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Modulprüfungen und Abschlussarbeiten

Lernziele:

  • Kenntnisse über Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Eigenständige systematische Literaturrecherche
  • Anwendung der Regeln und Methoden wissenschaftlicher Kommunikation
  • Vermittlung und Erarbeitung wissenschaftstheoretischer Grundlagen und Zugänge zur Wissenschaft Sozialer Arbeit und deren impliziten Bezugswissenschaften
  • Kenntnisse unterschiedlicher empirischer Erhebungs- und Auswertungsverfahren (Forschungsmethoden)
  • Vermittlung von Basisfähigkeiten zur Durchführung empirischer sozialarbeitswissenschaftlicher Lehrforschungsprojekte und/oder BA-Arbeiten
  • Methoden-kritische Reflexion empirisch sozialarbeitswissenschaftlicher Studien

Prüfungsinhalt/-form:

Studierende entwickeln eine eigenständige empirische Forschungsfrage mit drei dazu passenden quantitativen Hypothesen und verfassen ein Forschungsexposé. Das Thema soll einen direkten Bezug zu einem oder mehreren Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und/oder zu Theorien der Sozialarbeitswissenschaft haben. Auf Basis der Forschungsfragestellung / Hypothesen konzipieren Studierende einen Fragebogen mit dazugehörigem Forschungsdesign (inkl. Operationalisierung der unabhängigen und abhängigen Variablen) zu einer möglichen Datenerhebung. Im nächsten Schritt erstellen Studierende für ihren Fragebogen eine Datenmaske in SPSS / GrafStat und generieren einen Datensatz mit mindestens 30 Proband*innen, der die eigenen Hypothesen verifiziert. Die simulierten Daten sollen in einem Ergebnisteil des Forschungsexposés grafisch aufbereitet (z.B. in Tabellen oder Abbildungen) und statistisch analysiert werden. In einem Fazit sollen Studierende ihre simulierten empirischen Befunde diskutieren, methoden-kritisch reflektieren und in den Forschungsstand einordnen. Der schriftlichen Hausarbeit sind als Anhang der eingesetzte Fragebogen (als PDF) und auf CD die Datendatei (SPSS / GrafStat) sowie die Hausarbeit selber (als PDF-Datei) beizufügen. Die Hausarbeit soll insgesamt 10 bis 15 Seiten (Schriftart: Times New Roman 12p, Rand: links 2,5 cm / rechts 4,0 cm / oben 2,5 cm / unten 2,0 cm, Zeilenabstand: 1,5) umfassen.

Derzeit sind alle Plätze für die Begleitung von Abschlussarbeiten belegt. Neue Abschlussarbeiten können erst ab dem Wintersemester 2021/22 angenommen werden.

Die Prüfungsinhalte in „Grundlagen der Forensischen Psychologie“ (W03.2) beziehen sich auf die unten angegebene Prüfungsliteratur. In jedem der drei Themenblöcke können maximal 30 Punkte erreicht werden. Es müssen insgesamt mindestens 40 Punkte erreicht werden, um die Klausur zu bestehen. Die Online-Klausur beinhaltet Fragen zum Textverständnis, der kritischen Verknüpfung der Prüfungsliteratur, der Arbeit mit Fallbeispielen und Rechenaufgaben (hierfür reicht der Taschenrechner am PC aus).

Prüfungsliteratur W03 "Forensische Psychologie" SoSe 2020:

Themenblock A Behandlung von Sexualstraftätern (30 Punkte)

Rehder, U., Wischka, B., & Foppe, E. (2013). Das Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter (BPS). In B. Wischka, W. Pecher, & H. van den Boogaart (Hrsg.), Behandlung von Straftätern - Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Sicherungsverwahrung (S. 418-453). Freiburg: Centaurus Verlag & Media UG.

Hahn, G. (2013). Bedeutung und Gewicht protektiver Faktoren in Diagnostik und Behandlung von Sexualstraftätern. In B. Wischka, W. Pecher, & H. van den Boogaart (Hrsg.), Behandlung von Straftätern - Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Sicherungsverwahrung (S. 510-523). Freiburg: Centaurus Verlag & Media UG.

Mann, R. E. & Carter, A. J. (2013). Einige Vorschläge zu Ordnungsprinzipien für die Behandlung von Sexualdelinquenz. In B. Wischka, W. Pecher, & H. van den Boogaart (Hrsg.), Behandlung von Straftätern - Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Sicherungsverwahrung (S. 398-417). Freiburg: Centaurus Verlag & Media UG.

Rettenberger, M. (2018). Effekte der Tertiärprävention bei Sexualstraftätern - ein kriminalpräventives Erfolgsmodell. In M. Walsh, B. Pniewski, M. Kober & A. Armborst (Hrsg.), Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland - Ein Leitfaden für Politik und Praxis (S. 601-618). Wiesbaden: Springer VS.

Kröber, H.-L. (2020). Rehabilitative ressourcenorientierte Therapie mit Straffälligen – eine Kritik von „Deliktbearbeitung“ und „Rückfallvermeidungsplänen“. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 14, 58-66.

Völlm, B. (2018). Umgang mit Sexualstraftätern in England und Wales: Vollzugsformen und Behandlungsansätze. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 12, 319-328.

Themenblock B Sexualdelinquenz und Paraphilien (30 Punkte)

Berner, W. & Briken, P. (2007). Störung der Sexualpräferenz (Paraphilie) - Diagnostik, Ätiologie, Epidemiologie, Behandlung und präventive Aspekte. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz, 50, 33–43.

Briken, P. (2015). Paraphilie und paraphile Störung im DSM-5. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 9, 140-146.

Stoplmann, G., Briken, P., & Müller, J. L. (2017). Versorgungsstrukturen für Männer mit pädosexueller Problematik. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz, 60, 1055-1062.

König, A. & Pniewski, B. (2018). Chemische Kastration und andere medikamentöse Interventionen zur Desexualisierung von (potentiellen) Sexualstraftätern in Deutschland. In M. Walsh, B. Pniewski, M. Kober & A. Armborst (Hrsg.), Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland - Ein Leitfaden für Politik und Praxis (S. 821-839). Wiesbaden: Springer VS.

Themenblock C Kriminalprognosen (30 Punkte)

Dahle, K.-P. (2010). Grundlagen der Kriminalprognose. In F. Lösel, G. Rehn, & M. Walter (Hrsg.), Psychologische Kriminalprognose - Wege zu einer integrativen Methodik für die Beurteilung der Rückfallwahrscheinlichkeit bei Strafgefangenen (S. 1-47). Freiburg: Centaurus Verlag & Media UG.

Rettenberger, M. (2018). Intuitive, klinisch-idiographische und statistische Kriminalprognosen im Vergleich – die Überlegenheit wissenschaftlich strukturierten Vorgehens. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 12, 28-36.

Kröber, H.-L. (2018). Lebensverlauf, Zufall und individuelle Kriminalprognose - Gefahren beim Erstellen einer Biografie. Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 12, 73-82.

König, A. (2010). Der Nutzen standardisierter Risikoprognoseinstrumente für Einzelfallentscheidungen in der forensischen Praxis. Recht & Psychiatrie, 28, 67-73.