Studieren ohne Abitur

Studium für beruflich Qualifiziert

Sie verfügen weder über die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder eine nach der Gleichwertigkeitsverordnung des Landes NRW als gleichwertig anerkannte Vorbildung und möchten gerne studieren?

Dann kommt neben den Möglichkeiten des Hochschulzugangs für Meister*innen und vergleichbar Qualifizierte oder als fachtreue*r Bewerber*in (weitere Informationen dazu hier: Studieren ohne formale Hochschulzugangsberechtigung) insbesondere der Hochschulzugang für sonstige in der beruflichen Bildung Qualifizierte in Frage.

Voraussetzungen, Zugangsprüfung

Voraussetzungen

Folge Bedingungen sind mit Blick auf Ihre Berufsausbildung und berufliche Tätigkeit Voraussetzungen für den Hochschulzugang für sonstige in der beruflichen Bildung Qualifizierte:

  • eine abgeschlossene, mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung
  • eine sich anschließende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit (auch in einem der Berufsausbildung oder dem angestrebten Studium fachlich nicht entsprechenden Beruf; für Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend)
    • Als berufliche Tätigkeit werden außerdem angerechnet:
      • der freiwillige Wehrdienst nach dem Wehrpflichtgesetz
      • der Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz
      • das freiwillige soziale oder ökologische Jahr
      • die Tätigkeit als Entwicklungshelfer/in im Sinne des Entwicklungshelfergesetzes
      • der Abschluss einer weiteren Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung oder
      • eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung (ca. 20 Stunden/Woche)
  • der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt sind die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Abs. 5 BAföG oder die Pflege einer/eines Familienangehörigen

Weiterhin sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • die erfolgreiche Teilnahme an einer Zugangsprüfung oder das erfolgreich absolvierte Probestudium
  • Erfüllung der studiengangspezifischen Voraussetzungen (z.B. sprachliche Voraussetzungen, künstlerisch-gestalterische Eignung, praktische Tätigkeit)

Eigene Zugangsprüfung des Fachbereiches Angewandte Sozialwissenschaften

Eine Reihe Fachhochschulen in NRW, haben sich zusammenschlossen, um Bewerber*innen insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an einer zentralen Zugangsprüfung teilnehmen zu lassen, um die Studierfähigkeit zu prüfen. Der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der FH Dortmund geht einen anderen Weg. Wir haben eine eigene Zugangsprüfung entwickelt:

  • Sie bewerben sich mit Ihrem Lebenslauf, mit einer ausführlichen Darstellung Ihres Bildungsweges, unter besonderer Berücksichtigung der schulischen und ggf. der beruflichen Ausbildung.
  • Zweitens erstellen Sie ein Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, warum Sie ein Studium der Sozialen Arbeit anstreben. Was hat Sie dazu bewogen und wie ist der Gedanke gereift, Soziale Arbeit zu studieren? Gab es besondere Anlässe oder war dies eine Art Gedankenblitz usw.? Ist Ihre Motivation einem bestimmten Handlungsfeld der Sozialen Arbeit gewidmet oder ist es eher eine generelle Einstellung, im sozialen Bereich tätig zu werden?

Die Zugangsprüfung

Die eigentliche Zugangsprüfung für die Bachelorstudiengänge des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften besteht dann aus einem schriftlichen und mündlichen Teil.

  • Sowohl im schriftlichen als auch im mündlichen Teil der Prüfung werden allgemeine und fachbezogene Inhalte geprüft. Die Prüfung dient der Feststellung, ob die/der Bewerber*in die fachlichen und methodischen Voraussetzungen für das Studium des angestrebten Studiengangs der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Dortmund erfüllt. In allen Prüfungsteilen werden allgemeine Kenntnisse unter anderem in sprachlicher Hinsicht (Deutsch und Englisch), mathematisches Grundverständnis, politik- und gesellschaftswissenschaftliches Grundverständnis sowie das Verständnis für fachbezogene Zusammenhänge in dem Maße in die Prüfung einbezogen, in dem sie für ein Studium der Sozialen Arbeit erforderlich sind.
  • Die schriftliche Prüfung bezieht sich unter anderem auf die Fähigkeit zu schlussfolgerndem Denken, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit. Darüber hinaus sollen Aufgaben zum wissenschaftlichen Textverständnis schriftlich bearbeitet werden. Dieser Teil der Zugangsprüfung findet in Gruppen und unter Aufsicht statt.
  • Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung werden zusammenfassend auf einem Ergebnisbogen dargestellt und bilden, neben Lebenslauf und dem Motivationsschreiben, einen Ausgangspunkt für den mündlichen Teil der Prüfung.
  • In der etwa 30 Minuten dauernden mündlichen Prüfung werden offene Fragen bezogen auf das Verständnis für Methoden, Handlungsfelder und Trägerstrukturen in der Sozialen Arbeit diskutiert. Vorbereiten können Sie sich anhand verschiedener Hand- bzw. Wörterbücher der Sozialen Arbeit, die in der Bibliothek unseres Fachbereichs leicht zugänglich sind.

Studienplatzbewerbung, Antrag, Fristen

Studienplatzbewerbung

Absolventen*innen der Zugangsprüfung können sich mit der erreichten Durchschnittsnote der Zugangsprüfung online im regulären Vergabeverfahren für einen bestimmten Studiengang bewerben. Bewerbungen und Informationen hier: Studienplatzportal

Antrag auf Teilnahme

Den entsprechenden Antrag auf Teilnahme an der Zugangsprüfung finden Sie hier: Antrag auf Teilnahme an der Zugangsprüfung

Bewerbungsfristen für beruflich Qualifizierte

für die Aufnahme eines Studiums zum Sommersemester:

01.07. - 01.10. des Vorjahres

für die Aufnahme eines Studiums zum Wintersemester:

01.01. - 01.04. des Jahres

Porträtfoto der Person

Prof. Dr. Uli Kowol

Position Professor
Tel. +49 (0231) 9112-5178
E-Mail kowol@fh-dortmund.de