiner/ WU Wien:

Lesbisches Alter(n) und L(i)eben im Alter

11:15 bis 12:45

Forum 5:

Gesundheit von LSBT* - aus empirischer, soziologischer und praxisbezogener Sicht

(Marta Grabski / Tobias Scheiter)

Forum 6:

Gesundheitliche Folgen von Diskriminierung und Gewalt durch hetero- und cisnormatives Denken und Handeln

(Ulrike Janz / Şefik_a Mai)

Forum 7:

Frauen*geschichte erinnern und gesundheitsförderndes Empowerment & Powersharing

(Muriel González Athenas / Christiane Leidinger)

Forum 8:

World Café zur Queergesund* - Studie

(Gabriele Dennert / Andrea Wolnik)

13:30 bis 14:45 Uhr

Gemeinsame Diskussion (Fishbowl):

"Wie Weiter? - Strategien zur Gesundheitsförderung für LSBTI*"

(Moderation: Sina Vogt)

14:45 bis 15:15 Uhr  Fazit und Verabschiedung
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Videografie

Wir streben an, die Hauptvorträge und Plenumsdiskussionen als Video aufzuzeichnen. Die Aufnahmen werden nach der Tagung im Internet veröffentlicht.

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Beschreibung der Personen, Vorträge und Foren

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Vortrag [Freitag]

Ulrike Böhmer: Krebserkrankungen: eine ignorierte Epidemie für lesbische, bisexuelle, queere Frauen*?

Angaben zu diesem Vortrag folgen.

Zur Person: Dr. Ulrike Böhmer ist Professorin für Sozial- und Verhaltenswissenschaften an der Boston University School of Public Health in Boston, USA. Nach ihrem Staatsexamen in Politikwissenschaft und Geschichte an der Technischen Hochschule in Darmstadt erwarb Dr. Böhmer ihren Master in Soziologie am Boston College in den USA und wurde dort auch promoviert. Dr. Böhmers Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Gesundheitsdisparitäten, Frauengesundheit, Gesundheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender, Krebsprävention und Lebensqualität bei Krebs. Sie ist ein berufenes Mitglied des Nationalen Beratenden Ausschusses für Brustkrebs bei jungen Frauen. Dr. Böhmer ist Mitherausgeberin des ersten Buches, das je über Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender und Krebs [Cancer and the LGBT Community: Unique Perspectives from Risk to Survivorship] (Springer 2015) geschrieben wurde. Sie war Gasteditorin einer Sonderausgabe über Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender und Krebs und ist Mitherausgeberin des Magazins LGBT Health. Ihre Forschungsarbeit konzentriert sich auf das Verstehen und die Beseitigung der Gesundheitsdisparitäten, die für LSBT bestehen.

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Vortrag [Samstag]

Gesa Teichert: Geschlecht, Identität und Begehren - Produktiver und reproduktiver Umgang in den Gesundheitsdiskussionen

Die Kategorie Geschlecht hat vielfach Einzug gefunden in die medizinischen Diskurse, ist aber noch weit davon entfernt zu einer Grundsatzperspektive von Forschen und (Be-)Handeln in den Gesundheitsprofessionen zu werden. Die weitaus umfangreicheren, gesellschaftlichen Kategorien Identität und Begehren, ja sogar die Dimension Gender, sind dagegen noch vielfach unbeachtet. Wem nützt das jeweilige Einbeziehen bzw. Ausblenden dieser Seinsmerkmale und wie könnte feministische Wissenschaftskritik in die Gesundheitsdiskussionen einsteigen?

Zur Person Gesa Teichert: Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule HAWK Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen; Aufgabengebiete: Projektleitung „Familiengerechte Hochschule“, Mitglied im best practice-Club „Familie in der Hochschule“
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Vortrag [Samstag]

Bärbel S. Traunsteiner: Lesbisches Alter(n) und L(i)eben im Alter

Der gesellschaftliche, sozialstaatliche und institutionelle Umgang mit dem Älterwerden sowie mit Menschen im höheren Alter kann als eine grundsätzliche Herausforderung nicht nur im deutschsprachigen Raum bezeichnet werden. Ein bewusster Blick auf Menschen mit nicht-heteronormativen L(i)ebensentwürfen in diesem Alterssegment ist auf struktureller Ebene nach wie vor eher vereinzelt zu konstatieren. In diesem Vortrag wird genau darauf der Fokus gelegt und somit gleichgeschlechtlich l(i)ebende ältere Frauen und ihren L(i)ebenssituationen die gesamte Aufmerksamkeit gewidmet. Aspekte rund um ihre L(i)ebenszusammenhänge , ihre sozialen Beziehungen, ihre gesellschaftliche Eingebundenheit und die Herausforderungen des Alter(n)s, mit denen sie sich konfrontiert sehen, werden erörtert.

