Bachelor-Studiengänge am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften

Soziale Arbeit ist eine Dienstleistung, die Menschen dabei unterstützt, ihr Leben zu gestalten und die Anforderungen zu bewältigen, die ihnen im Verlaufe ihres Lebens begegnen. Soziale Arbeit beschäftigt sich dabei in Theorie und Praxis insbesondere mit Problemen der sozialen Benachteiligung von einzelnen Menschen und Gruppen in der Gesellschaft. Sie fragt nach den Bedingungen, die Notlagen hervorrufen und denkt darüber nach, wie diese Bedingungen – individuell und gesellschaftlich – zu überwinden sind bzw. ob und wie – präventiv – verhindert werden kann, dass Menschen in wirtschaftliche und psychosoziale Not geraten.

Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit

Das Studium der Sozialen Arbeit vermittelt auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse professionelle Handlungskompetenzen zur Analyse von Vorgängen und Problemen im Sozialbereich, zum multiperspektivischen Denken und Handeln und zum Einsatz von Verfahren und Interventionen zur Bearbeitung und Bewältigung von individuellen und gesellschaftlichen Problemlagen in vielfältigen sozialen Praxiszusammenhängen. Das übergeordnete Qualifikationsziel des primär anwendungsorientierten Studiengangs ist die Berufs- und Beschäftigungsfähigkeit („employability“) unter besonderer Berücksichtigung der sich ständig wandelnden Entwicklungen und Anforderungen in den Arbeitsfeldern der Profession. Durch das erlernte Fachwissen und die methodischen Kenntnisse sowie die Entwicklung und Aneignung einer professionellen Haltung (Persönlichkeitsentwicklung und Berufsethik) sind die Studierenden befähigt, in der Praxis relevante Beiträge zur sozialen Teilhabe, Selbstbestimmung, zum gesellschaftlichen, solidarischen, zivilgesellschaftlichen Handeln, zur Ressourcenerschließung und zur Exklusionsvermeidung unter Achtung der Menschenwürde ihrer AdressatInnen zu leisten.

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Dualer-Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Armut und (Flüchtlings-) Migration

Menschen, die aufgrund von prekären Lebensbedingungen oder diskriminierungen ihre Herkunftsländer verlassen und nach Deutschland kommen, treffen im neuen Umfeld auf weitere Probleme. Sie erfahren hier, dass ihr rechtlicher Status prekär bleibt und öffentlich angefragt und problematisiert wird. Der Zugang zum legalen Arbeitsmarkt, zu Sozialleistungen, angemessenem Wohnraum und medizinischer Versorgung wird ihnen durch verschiedene benachteiligende Bedingungen, beispielsweise durch rechtliche Regelungen, verwehrt oder erschwert. Oft sprechen sie kein Deutsch, haben nur sehr eingeschränkte berufliche Qualifikationen und keine Krankenversicherung – ihre gesellschaftliche Teilhabe ist enorm eingeschränkt. Die zum Teil äußerst komplexen Problemlagen stellen nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Kommunen und insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen vor große Herausforderungen. Ziel des Studiengangs ist die Qualifikation für Tätigkeiten in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und der Erwerb umfangreicher migrationspädagogischer Kompetenz. Die Studierenden werden gezielt darin qualifiziert, Zuwanderinnen und Zuwanderer fachlich zu begleiten und sich kritisch mit der Frage auseinanderzusetzen, welche gesellschaftlichen) Strukturen die Notlagen dieser Menschen bedingen.

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gedruckt am: 26.09.2018  14:48