InTraHealth

"Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung für inter- und transgeschlechtliche Menschen durch Abbau von Diskriminierung als versorgerseitiger Zugangsbarriere"

Das Projekt InTraHealth will die Gesundheitsversorgung von inter* und trans Menschen verbessern. Unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Dennert und in Kooperation mit der Technischen Hochschule Köln sowie den Kliniken Köln wird eine interaktive Online-Selbstlernumgebung für Gesundheitsfachkräfte entwickelt. Gesundheitsfachkräfte sollen so gezielt sensibilisiert werden, damit sich die medizinische Versorgungsqualität und –zufriedenheit für inter* und trans Personen verbessert.

Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Dennert

Projektlaufzeit: 01.09.2019 bis 31.08.2022

Förderung durch: Bundesministerium für Gesundheit
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SAVE THE DATE Online-Fachtagung „Allgemeine Gesundheitsversorgung von inter- und transgeschlechtlichen Menschen – Bedarfe, Herausforderungen und Abbau von Diskriminierung“ findet am 19. und 20. März 2021 statt

Die im Rahmen des Projekts InTraHealth organisierte Fachtagung findet komplett online am 19. und 20. März 2021 statt, unter dem Titel: Allgemeine Gesundheitsversorgung von inter- und transgeschlechtlichen Menschen – Bedarfe, Herausforderungen und Abbau von Diskriminierung.

Aktuell konzipieren wir das Programm. Eine Anmeldung wird vorauss. ab November 2020 möglich sein.

Besuchen Sie unsere Tagungswebseite für mehr Informationen.

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Hintergrund des Projekts

Gesamtgesellschaftlich wird davon ausgegangen, dass das Geschlecht eines Menschen eindeutig und unveränderlich ist. Das heißt, es wird angenommen, ein Mensch sei entweder männlich oder weiblich und es wird angenommen, dass das Geschlecht angeboren sei und nicht gewechselt werden könne. Auch das deutsche Gesundheitswesen basiert mitunter auf diesen Vorstellungen.

Einige Menschen haben allerdings körperliche Merkmale, die nicht in die binäre gesellschaftliche Norm von weiblich und männlich passen (Intergeschlechtlichkeit; alternativ auch als Intersexualität oder Varianten der Geschlechtsentwicklung oder inter* bezeichnet). Die Merkmale können auf genetischer, hormoneller oder anatomischer Ebene bestehen. Andere Menschen fühlen sich einem anderen Geschlecht zugehörig als dem, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde (Transgeschlechtlichkeit, Transsexualität, Transidentität, trans*, nicht-binär trans(*), trans).

Inter* und trans Menschen werden nicht nur gesellschaftlich ausgegrenzt: Sie haben weniger Zugang zu Ressourcen, Anerkennung und Sicherheit, was langfristig krankmachen kann. Einige englischsprachige Studien weisen bereits darauf hin, dass sie auch im Gesundheitswesen oftmals keine bedarfsgerechte Versorgung erhalten und Diskriminierung in Arztpraxen, Krankenhäusern oder anderen medizinischen Einrichtungen erleben.

Es ist bislang wenig darüber bekannt, welche Erfahrungen inter* und trans Personen im Bereich der Regelgesundheitsversorgung machen. Unter die Regelgesundheitsversorgung fallen Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen, therapeutische, rehabilitative und kurative Maßnahmen, und auch Nachsorge- und palliativen Behandlungen. Daten aus dem deutschsprachigen Raum gibt es dazu bislang keine.

Ziel des Projekts

Das Projekt beabsichtigt, Diskriminierungserfahrungen und psychosoziale Belastungen von inter* und trans Personen in der Gesundheitsversorgung zu vermindern und die bedarfsgerechte Inanspruchnahme zu fördern.

Dafür werden die Versorgungssituation, -bedarfe und -erfahrungen von inter* und trans Personen erhoben. Dies geschieht mittels eines bundesweiten Online-Fragebogens und problemzentrierten Interviews (InTraStudie). Die Erhebung ist mittlerweile abgeschlossen.

Untersucht und analysiert wird auch, welches Wissen Fachkräfte im Gesundheitswesen benötigen, um geschlechtssensibel zu versorgen.

Kern des Projekts bildet die Entwicklung einer interaktiven, webbasierten Fortbildungsplattform für Gesundheitsfachkräfte, die nach Abschluss des Projekts online frei zugänglich zur Nutzung zur Verfügung stehen wird.

Daneben werden die Bestände des Wissensportals LSBTI² um Inhalte zu den Themenkomplexen „Gesundheit von inter bzw. trans Personen“ kontinuierlich erweitert.

Kooperationspartner*innen

Im Projekt kooperieren:

Fachbereich "Angewandte Sozialwissenschaften" der FH Dortmund

Prof. Dr. Gabriele Dennert (Projektleitung)

Robin K. Saalfeld, M.A. (Projektkoordination)

Berit Blawert, M.A.

Rebecca Klocke, M.A.

Silke Rassi, B.A. (WHK)

Sonja Marzock, M.A. (WHK)

Momo Engelns (SHK)

Professur für Informatik/ Soziotechnische Systeme der TH Köln

Prof. Dr. Christian Kohls

Leonie Kallabis, M.A.

Professur für Journalistik der TH Köln

Prof. Dr. Petra Werner

Myriam Wingen-Kaminsky, M.A.

Kliniken Köln

Inklusionsbeauftragte Christiane Vahlhaus

Fachbeirat

bestehend aus Stakeholdern, Community-Projekten, einschlägig tätigen Fachpersonen und Wissenschaftler*innen

Mitglieder des Fachbeirats

  • Merit Kummer (rubicon Köln)
  • Sophie Sänger (TXKöln)
  • Dr. Pum Kommattam (Berlin)
  • Dr. Joris Gregor (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Gerda Janssen-Schmidchen
  • Silke Sel Arndt-Olejarz (Intersexuelle Menschen e.V.)
  • Ursula Rosen (Intersexuelle Menschen e.V.)
  • Dr. Hagen Löwenberg (Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie)
  • Hannah Lutz (Bundesvertretung Medizinstudierende e.V.)
  • Dr. Silke Schwarz (Arbeitskreis Frauengesundheit e.V.)
  • Anike Krämer (Ruhr-Universität Bochum)
  • K* Stern (Bundesverband Trans*)
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Kontakt

Projekt 'InTraHealth'

Fachbereich 'Angewandte Sozialwissenschaften'

Fachhochschule Dortmund

Emil-Figge Straße 44

44227 Dortmund

Tel.: 0231/9112 8287

Email: intrahealth@fh-dortmund.de

Pressekontakt:

Prof. Dr. Gabriele Dennert

Fachhochschule Dortmund

Arbeitsgebiet Sozialmedizin und Public Health mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität

Emil-Figge-Straße 44

44227 Dortmund

Tel.: 0231/91126830

Email: gabriele.dennert@fh-dortmund.de