Zur Person: Dr.in Bärbel S. Traunsteiner ist zur Zeit als Universitätsassistentin am Institut für Gender und Diversität in Organisationen der Wirtschaftsuniversität Wien tätig. Sie absolvierte das Studium der Politikwissenschaften an der Universität Wien und der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla, Mexiko, sowie das Doktoratsstudium „Palliative Care und Organisationsethik“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte befinden sich im Bereich der Geschlechter- und Intersektionalitätsforschung. Ihre Dissertation widmete sie gleichgeschlechtlich l(i)ebenden Frauen über 60 Jahren und deren Lebenssituationen und vielschichtigen Lebenslagen.
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Forum 1 [Freitag]

Helga Seyler: Kinderwunsch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

Immer mehr Frauen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften wünschen sich eigene Kinder und suchen dafür medizinische Unterstützung. Daher wächst bei ihnen der Bedarf an Maßnahmen der Fortpflanzungsmedizin. Zwar ist die Akzeptanz für die Anliegen dieser Zielgruppe in den letzten Jahren deutlich gewachsen, rechtliche Unklarheiten und Risiken für in diesem Bereich tätige Ärzt*innen beschränken aber den Zugang nach wie vor stark. Es besteht großer Bedarf an sozialrechtlicher Beratung und medizinischer Unterstützung. Ganz besonders braucht es aber klare gesetzliche Regelungen, die sowohl Regenbogenfamilien als auch Samenspender und Ärzt*innen absichern. Der aktuelle Stand der rechtlichen Situation und medizinischen Möglichkeiten werden vermittelt. In der Diskussion können Erfahrungen ausgetauscht und Wege zur Verbesserung diskutiert werden.

Zur Person: Helga Seyler ist als Frauenärztin im Familienplanungezentrum Hamburg tätig, Schwerpunkte sind Beratung und medizinische Versorgung zur Verütung, Beratung bei Kinderwunsch und Fragen rund um Schwangerschaften sowie gynäkologische Versorgung von Flüchtlingen/Migrantinnen ohne Krankenversicherung. Helga Seyler gehört zum Expert*innenkreis des Forschungsprojekts Queergesund, zur Fachgruppe Lesbengesundheit im AKF e.V. (Arbeitsgruppe Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft) und engagiert sich mit Seminaren und Veröffentlichungen für die gesundheitliche Versorgung lesbischer und bisexueller Frauen
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Forum 2 [Freitag]

Jouanna Hassoun: Mehrfachbelastungen bei lesbischen, bisexuellen und queeren Frauen*: Psychische Gesundheit im Kontext Migration

Lesbische, bisexuelle und queere Frauen* mit Migrationshintergrund unterstehen in der Regel einer enormen psychischen Belastung und gesellschaftlichem Druck insbesondere, wenn sie sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht outen möchten oder können. Die Mehrfachbelastung spiegelt sich in labilen Beziehungen wieder, depressive Episoden sind keine Seltenheit, in den äußersten Fällen ist eine Scheinpartnerschaft mit einem Mann notwendig. Sie nehmen viel in Kauf, um die „Familienehre“ zu schützen. Flucht aus dem Elternhaus, ein Doppelleben ist keine Seltenheit und beeinflusst den Alltag. Wir möchten mit dem Workshop Fälle aus der Praxis durchgehen und Sie mit den Ergebnissen aus der Studie „gut integriert oder Doppelt Diskriminiert“ und der aktuellen Studie „queergesund“ vergleichen.

