Lehr- und Lernziele

Modul 7.2 Das Ende der „Gottsucherbande“? – Sekten, Satan, Heilsverkünder die Verteidigung des Abendlandes

Die Moderne, die offene und libertäre Gesellschaft entlässt ihre Kinder in eine vermeintlich dualistisch geprägte Welt, in der es zwischen Heil und Unheil, Hoffnung und Verderben, Apokalypse und Paradies zu entscheiden gilt. „Gottsucherbande“ nannte einst der spitzzüngige Bazon Brock spöttisch all die Heilsversessenen, Apokalyptiker, Sucher und Visionäre, die vorgeblich wieder klare Ordnung auf der politischen Weltbühne schaffen wollen. Wir sortieren, analysieren und bewerten politische und religiöse Seelenfänger und ihre Rezepte, achten dabei genauestens auf das Kleingedruckte des Beipackzettels.

Modul 7.2 „Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang“ – Exkurse zu Schönheit, Körper und Unsterblichkeit

Schönheit ist ein macht- und interessengeleitetes Konstrukt. In einer Gesellschaft, die alles zur Ware macht und Schönheit Leitwährung der narzisstischen Generation me ist, erscheint Schönheit käuflich, Schrecken inbegriffen. Gestützt auf dem Menschenbild der Sozialen Arbeit werden macht- und interessengeleitete Konstruktionsmechanismen von Schönheit anhand historischer und aktueller Beispiele aufgezeigt, analysiert und praxisbezogen bewertet sowie Perspektiven zu einer selbstbestimmten Humanität aufgezeigt.

Modul 7.2 Skandale und Affären, Tabubruch und Zensur

„Die Satire darf alles“, sagte einst der legendäre Schriftsteller Karl Kraus. Manchen glaubten das – und bezahlten ihren Glauben mit dem Leben. Wie frei sind Presse und Kunst, wie frei sind Wort und Bild? Grenzenlos? Von Grenzüberschreitungen handelt das Seminar – tatsächlichen und behaupteten, tolerierbaren und untolerierbaren, strafrechtlich unbedeutsamen und bedeutsamen. Zunehmend ereignen sich Grenzüberschreitungen im religiösen Bereich – mit teilweise dramatischen und unkalkulierbaren Folgen. Zeigt sich hier eine Lust an der Provokation oder der Ausdruck neu errungener Freiheit, die Religion und Kirche nicht als sakrosankte Sphäre begreifen? Gezielte Tabubrüche und Provokationen, Affären und Skandale selbst von Menschen in höchsten Regierungsämtern scheinen nicht unbedingt karrierehemmend zu wirken. Beweist sich hier eine neue Form der medialen Inszenierung von Politik, die ihr berufliches Ethos der medialen Aufmerksamkeitsindustrie opfert?

Module 7.2 Gewalt und Vernuft. Der Mensch - ein gewaltgeiles Wesen?

Das Seminar sensibilisiert für Fragen nach dem Ursprung von Gewalt. Es vermittelt Kompetenzen zur Beurteilung unterschiedlicher Erscheinungsformen und Arten von Gewalt sowie ästhetischer Strategien, Gewalt konsumierbar zu machen. Ein zentraler Seminarinhalt befasst sich mit der Wirkung medial vermittelter, konsumierbarer Gewalt.

In einer zunehmend moralfernen Welt appelliert das Seminar an die „Pflicht zur Zuversicht“ (Kant), indem es Orientierungshilfen für eine moralische Fundierung menschlichen Handelns bietet.