Prof. Dr. Katja Nowacki

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JUMEN - Einstellungen junger Männer mit und ohne Migrationshintergrund zu Gender und LSBTI in einer sich wandelnden, vielfältigen Gesellschaft

Junge Männer – was denken sie über Geschlecht und sexuelle Vielfalt?

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein dreijähriges Verbundprojekt an der Fachhochschule Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum, in dem die Einstellungen junger Männer zu Geschlecht und sexueller Vielfalt (LSBTI) untersucht werden. Die Projektleiterinnen Prof. Dr. Katja Nowacki (FH DO) und Prof. Dr. Katja Sabisch (RUB) erheben mittels einer qualitativen Interviewstudie, standardisierten Fragebögen und einer großen Online-Umfrage, wie Jungen und Männer im Alter von 14 bis 27 Jahren ihre eigene Geschlechterrolle erleben und welche Einstellungen sie zu Mädchen und Frauen, Homosexualität und geschlechtlicher Vielfalt (Trans- und Intergeschlechtlichkeit) haben.

Die Studienteilnehmer sind junge Männer mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Damit reagieren die Projektleiterinnen aus den Fachbereichen Psychologie/Soziale Arbeit und Gender Studies/Soziologie auf die gegenwärtige gesellschaftliche Debatte, die spätestens seit den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 vor allem jungen muslimischen Männern mit Flucht- und Migrationshintergrund eine traditionelle und/oder frauenfeindliche Einstellung zuschreibt. Anhand eines Mixed-Method-Designs aus qualitativen und quantitativen Forschungsansätzen werden daher drei verschiedene Gruppen miteinander verglichen: junge Männer ohne Migrationsgeschichte, junge türkeistämmige Männer ab der zweiten Ge-neration und junge Männer, die seit 2014 nach Deutschland geflohen sind. Dabei finden Einflussfaktoren wie die Sozialisation im Heimatland, die Herkunftsfamilie und Peer-Gruppen Berücksichtigung.

Im Ergebnis sollen für alle drei Gruppen Handlungsbedarfe zu Werten und Normen identifiziert werden, die als Präventionsstrategien gegen sexuelle Gewalt und Diskriminierung in die Praxis transferiert werden. Dazu wird bereits im laufenden Projekt transdisziplinär mit verschiedenen Einrichtungen der Jugend- und Flüchtlingshilfe zusammengearbeitet, um Erkenntnisse aus der praktischen Arbeit in der Umsetzung der Forschung zu berücksichtigen und einen Praxistransfer unmittelbar zu gewährleisten.

Kontakt: Silke Remiorz (Projektkoordinatorin), jumen@fh-dortmund.de

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HUMAN - Heimat für Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge Arbeit und Neuanfang

In dem Mitte 2018 beendeten Forschungsprojekt wurden Lebensverläufe von Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erfasst, begleitet und evaluiert. Hierbei stehen insbesondere ihre speziellen Bedürfnisse nach der Flucht aus dem Herkunftsland und die Trennung von der Familie im Vordergrund. Neue Beziehungsangebote, sowie die Entwicklung von Bildungsperspektiven in Schule und Ausbildung sollen zu einer Perspektiventwicklung der Jugendlichen beitragen. Hintergrund der Bemühungen soll die Ermöglichung einer Integration in die Mehrheitsgesellschaft sein. Die Projektpartner wollen gemein-sam die Forschung konzipieren, durchführen und die Ergebnisse einer interessierten (Fach-)öffentlichkeit zur Verfügung stellen. In dieser transdisziplinären Studie werden von der Fachhochschule Dortmund unter Leitung von Prof. Dr. Katja Nowacki und der wissenschaftlichen Mitarbeit von Silke Remiorz in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe Flow gGmbH Bottrop und unter Beratung von Mitarbeiter_innen des Jugendamtes aus vier Kommunen des Ruhrgebiets (Essen, Bottrop, Herten, Witten) erste Interviews mit männlichen UMF ab der zweiten Hälfte des Jahres 2016 in einer Querschnittstudie einmalig durchgeführt um explorativ einen ersten Eindruck von deren Situation bei einem stationären Träger der Kinder- und Jugendhilfe zu bekommen. In einem Expert_innenworkshops Anfang Oktober 2016 wird der Interviewleitfaden abgestimmt und im Verlauf des Jahrs 2017 die Ergebnisse diskutiert.