Zur Person: Jouanna Hassoun wurde 1983 in Tyros (Libanon) geboren. Als Sechsjährige kam sie nach Deutschland. Seit dem Jahr 2011 hat sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Sie ist privat und beruflich eng mit Moabit verbunden. Als Jugendliche war sie an der Gründung des Mädchen-Kultur-Treffs Dünja beteiligt, in dem sie später auch mehrere Jahre arbeitete. Seit März 2016 hat Sie eine Vollzeitstelle bei Miles und seit dem Sommer hat Sie 3 Mitarbeiterinnen, davor war sie die einzige hauptamtliche Mitarbeiterin des Zentrums für Migranten, Lesben und Schwule (MILES) des LSVD Berlin-Brandenburg und unterstützt in dieser Funktion insbesondere Menschen in Krisensituationen. In ihrer Freizeit half Jouanna Hassoun seit Juli 2015 täglich den Flüchtlingen vor dem LAGeSO. Sie war die ehrenamtliche Koordinatorin für die medizinische Erstversorgung von „Moabit hilft“. Darüber hinaus hat sie die spendenfinanzierte Sommerakademie (Sprach- und Integrationskurs) für homosexuelle und transidente Flüchtlinge ins Leben gerufen. Vor Kurzem gründete Sie ihren einen Verein mit Freunden, der sich im Moment pirmär mit dem Thema geflüchtete und Bildung beschäftigt, der Verein heisst Transaidency. Frau Jouanna Hassoun ist Sozialmangerin und Diversity-Trainerin. Für ihr hervorragendes Engagement u.a. für geflüchtete hat sie 2015 den Verdienstorden des Landes Berlin bekommen.
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Forum 3 [Freitag]

Mari Günther: Erfahrungen mit trans* positiven Beratungsansätzen im Rahmen einer community-basierten Beratung für Trans* und ihre Angehörigen, insbesondere auch Kindern und ihren Familien

Innerhalb der Inter* und Trans*Beratung QUEER LEBEN haben wir derzeit etwa 250 Beratungsgespräche pro Quartal, etwa ein Drittel davon finden mit Paaren und Familien statt. Die Beratungsanliegen beziehen sich allermeist auf Fragestellungen eines queeren oder transgeschlechtlichen Coming Outs und sich daraus ergebende Handlungsschritte. Gleichermaßen aber werden Beziehungs- und Erziehungsfragen gestellt und die Angehörigen setzen sich mit ihrer Rolle und ihren Sorgen auseinander. Ziel der Beratung ist häufig der Erhalt und die Stabilisierung der familiären und partnerschaftlichen Beziehungen. Das ist für alle Beteiligten – auch die Therapeut_innen - häufig eine große Herausforderung. Sind doch die eigenen geschlechtlichen Prägungen, Unsicherheiten und Träume Teil der Beratung. Ich möchte etwas aus den vielfältigen Erfahrungen berichten, einige wichtige Anregungen für einen trans*positive Beratungsansatz geben, die Beziehungsgestaltung thematisieren und einige häufig vorkommende Beratungsthemen benennen. Daraus soll ein Austausch mit den TNs entstehen, in welchem diese auch ihre Fragen einbringen können. Außerdem möchte ich als Anregung für eine weitere Beschäftigung mit dieser Thematik auf Aspekte der Selbstreflexion hinweisen.

Zur Person Mari Günther: systemische Therapeutin (SG), Familientherapeutin |Dipl. Gemeindepädagogin | Leitung der Inter* und Trans* Beratung QUEER LEBEN | Familien-, Paar-, Poly-, Einzeltherapie in eigener Praxis | sozialpädagogische Begleitung von trans* und gendervarianten Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien im Rahmen des SGB VIII | Geschäftsführender Vorstand im Bundesverband Trans* | Mitarbeit in der AWMF- Leitlinien Arbeitsgruppe „Behandlungsempfehlungen Geschlechtsdysphorie“ als Vertreterin der Behandlungssuchenden
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Forum 4 [Freitag]

Gabriele Dennert/ Tobias Scheiter: World Café zur Queergesund* - Studie

Themenschwerpunkt Gesundheitsversorgung

Im Stile eines World Cafés diskutieren wir in kleinen Gruppen über Strategien, die Gesundheit lesbischer, bisexueller und queerer Frauen* zu fördern. Die Fragen, die zur Diskussion stehen, greifen die Ergebnisse der Queergesund*-Studie auf: Der Themenschwerpunkt am Freitag liegt bei der Situation in der Gesundheitsversorgung und den Möglichkeiten, die Qualität der Gesundheitsversorgung für lesbische, bisexuelle und queere Frauen zu verbessern.
Die Ergebnisse werden dokumentiert und in die Abschlussdiskussion der Fachtagung am Samstag eingebracht.

