IDAHOT

Internationaler Tag gegen Lesben-, Schwulen-, Homo-, Bi- und Transfeindlichkeit (IDAHOT)

Der Internationale Tag gegen Lesben-, Schwulen-, Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOT oder auch IDAHOBIT genannt) wird jedes Jahr am 17. Mai begangen.

IDAHOT 2020

19. Mai 2020: "Gesundheit für alle?! (Un)Sichtbare Barrieren in der Gesundheitsversorgung von inter* und trans* Menschen"

Onlinevortrag mit anschließender Diskussion

Referent: Robin K. Saalfeld (Soziologe und Projektkoordinator InTraHealth)

Im Gesundheitssystem begegnen inter- und transgeschlechtlichen Menschen zahlreiche Hürden. Nicht nur sind sie mit einem System konfrontiert, das Geschlecht binär und dichotom denkt. In oft langwierigen Prozessen müssen trans* Personen, die eine körperliche Transition anstreben, um die Bewilligung lebenswichtiger Maßnahmen kämpfen. Inter* Personen sind mitunter bereits im Kleinst- und Kleinkindalter medizinischen Maßnahmen ausgesetzt, die auf die Zuweisung eines entweder weiblichen oder männlichen Geschlechts ausgerichtet sind. Das hat für viele negative psychische und psychosoziale Folgen. Auch die noch immer bestehende gesellschaftlich bedingte Marginalisierung von geschlechtlichen Minderheiten hat Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von inter- und transgeschlechtlichen Menschen, was sich u.a. an der Häufung von depressiven, Angst- und Traumaerkrankungen bei diesen Personengruppen zeigt.

Der Vortrag skizziert zunächst den Zusammenhang von gesellschaftlichen Geschlechtsvorstellungen und dem Gesundheitsniveau von inter* und trans* Personen. Barrieren, die für inter* und trans* Personen im Gesundheitssystem bestehen (können), werden dargelegt. Am Beispiel des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts InTraHealth wird schließlich ein besonderer Fokus auf die Frage gelegt, welche Maßnahmen im deutschen Gesundheitswesen ergriffen werden können, um Menschen geschlechtssensibel und bedarfsgerecht zu versorgen.

IDAHOT 2019

Veranstaltungsreihe April bis Juli 2019:
Radikal - lesbisch - feministisch - queer Lesbisches Leben 50 Jahre nach den Stonewall Riots

Fast fünf Jahrzehnte Lesbenbewegung in der BRD: Ein guter Anlass zum Zusammenkommen, zur kritischen Rückschau auf lesbischen Feminismus und zum Weiterspinnen an Utopien.

Eine Veranstaltungsreihe von April bis Juli 2019 in Dortmund und Bochum. Radikal – lesbisch – feministisch – queer

Anfang der 1970er Jahre gründeten Aktivistinnen die ersten Lesbengruppen der BRD. 1973 fand in (West-)Berlin die erste öffentliche lesbenpolitische Aktion statt: Aktivistinnen protestierten mit Flugblättern gegen die Lesbenfeindlichkeit der BILD-Zeitung. Lesbisch-feministischer Aktivismus hat gesellschaftlich etliches verändert, vieles ist heute noch aktuell – und doch wissen die meisten nur wenig darüber.

50 Jahre Stonewall Riots

Ende Juni 1969 wehrten sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans und inter Personen (LSBTI) in New York (USA) gegen Razzien der Polizei in ihren Bars und Clubs und die Kriminalisierung ihrer Lebensweise. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Christopher Street vor der Szene-Bar Stonwall Inn gingen als die „Stonewall Riots“ in die Geschichte der LSBTI Bewegungen ein. Noch heute beziehen sich weltweit LSBTI Personen auf diese Ereignisse und kämpfen mit dem Christopher Street Day (CSD) für Gleichstellung und gegen Diskriminierung. Wir nehmen den Jahrestag der Stonewall Riots zum Anlass, um in dieser Veranstaltungsreihe die vergangenen und aktuellen Kämpfe von Lesben, für lesbischen und queeren Feminismus und gegen Heterosexismus zu diskutieren. Wir freuen uns auf ein Zusammenkommen über die Generationen hinweg, einen spannenden Austausch und anregende Gespräche. In der Reihe fanden fünf Veranstaltungen statt. Wir zeigten zwei Filme ("Frauen bildet Banden!" und "Gender Troubles: The Butches") und diskutieren in drei inhaltichen Veranstaltungen über Feminismus, Lesbenbewegung und Antifaschismus heute `Lesbische Sichtbarkeit` - Lesben zwischen LSBTTIQ*, Queer, Förderpolitik, Aktivismus und Autonomie Intersektionalität in der Lesbenbewegung

IDAHOT 2018

15. Mai 2018: "LSBTI*-Geflüchtete und Soziale Arbeit: Herausforderungen und Chancen in der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendhilfe"

Prof. Dr. Katja Nowacki & Prof. Dr. Gabriele Dennert laden zum Vortrags- und Diskussionsabend ein, mit: * Das Praxisforschungsprojekt HUMAN Gender and Diversity (FH Dortmund) * gerne anders! (NRW Fachberatungsstelle Sexueller Vielfalt und Jugendarbeit) * Projekt Senlima - Ohne Grenzen (Rosa Strippe e.V. Bochum)

Es werden zum einen Ergebnisse des Praxisforschungsprojekts HUMAN Gender & Diversity vorgestellt, in dem hunge LSBTI*-Geflüchtete & Mitarbeiter*innen aus Jugendhilfe und Jugendarbeit zu Erfahrungen von Diskriminierung und Integration befragt werden. Zum anderen werden von zwei Einrichtungen Handlungsansätze in der Kinder- und Jugendarbeit mit jungen LSBT*-Geflüchteten und Konzepte zur Schulung von Unterkünften dargestellt. Mit Senlima-Besucher*innen wird über die Situation von marginalisierten Gruppen von LSBTI*-Geflüchteten diskutiert.

ITAHOT 2017

16. Mai 2017: Wie ein grünes Schaf inn einer weißen Herde - Lebenssituationen und Bedarfe junger Trans*-Menschen in Deutschland

Referent: Erik Meyer, Trans*beratung Nord e. V. (Hamburg)
Durchgeführt von: Prof. Dr. Gabriele Dennert und Prof. Dr. Katja Nowaki - Fachbereich Angwandte Sozialwissenschaften Fachhochschulde Dortmund

Transidente Menschen erleben in ihrem Alltag vielfältige Diskriminierungen, auch durch Institutionen des Hilfesystems. Dies betrifft besonders junge Trans*-Menschen. Im Rahmen eines Netzwerks von Trans*-Aktivist_innen in Deutschland fanden 2015 im Vorfeld der Gründung der „Bundesvereinigung Trans*“ in mehreren Städten Empowerment-Medien-Workshops statt. Als begleitendes partizipatives Forschungsprojekt wurden mit Personen zwischen 14 und 26 Jahren Fokusgruppen-Interviews über ihre Selbstverständnisse, Lebenssituationen und Unterstützungswünsche durchgeführt.

Erik Meyer wird im Vortrag das Projekt und die Ergebnisse der Begleitforschung vorstellen.