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Projektinformationen

Kooperation mit:

Gefördert durch:

Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung (AMeG)

Kurzbericht für Praxispartner

In AMeG wurden neue Kommunikationswege erprobt, um mit der Hilfe von Migrantenselbstorganisationen und MultiplikatorInnen sowohl migrantische EigentümerInnen als auch MieterInnen persönlich und kultursensibel anzusprechen, über das Thema Energieeffizienz zu informieren und zur Nutzung der bestehenden Informations- und Beratungsangebote, kommunaler Förderprogramme usw. zu motivieren.

Um Zugang zu den Zielgruppen der MigrantInnen zu bekommen, wurden unterschiedliche Strategien verfolgt: Quartiersbezug, Community-Bezug, Aktivierung über Unternehmernetzwerke sowie aufsuchende Beratung für EigentümerInnen.

Über die begleitenden Evaluation konnte das Wissen über EignetümerInnen und MieterInnen mit Migrationshintergrund in dem Themenfeld Energieeffizienz erweitert werden. Zudem wurden wesentliche Erkenntnisse über den Prozess der Aktivierung von MigrantInnen und der Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen generiert.

Die zentralen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in einem Workshop mit Praxispartnern reflektiert und in der Broschüre "Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudesanierung" für Akteure, die Maßnahmen zur Aktivierung von MigrantInnen planen, leicht verständlich und praxisnah zusammengefasst.

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Auszeichnung - AMeG ist Vorzeige-Projekt der KlimaExpo NRW

Das Projekt AMeG – Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung wurde von der KlimaExpo NRW ausgezeichnet und in die Liste beispielgebender Projekt aufgenommen.

Die Auszeichnung nahmen stellvertretend entgegen (siehe Foto von links nach rechts):
Veronika Bluhm (Dienstleitung Klimaschutz Stadt Dortmund), Michael Leischner (Teamleiter Koordinierungsstelle Klimaschutz Stadt Dortmund), Gabriele Mallasch (Klimaschutzmanagerin der Stadt Dortmund), Dr. Heinrich Dornbusch (Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW), Maria Seewald (Fachhochschule Dortmund) und Ludger Wilde (Umweltdezernent Stadt Dortmund)

Die KlimaExpo.NRW ist eine Initiative der Landesregierung NRW. Als Leistungsschau und Ideenlabor will sie das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in den großen Zukunftsthemen Energiewende, Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels sichtbar und einem breiten Publikum zugänglich machen.

Pressestimmen

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Das Projekt im Überblick

Projekthintergrund

Die Stadt Dortmund hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 40 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 einzusparen.

Ein besonders großes Potential für Einsparungen liegt hierbei in den privaten Haushalten, deren Endenergieverbrauch und damit die CO2-Emissionen im Wesentlichen durch den energetischen Zustand der Wohngebäude bestimmt wird. Allein der Wärmeverbrauch eines privaten Haushaltes macht 84 % des Energiebedarfs aus. Da nur knapp 1 % davon durch erneuerbare Energien erzeugt wurde, ist der Bereich der Gebäudemodernisierung der größte Hebel, um die CO2-Emissionen in Dortmund nachhaltig zu mindern.

In Dortmund haben zudem rund 30,5 % der Personen mit Immobilienbesitz einen Migrationshintergrund (Stand 2007). Somit sind sie, aber auch migrantische MieterInnen eine sehr wichtige Zielgruppe für den Klimaschutz.


Projektziele

Ziel des Projektes ist es, die Zielgruppe der MigrantInnen bei der Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen der energetischen Gebäudemodernisierung und des energieeffizienten Verhaltens im Haushalt zu unterstützen.

Durch AMeG soll

  • die Bekanntheit des dlze – „Dienstleistungszentrum Energieeffizienz und Klimaschutz“ gesteigert,
  • die Inanspruchnahme der Energieberatungen erhöht und somit
  • ein verbessertes energieeffizientes Verhalten erzielt werden.

Des Weiteren soll durch AMeG die Umsetzung von investiven Maßnahmen zur Gebäudemodernisierung soll angestoßen sowie die Stärkung der Vernetzung von Akteuren aus der kommunalen Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft mit Multiplikatoren aus migrantischen Organisationen zum Thema Energiewende und Gebäudemodernisierung, verstärkt werden.


Projektumsetzung und -methoden

Das Projekt findet in den folgenden drei ausgewählten Dortmunder Stadtumbaugebieten statt:

  • Hörde
  • Rheinische Straße/ Unionviertel und
  • Nordstadt.

Die Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudemodernisierung erfolgt hierbei vor allem durch die direkte und persönliche Ansprache der MigrantInnen über Migrantenorganisationen, Migrantenselbstorganisationen (MSO) sowie über bestehende soziale Netzwerke.

Durch dieses Vorgehen soll eine kultursensible Ansprache der Zielgruppe der migrantischen EigentümerInnen und MieterInnen erreicht werden.

Zusätzlich zur direkten Ansprache über die Organisationen und sozialen Netzwerke, werden in allen drei Stadtgebieten Workshops zu den Themen

  • Energiesparen im Haushalt und
  • Bauen und Modernisieren

in deutscher sowie türkischer Sprache für migrantische EigentümerInnen und MieterInnen durchgeführt.


Rahmenprogramm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets

Die Kommunen des Ruhrgebietes stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, die Energiewende lokal umzusetzen und dabei ihren Beitrag zu den Klimaschutzzielen von Bundes- und Landesregierung zu leisten. Dies geschieht vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen in der Region.

Wirtschaft, Altersaufbau und Sozialgefüge verändern sich spürbar. Die Kommunen stehen damit vor besonderen Herausforderungen.

Die Stiftung Mercator, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) wollen diese Entwicklung unterstützen und haben das "Rahmenprogramm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets" ins Leben gerufen.

Die Stiftung Mercator stellt dafür bis 2016 knapp 3,5 Millionen Euro für die Forschungsarbeit zur Verfügung. Weitere Informationen unter: www.energiewende-ruhr.de.


Projektzeitraum

01. Mai 2014 - 30. April 2016

gedruckt am: 18.07.2018  05:10