Zur Person: Gabriele Dennert ist promovierte Ärztin, Master of science of Public Health, Professorin für Sozialmedizin und Public Health mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der FH Dortmund. Projektleitung der Queergesund*-Studie. Vielfältig in den Bereichen von LSBTTI*-Gesundheit aktiv eingebunden.

Zur Person: Tobias Scheiter ist Masterstudent am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Er ist am Thema der Gesundheitsförderung von LSBTI* interessiert und hat sich in seiner Bachelorarbeit näher mit Gesundheitsthemen junger schwuler Männer befasst.
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Forum 5 [Samstag]

Marta Grabski/ Tobias Scheiter: Gesundheit von LSBT* - aus empirischer, soziologischer und praxisbezogener Sicht

In unserem Workshop geht es um das Thema Gesundheit von LSBT* in der Biografie mit dem Schwerpunkt Jugend- und frühes Erwachsenenalter. Um einen Einblick in empirische Befunde zu geben, werden zu Beginn zentrale Ergebnisse einer Gruppendiskussion mit schwulen Männern vorgestellt. Hierbei wurde der Frage nachgegangen, welche Themen junge schwule Männer in Bezug auf Gesundheit beschäftigen. Gefolgt von einem soziologischen Input, mit dem einzelne Facetten empirischer Befunde aus soziologischer Sicht betrachtet werden sollen, wird im praxisbezogenen abschließenden Teil die psychosoziale Beratung der "Rosa Strippe" vorgestellt und berichtet, welche Anliegen in Bezug auf Gesundheit für junge Lesben, Schwule, Bi und Trans* Menschen, die die Rosa Strippe aufsuchen, von Bedeutung sind.

Zur Person Marta Grabski: Sozialarbeiterin bei der psychosozialen Beratungsstelle Rosa Strippe e.V. in Bochum; Arbeitsschwerpunkte: Koordination von SchLAu Bochum (Bildung und Aufklärung zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt); offene und gruppenpädagogische Arbeit mit lesbisch, schwulen, bi und trans* Jugendlichen; Beratung; Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit; Queergesund

Zur Person: Tobias Scheiter ist Masterstudent am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Er ist am Thema der Gesundheitsförderung von LSBTI* interessiert und hat sich in seiner Bachelorarbeit näher mit Gesundheitsthemen junger schwuler Männer befasst.

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Forum 6 [Samstag]

Ulrike Janz/ Şefik_a Mai: Gesundheitliche Folgen von Diskriminierung und Gewalt durch hetero- und cisnormatives Denken und Handeln

„Gewalt ist ein Gesundheitsproblem von epidemischen Ausmaß“ sagt die WHO. Jede Form von Gewalt hat Auswirkungen auf die Gesundheit, dies gilt gleichermaßen für körperliche, psychische/emotionale oder sexualisierte Gewalt; aber auch Diskriminierung und andere Formen struktureller Gewalt wie z.B. Heteronormativität im Gesundheitssystem machen krank. Was wir genauer darüber wissen, wann wir selbst, meist ungewollt, diskriminieren und was dagegen zu tun wäre, darum geht es in diesem Workshop.

Zur Person Ulrike Janz: Jhg. 1956, Diplom-Psychologin und Tanzpädagogin, beruflich tätig im Themenfeld gesundheitliche Auswirkungen von Gewalt (GESINE Netzwerk Gesundheit EN/ Verein Frauen helfen Frauen EN und Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW.