Weiterführende Informationen erhalten Sie unter folgendem Link:

http://www.fh-dortmund.de/de/oeffentl/medien/fhpresse/2016_fh-presse_6_web.pdf

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Prof.Dr.Katja Nowacki (katja.nowacki@fh-dortmund.de) &
Silke Remiorz (silke.remiorz@fh-dortmund.de)

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Väterprojekt - Vaterschaft zwischen Jugendhilfeerfahrungen und väterlicher Kompetenz (ABGESCHLOSSEN)

Hintergrund
Für die Entwicklung von Kindern ist die Eltern-Kind-Beziehung wichtig. Bisher wurde in diesem Zusammenhang jedoch fast ausschließlich die Beziehung zwischen Müttern und ihren Kindern untersucht. Die Rolle der Väter wurde demgegenüber bislang vernachlässigt. Dabei ist die Beziehung des Kindes zum Vater ebenso bedeutsam. Bisherige Untersuchungen verdeutlichen, dass besonders die eigenen Erfahrungen in der Kindheit für die Erziehung der Kinder wichtig sind. Außerdem können diese Erfahrungen die eigenen Vorstellungen vom „Vatersein“ beeinflussen. Neben der Vater-Kind-Beziehung können darüber hinaus die eigenen Kindheitserfahrungen auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche haben. Um mehr über den Einfluss und die Bedeutung von Vätern zu erfahren, wird an der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit der Universität Wien das Projekt „Vaterschaft zwischen Jugendhilfeerfahrungen und väterlicher Kompetenz“ durchgeführt.

Ziel des Projektes
Das langfristige Ziel dieses Projektes ist es, Empfehlungen für Väter und Fachkräfte in der Jugendhilfe zu entwickeln, die dazu beitragen, die Vater-Kind-Beziehung zu stärken. Dafür möchten wir mit Vätern in einem geschützten Rahmen über ihre eigenen Kindheitserfahrungen und aktuellen Beziehungen sprechen.Darüber hinaus interessieren wir uns für den Umgang der Väter mit ihren leiblichen, Stief- oder Adoptiv-Kindern.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Katja Nowacki (katja.nowacki@fh-dortmund.de) oder an Silke Remiorz (silke.remiorz@fh-dortmund.de)

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Bindungsentwicklung von Pflegekindern (ABGESCHLOSSEN)

Das Forschungsprojektvon Prof. Dr. Katja Nowacki der Fachhochschule Dortmund war eine dreijährige Studie, welche die „Bindungsentwicklung von Pflegekindern“ in ihre Pflegefamilien über einen Zeitraum von insgesamt einem Jahr erforschte. Erkenntnisse über die Eingliederung des Kindes in die Pflegefamilie sowie in das psychosoziale Umfeld dieser standen dabei besonders im Vordergrund der Forschung. Ferner untersuchte die Studie ob sich durch eine positive Beziehung des Pflegekindes zu den Pflegeeltern eventuell vorhandene psychische Probleme des Kindes oder dessen Stressniveau verändern.

Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Faktoren für eine positive Entwicklung der Pflegekinder hilfreich sind um daraus längerfristig Beratungsangebote für Pflegefamilien zu entwickeln.

Projektkooperationspartner des Forschungsstandortes Dortmund ist die Universität Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Gottfried Spangler und Dr.Ina Bovenschen. Weiterhin gibt es Kooperationen mit der Ruhr-Universität Bochum sowie verschiedenen Jugendämtern der Region Ruhrgebiet.

Gefördert wurde dieses Forschungsprojekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und war für den Zeitraum von Januar 2010 bis Dezember 2012 bewilligt.

Hintergrund der Studie
Aus Studien zur Entwicklung von Eltern-Kind-Beziehungen ist bereits viel über die Bindungsentwicklung von Kindern, bekannt, die in ihren leiblichen Familien aufwachsen. Dagegen gibt es bisher kaum Untersuchungen, die sich mit der Bindungsentwicklung von Pflegekindern beschäftigen.

Unsere bisherigen Erkenntnisse
In einer ersten Studie haben wir 3 bis 8 jährige Pflegekinder mit ihren Pflegeeltern zu uns eingeladen. Wir haben dabei herausgefunden, dass ein Teil der Pflegekinder auch nach längerer Zeit in der Pflegefamilie noch Bindungsprobleme haben. Die Bindungsprobleme der Kinder hängen dabei mit anderen Schwierigkeiten der Kinder, z.B. aggressiven Verhaltensweisen oder Problemen mit Gleichaltrigen zusammen. 

Die Intention der Studie
Da in der ersten Studie Pflegekinder teilgenommen haben, die schon länger in ihrer Pflegefamilie leben, können wir nichts darüber sagen, warum es manchen Kindern besser als anderen gelingt, neue positive Beziehungen in der Pflegefamilie aufzubauen.
In der Studie wollen wir daher Pflegekinder im Alter ab 12 Monaten bis 6 Jahren im ersten Jahr in der Pflegefamilie begleiten. Dadurch ist es möglich zu erfassen, welche Faktoren zu einer gelingenden Beziehungsgestaltung in der Pflegefamilie beitragen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Katja Nowacki (katja.nowacki@fh-dortmund.de)

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gedruckt am: 10.12.2018  23:59