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Bitte um Teilnahme! Online-Studie "Kompetenzen der Wissensintegration"

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Promotionsprojekt - Kognitive Wissensintegration als Weiche der inter-und transdisziplinären Arbeit

Inter- und transdisziplinäre Arbeit spielt eine zunehmend große Rolle in der heutigen Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft. Eine der Hauptherausforderungen und -chancen dieser besonderen Arbeitsformen ist die Zusammenführung heterogener Wissensbestände unterschiedlicher Akteure (= Wissensintegration).

Ziel unseres Promotionsprojektes ist es, die Mechanismen kognitiver Wissensintegration auf individueller Ebene zu analysieren, unterstützende Faktoren zur besseren Prädiktion der kognitiven Prozesse zu identifizieren und diese im Rahmen von Traningsmaßnahmen systematisch zu fördern.

Aktuelle Studie: Kompetenzen der Wissensintegration

In unserer aktuellen Studie möchten wir in Erfahrung bringen, welche psychologischen Kompetenzen erfolgreiche Wissensintegration unterstützen. In diesem Rahmen haben wir den Fragebogen "Kompetenzen inter- und transdisziplinärer Wissensintegration" erstellt. Um diesen zu validieren und somit unserem Forschungsziel näher zu kommen, freuen wir uns über Ihre Teilnahme an der entsprechenden Online-Studie. hier klicken


Die Teilnahme dauert 15 - 20 Minuten. Alle Teilnehmer*innen erhalten direkt im Anschluss der Studie eine persönliche Auswertung ihrer Kompetenzen der Wissensintegration.

Inter- und transdisziplinäres Arbeiten

Probleme der heutigen Welt lassen sich nicht alleine lösen. Ob Innovationen auf dem Technikmarkt, die Durchführung einer komplexen Operation oder die Stärkung von Empowerment in einem Stadtquartier - sobald ein bestehender Wissensfundus erweitert oder gar neues Wissen entdeckt werden soll, sind Denkprozesse mehrerer unterschiedlicher Experten gefragt.

Interdisziplinäres Arbeiten entsteht wenn zwei oder mehr verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten, um ein gemeinsames Problem zu lösen oder eine Aufgabenstellung zu bearbeiten.

Disziplinen beschreiben dabei unterschiedliche Fachgebiete  in der Wissenschaft (z.B. Psychologie, Mathematik, Archäologie) und der privaten Wirtschaft (Jura, Personalabteilung, Informatik).

Es ist auch möglich alleine, also ohne ein Team interdisziplinär zu arbeiten. Dabei verbindet das Individuum eigenständig Theorien, Methoden und/oder Fragestellungen aus mehreren verschiedenen Disziplinen zu einem Ergebnis.

Transdisziplinäre Arbeit geht über interdisziplinäre Arbeit hinaus und findet statt, wenn verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zusätzlich mit außerwissenschaftlichen Akteuren zusammenwirken.


Wieso kognitive Wissensintegration?

Wissensintegration lässt sich als Prozess und Resultat der inter- und transdisziplinären Arbeit in drei Ebenen unterteilen:

Die erste Prozessuale Ebene beschreibt die Integration auf der übergeordneten, organisationalen Ebene. Hier findet die Zusammenstellung der teilnehmenden Akteure statt, sowie die zeitliche Rahmung. Fragen bezüglich der räumlichen Nähe für die Zusammenarbeit sowie die Schaffung von Anreizstrukturen werden evaluiert um die Integration von Wissen so gut es geht zu erleichtern.

Bei der Methodischen Ebene handelt es sich um die Auswahl geeigneter Methoden zur Einbeziehung der Akteure in den Forschungsprozess. Eine Übersicht über Methoden der Wissensintegration findet sich zum Beispiel bei den Swiss Academies of Sciences.

Die Kognitive Ebene beschreibt die inter- und intraindividuelle Zusammenführung von Wissen. Hierbei geht es konkret um kognitive Prozesse, die dazu führen, dass heterogenes Wissen mit einander verbunden, kombiniert und letztendlich restrukturiert wird. Das heißt, wir fokussieren uns in unseren Untersuchungen auf den Menschen.

Welche gedanklichen Prozesse finden statt, wenn verschiedenes Wissen miteinander verknüpft wird? Welche individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten bringen Experten der inter- und transdisziplinären Arbeit mit um Wissen effektiver integrieren zu können? Und vor allem: Wie können wir kognitive Wissensintegration unterstützen um zum erfolgreichen inter- und transdisziplinären Arbeiten beizutragen?

Das alles sind Fragen, denen wir uns widmen. Möchten Sie uns unterstützen? Dann nehmen Sie an unserer aktuellen Online-Studie "Kompetenzen der Wissensintegration" teil.



Weiterführende Informationen:
Forschungskolleg SecHuman

Im Forschungskolleg SecHuman bearbeiten insgesamt 12 Promovierende technische sowie gesellschaftliche Probleme der IT-Sicherheit. Neben Professor*innen aus den Technikwissenschaften werden die Promovierenden von Hochschullehrer*innen aus Journalismus, Linguistik, Medienwissenschaft, Psychologie, Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaft betreut. Um die gesellschaftliche Relevanz sicherzustellen, wird die Promotionsforschung von Praxisakteuren aus Industrie und Behörden begleitet. Das 13. Promotionsprojekt "Kognitive Wissensintegration als Weiche der inter-und transdisziplinären Arbeit" begleitet die inter- und transdisziplinären Promotionen der anderen Doktorand*innen zur systematischen Erforschung und Unterstützung von Wissensintegrationsprozessen mit speziellem Fokus auf die Thematik der IT-Sicherheit. Für weitere Informationen besuchen Sie doch unsere Seite des Kollegs. hier klicken


Fortschrittskollegs NRW

SecHuman ist eines von 12  inter- und transdisziplinären Forschungskollegs, die  vom  Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden.

Alle 12 Kollegs beschäftigen sich mit gesellschaftlich und politisch hoch relevanten Themen. Die Doktorand*innen der Kollegs arbeiten von Beginn an mit Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen sowie außerwissenschaftlichen Akteur*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zusammen. Durch diese inter- und transdisziplinäre Ausrichtung werden aktuelle, realweltliche Themen aus einer Breite von Perspektiven heraus bearbeitet. Das erlaubt eine genauere Abbildung des Forschungsgegenstandes und die Entdeckung von neuem Wissen, das eine hohe Relevanz für unsere heutige Umwelt und Gesellschaft hat.  Weitere Informationen zu den Forschungskollegs finden sie hier.