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Verbundprojektpartner

QuartiersNETZ: Ältere als (Ko-)Produzenten von Quartiersnetzwerken im Ruhrgebiet

Das Verbundkonsortium „QuartiersNETZ“ entwickelt mit und für ältere Menschen reale und digitale Quartiersnetzwerke im Ruhrgebiet. Die Netzwerke gewährleisten, dass die Menschen in allen Phasen ihres Älterwerdens am öffentlichen Leben teilhaben können. Die an die Lebenswelt angepassten Netzwerke fokussieren das (Wohn-)Quartier, um Akteure aus den Bereichen Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen zu bringen. Dazu werden u.a. neue Interaktions- und Kommunikationskonzepte entwickelt und evaluiert. Ein unterstützendes Schulungs- und Beratungskonzept qualifiziert Bürgerinnen und Bürger verschiedener Generationen im Hinblick auf eine kontinuierliche Erweiterung und Pflege der Quartiersnetzwerke. Neben Entwicklungswerkstätten werden in diesem Zusammenhang Konzepte wie Techniklotsen und -berater erprobt. Ein  Partizipationsmodell und geeignete Geschäftsmodelle, die im Rahmen des Projektvorhabens ebenfalls entwickelt werden, ermöglichen sich selbst tragende, wirtschaftliche und demokratische nachhaltige Strukturen. Eine begleitende Evaluation stellt sicher, dass die erreichten Projektergebnisse vor dem Hintergrund der gesetzten Ziele kontinuierlich reflektiert werden. Die aus dem Projekt in vier Wohnquartieren Gelsenkirchens (Referenzkommune) gewonnenen Erkenntnisse sollen schließlich auf weitere Städte, Kommunen und Strukturen des Ruhrgebiets transferiert werden.

Teilprojekte unter Leitung des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften

Innerhalb des Forschungs- und Entwicklungs-Verbundprojektes leiten der Fachbereich Informatik sowie der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften jeweils unterschiedliche Teilprojekte des Gesamtprojektes. Der Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften ist insbesondere für die Teilprojekte Partizipationsmodell sowie für die Evaluation zuständig. Diese werden im Folgenden kurz skizziert.

Teilprojekt Partizipationsmodell

Ziel des Teilvorhabens ist die Konzeption eines Partizipationsmodells. Das Partizipationsmodell entsteht vor allem im Zusammenwirken von (älteren) Bürgerinnen und Bürgern (Zivilgesellschaft), lokaler Dienstleistungswirtschaft, verbandlichen und städtischen Akteuren, zudem bildete es  die Kooperations-, wie Unterstützungsstrukturen im gesamten Quartiersnetz ab. Das Modell zielt des Weiteren auf die Stärkung und (Fort-)Entwicklung direktdemokratischer Beteiligungsformen und deren Verzahnung mit den repräsentativen kommunalpolitischen Organen (Stichwort: Bürgerkommune).  

Teilprojekt Evaluation

Das Ziel der Evaluation, die das Projekt kontinuierlich begleitet, ist der gleichberechtigte, partizipative Einbezug aller am Prozess der Quartiersnetzentwicklung Beteiligten. Der forschungsgestützte Bewertungsprozess (Evaluation) ist phasenförmig angelegt; (Teil-)Ergebnisse werden etappenweise sowohl an die Beteiligungsteams bzw. die örtlichen Arbeitsgruppen als auch an die jeweiligen Teilprojektpartner des Projektverbunds weitergegeben und zur Diskussion gestellt. Diese begleitende Evaluation umfasst eine Bestandsaufnahme zu Beginn und eine abschließende Bewertung der Projektergebnisse am Ende des Projekts.

Förderzeitraum:
2014 – 2018

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Kontakt

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage http://www.quartiersnetz.de

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Veröffentlichungen

  • Vukoman, M. & Krön, A. (2017): Entwicklung und Analyse von Akteursnetzwerken im Quartier. In: Schubert, H.; Spieckermann, H. (Hrsg): Sozialraum und Netzwerke. Perspektiven in der Governance-Ära. Köln: Verlag Sozial • Raum • Management, S. 133-140.
  • Krön, A. & Rüßler, H. (2017): Partizipation im Wohnquartier – Ältere Menschen als (Ko-)Produzenten in der Quartiersentwicklung. In: Sinnig, H. (Hrsg.): Altersgerecht wohnen und leben im Quartier. Trends, Anforderungen und Modelle für Stadtplanung und Wohnungswirtschaft. Fraunhofer IRB Verlag: Stuttgart.

  • Grates, M. & Rüßler, H. (2017): Methodenbericht. Schriftlich-postalische Befragung im Projekt "QuartiersNETZ". Hg. v. Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften. Arbeitsgruppe „(Stadt-)Gesellschaften im Wandel“: Dortmund (Partizipative Quartiersentwicklung).

  • Fachinger, U.; Grates, M.& Mähs, M. (2017): Nutzertypen im Projekt QuartiersNETZ - Erstellung von Nutzertypen auf Basis einer schriftlichen Befragung der ab 50-jährigen Bevölkerung in vier Modellquartieren. Discussion Paper 29/2017. Fachgebiet Ökonomie und Demographischer Wandel, Institut für Gerontologie: Vechta.

  • Krön, A., Grates, M. & Rüßler, H. (2017): QuartiersNETZ: Quartiersprofile. Eine Beschreibung der Referenzquartiere im Projekt „QuartiersNETZ“. Hg. v. Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften. Arbeitsgruppe „(Stadt-)Gesellschaften im Wandel“: Dortmund (Partizipative Quartiersentwicklung).
  • Grates, M. & Krön, A. (2016): Partizipation Älterer in der Technikentwicklung - Ein Spannungsfeld. In: Sozial Extra, December 2016, Volume 40, Issue 6, pp 40–44.

  • Fachinger, U., Krön, A., Rüßler, H. & Heite, E. (2015): QuartiersNETZ: Partizipation und Versorgungsstrukturen vor Ort. In: AAL Ambient Assisted Living Association / VDI/VDE/IT (Hrsg.): Technologie und Vernetzung für Gesundheit, Selbstständigkeit und Komfort. 8. Deutscher AAL-Kongress – Zukunft Lebensräume 2015. VDE Verlag: Frankfurt , S. 94-100.

gedruckt am: 19.06.2018  12:36