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zuletzt geändert am:
  • 16.03.2017

SuPraStadt - Lebensqualität, Teilhabe und Ressourcenschonung durch soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in Stadtquartieren

Das transdisziplinäre Forschungsprojekt SuPraStadt untersucht die soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in Hinblick auf eine nachhaltige Transformation von Städten. Dabei sollen die Bedürfnisse der Bewohner*innen nach qualitativ hochwertigen urbanen Räumen, Zugang zu Ressourcen, Nutzungsoptionen für Güter und Dienstleistungen sowie sozialer Teilhabe berücksichtigt werden.

Im Stadtquartier Westerfilde in Dortmund sollen gemeinsam mit dem Projekt „nordwärts“, dem Wohnungsunternehmen Vonovia und den Bewohner*innen vor Ort, Suffizienzmaßnahmen in unterschiedlichen sozialen Milieus (weiter)entwickelt und umgesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit der digitalen Nachbarschaftsplattform „nebenan.de“ soll der Einfluss digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien bei der sozialen Diffusion von Suffizienpraktiken untersucht werden.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Handlungsfelder Wohnen, Freiraum und Mobilität. Durch die methodische Vorgehensweise in Reallaboren können Suffizienzpraktiken, sowie ihre soziale Diffusion, als Gesamtprozess hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Wirkung analysiert und evaluiert werden.

Das Projekt SuPraStadt kann auf die Forschungsarbeiten des im Oktober 2019 auslaufenden Projekts "DoNaPart" im Reallabor Dortmund Westerfilde aufbauen.

Was ist Suffizienz?

Suffizienzstrategien sind neben Effizienz- und Konsistenzstrategien mögliche Wege für mehr ökologische Nachhaltigkeit. Suffizienz steht für die Reduktion des Ressourcengebrauchs bei der Befriedigung von Bedürfnissen, welche es ermöglicht in den Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit der Erde zu bleiben. Suffizienzpraktiken können auf individueller Ebene, z.B. die gemeinschaftliche Nutzung von Flächen oder Gütern (z.B. Carsharing, Urban Gardening), der Verzicht auf oder die Reduzierung von Gütern (z.B. Fleischkonsum), die Verlängerung der Nutzungsdauer von Gütern (z.B. Repair Cafés) oder die Eigenproduktio (z.B.Marmelade einkochen), sein. Solche Suffizenzmaßnahmen sollen zu ökologisch-tragfähigen Veränderungen in Konsummustern, bei Alltagsroutinen und sozialen und kulturellen Praktiken führen.

Forschungspartner

Projekt- und Praxispartner

Neben den genannten Forschungspartnern arbeiten folgende Projekt- und Praxispartner in SuPraStadt:

Projekpartner:

Praxispartner:

  • Transition Town Heidelberg e.V.

  • BUND Landesverband Baden-Würtemberg e.V., Kreisgruppe Heidelberg.

  • konvisionär - Verein für ökologisches Leben in Gemeinschaft e.V.

  • HageButze GmbH

  • Stadtteilverein Bahnstadt e.V.

  • Projekt "nordwärts" Dortmund.

  • Vonovia Immobilienservice GmbH

  • nebenan.de - Good Hood GmbH

  • Magistrat der Stadt Kelsterbach

Förder-Kennzeichen:

01UR1801B
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Projektlaufzeit:

01.05.2019 - 30.04.2022

Ziele des Forschungsprojekts

1) Systematisierung der sehr unterschiedlichen Suffizienzpraktiken in Quartieren, die relativ neue soziale und kulturelle Praktiken für das postindustriellen Zeitalter darstellen;

2) Systematische empirisch fundierte Analyse sozialer und ökologischer Wirkungen, die eine Bewertung dieser Praktiken hinsichtlich ihres derzeitigen Beitrags und ihres mittel-. und langfristigen Transformationspotenzials zur nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren ermöglichen;

3) Entwicklung einer Evaluationsmethodik für soziale und ökologische Wirkungen von Suffizienz-praktiken auf Quartiersebene;

4) Analyse, Vergleich und Bewertung der Rolle der Akteure zur Initiierung, Umsetzung und Verstetigung dieser Praktiken in drei Reallaboren mit dem gleichen Akteurssetting (Forschung, Kommune, Wohnungswirtschaft, Zivilgesellschaft);

5) Beobachtung, Analyse, Verstärkung und Begleitung bestehender und Erprobung neuer Diffusionsansätze für Suffizienzpraktiken innerhalb und zwischen unterschiedlichen Milieus.

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