Zur Person Şefik_a Mai: Diplom-Sozialpädagogin*, Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in NRW
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Forum 7 [Samstag]

Muriel González/ Christiane Leidinger: Empowerment in diskriminierenden Lebensverhältnissen durch die Aneignung von LSBT* - Geschichte(n)

Frauen*geschichte erinnern und gesundheitsförderndes Empowerment & Powersharing

Geschichte(n) von Frauen* sichtbar gemacht, erste Forschung dazu betrieben und weitere angestoßen zu haben, ist ein besonderer Verdienst und Erfolg der Frauen- und Lesbenbewegungen. Ein sich In-Beziehung-zu-Geschichte-setzen, war dabei ein wesentliches Moment, sich als Subjekt zu definieren und politisch zu verorten. So wurden Identifikationspunkte, Dekonstruktionen von Machtbeziehungen, soziale Ansatzpunkte, Widerstandsmomente und Handlungsspielräume ermöglicht. Doch nicht selten wurden und werden in der Rekonstruktion von – fraglos herausragenden – Lebenswerken problematische macht- und herrschaftsbezogene Aspekte in Biografien von „A“ wie Ableism über „K“ wie Kolonialismus bis „R“ wie Rassismus verschwiegen, marginalisiert oder gegen emanzipatorischen Leistungen abzuwägen versucht. In dem Workshop wollen wir vor diesem Hintergrund gemeinsam Potentiale der Erinnerung an (Bewegungs-)Geschichte von FrauenLesben* im Sinne eines für alle gesundheitsförderndem Empowerments – also auch des Powersharings – ausloten und diskutieren.

Zur Person: Muriel González Athenas ist promovierte Historikerin und Post-Doc am Lehrstuhl Frühe Neuzeit und Geschlechtergeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitet an den unterschiedlichsten universitären wie außeruniversitären Einrichtungen u.a. mit den Schwerpunkten Arbeit und Geschlecht, feministische Epistemologie, Körperkonstruktionen, Oral History, Karten und Macht. Seit 2008 ist sie Mitorganisatorin und Dozentin des interdisziplinären und internationalen Netzwerk SIMReF (Seminario Interdisciplinar de Metodología de Investigación Feminista: http://www.simref.net/). Sie ist Mitherausgeberin von „Feminismus in historischer Perspektive. Eine Reaktualisierung (transcript, 2014) und der Monographie „Kölner Zunfthandwerkerinnen 1650-1750. Arbeit und Geschlecht“ (university press kassel, 2014).

Zur Person: Christiane Leidinger ist promovierte Politik- und Sozialwissenschaftlerin und seit dem Wintersemester Gastprofessorin für Geschlechtersoziologie und Empowerment an der Hochschule Düsseldorf. Sie arbeitet seit zwanzig Jahren freischaffend u.a. in den Bereichen Politische Bildung, Forschung und Lehre, u.a. zur historischen Biographik von Frauen sowie zur Politischen Soziologie und Historiographie von Alten und Neuen Sozialen Bewegungen sowie zu emanzipatorischem Protest. Sie ist Co-Herausgeberin des Lesbenbewegungsbuches „In Bewegung bleiben“ (2007) im Quer-Verlag und veröffentlichte zuletzt „Zur Theorie politischer Aktionen“ (2015) bei edition assemblage. Sie lebt in Berlin und Düsseldorf.
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Forum 8 [Samstag]

Gabriele Dennert/ Andrea Wolnik: World Café zur Queergesund* - Studie

Themenschwerpunkt Gesellschaft

Im Stile eines World Cafés diskutieren wir in kleinen Gruppen über Strategien, die Gesundheit lesbischer, bisexueller und queerer Frauen* zu fördern. Die Fragen, die zur Diskussion stehen, greifen die Ergebnisse der Queergesund*-Studie auf: Im World Café am Samstag liegt der Schwerpunkt auf der gesellschaftlichen Situation lesbischer, bisexueller und queerer Frauen* und den Zusammenhängen mit gesundheitlichen Themen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in die Abschlussdiskussion der Fachtagung am Samstag eingebracht.

Zur Person: Gabriele Dennert ist promovierte Ärztin, Master of science of Public Health, Professorin für Sozialmedizin und Public Health mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der FH Dortmund. Projektleitung der Queergesund*-Studie. Vielfältig in den Bereichen von LSBTTI*-Gesundheit aktiv eingebunden.

Zur Person Andrea Wolnik: Studium der Sozialen Arbeit und der Gender Studies in Dortmund und Bielefeld | Interessensschwerpunkte: Geschlecht und Diversität; Antidiskriminierung; psychosoziale Gesundheit
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gedruckt am: 23.04.2017  23:36