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zuletzt geändert am:

  • 18.09.2015

Projekt "ElternSein"

Ein Beratungsangebot für PatientInnen mit Kindern


 

Hintergrund des Projekts

Mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes (BkiSchG) vom 22.12.2011 sollen verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit der zuständigen Leistungsträger und Institutionen im Kinderschutz aufgebaut werden. Dazu gehört auch die Kooperation von Trägern der Jugendhilfe und den Diensten des Gesundheitswesens.

Psychisch kranke Eltern und ihre Kinder sind Familien mit besonderen Belastungslagen und brauchen Unterstützung von beiden Systemen. Dazu müssen Schnittstellen zwischen den Systemen geschaffen und Projekte mit Brückenfunktion implementiert werden. Das Projekt „ElternSein“, das im März 2013 begonnen wurde, will dazu einen Beitrag leisten. Als aufsuchendes Beratungsangebot (des Kinderschutz-Zentrums) für PatientInnen mit Kindern verbindet es die Jugendhilfe mit den psychiatrischen Kliniken/Abteilungen in Dortmund und verschafft Eltern einen vereinfachten Zugang zu möglichen Hilfen.

 

Projektbeschreibung

Das Beratungsangebot richtet sich an psychisch kranke Eltern, die sich in stationärer, teilstationärer oder ambulanter Behandlung in den jeweiligen Kliniken befinden. Im Ansatz ist das Projekt als aufsuchende Elternberatung angelegt, da es in den Kliniken durchgeführt wird, in denen die Eltern  psychiatrisch versorgt werden. Durch diese Zugangsmöglichkeit werden Eltern mit Unterstützungsbedarf erreicht, die aus unterschiedlichsten Gründen Hemmschwellen haben, Angebote der Jugendhilfe aufzugreifen. Das Beratungsangebot bietet eine Chance durch frühzeitige Hilfen mögliche Krisen zu vermeiden. Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem Sozialdiensten durchgeführt.

Ziele sind, die Elternkompetenz zu stärken, eine Kindeswohlgefährdung zu vermeiden sowie die Leistungen der Jugendhilfe zu kommunizieren und – im Einzelfall – Kontakte herzustellen. Die Beratungen sind unverbindlich, freiwillig und anonym.

Die Beratungssettings (Gruppe, Einzel oder kombiniert) sind, entsprechend der Rahmenbedingungen für die Kliniken, unterschiedlich ausgerichtet. Die Beratung erfolgt durch eine Mitarbeiterin des Kinderschutz-Zentrums – teils mit den Fachkräften des Sozialdienstes zusammen – direkt in den Kliniken.

Das Projekt ist auf ein Jahr terminiert und wird am 01.04.2014 abgeschlossen. Eine Verstetigung des Beratungsangebots wird bei Erfolg angestrebt.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt über die Stiftung "Help and Hope".

 

Forschungsfragen

Wird das Angebot von den Eltern angenommen?

Wie wird das Angebot aus Sicht der Eltern wahrgenommen?

Wie wirkt sich die unterschiedliche Form (Gruppe versus offene Sprechstunde) auf die Akzeptanz des Angebots aus?

Wie wird das Angebot aus der Sicht der Klinik / der Professionellen wahrgenommen?

Welche Rahmenbedingungen müssen für eine erfolgreiche Implementierung gegeben sein?

Wo liegen die Grenzen des Angebots?

Wo gibt es Potentiale der Weiterentwicklung?

Ist das Beratungsangebot effektiv und nachhaltig – also sinnvoll?

 

Methodischer Ansatz

Prozessbegleitende Auswertungs- und Reflexionsgespräche

Standardisierte Elternrückmeldungen

Experteninterviews (Medizin, Pflege, Therapie)

Dokumentation der Beratungstermine, -inhalte

Abschließende Auswertung der Untersuchung

 

Kooperationspartner

Träger des Projekts ist das Kinderschutz-Zentrum Dortmund.

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation erfolgt durch Prof. Dr. Silvia Denner (FH Dortmund, Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften).

Kooperierende Kliniken sind:

 

Netzwerk KAP-DO

Alle Projektpartner von ElternSein sind Mitglied im Netzwerk „Kinder als Angehörige psychisch kranker Eltern“ (KAP-DO). Ziel des Netzwerks ist die Entwicklung von unterstützenden Angeboten für Kinder und ihre psychisch kranken Eltern in Dortmund.

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gedruckt am: 20.09.2018  19:59