B-Profillinien

Unter einer B-Profillinie kann eine sinnvolle Verknüpfung von Veranstaltungen über den gesamten Studienverlauf hinweg verstanden werden. Die Zusammenstellung erfolgt individuell von den Studierenden. Eine solche „Veranstaltungsreihe“ dient der Spezialisierung von Studierenden auf bestimmte Berufsfelder innerhalb der Sozialen Arbeit.
Welche Veranstaltungen zu einem B-Profil gehören, können Sie dem Kommentierten Vorlesungsverzeichnis unter "Besondere Informationen" der jeweiligen Veranstaltung entnehmen. Im Unterscheid zu dem Z-Profil werden keine anerkannten Zertifikate erworben. Ein Anspruch auf spezielle Veranstaltungen besteht nicht.

B-Profil „Hilfen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien“

In diesem B-Profil sind Veranstaltungen zusammengestellt, die für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien relevant sind. Hierbei geht es im Wesentlichen um Aufgaben der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe, die im Rahmen des Sozialgesetzbuches VIII verankert sind. Pädagogische, psychologische und rechtliche Grundkenntnisse sind hier ebenso wichtig, wie methodisches Vorgehen, z.B. in der Beratung. Auch Vorgehensweisen im Kinderschutz sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Vergleich mit anderen europäischen Ländern werden vermittelt.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich ein Zertifikat zu erhalten.

Zu den Vorraussetzungen finden Sie hier Hinweise.

Folgende Formulare werden benötigt:


Koordination: Prof. Dr. Katja Nowacki & Prof. Dr. Betina Finke


B-Profil „Schulsozialarbeit“

Die Schulsozialarbeit wird als Handlungsfeld der Sozialen Arbeit immer attraktiver. Im vorletzten Jahr wurden im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes allein in Dortmund 80 Stellen geschaffen, die u.a. auch mit Absolvent_innen des BA-Soziale Arbeit besetzt werden konnten. Eine sehr gute Vernetzung des Fachbereiches mit Schulen und Koordinationsstellen der Schulsozialarbeit sorgen für beste Bedingungen, um in diesem Bereich tätig zu werden. Die Veranstaltungen zu diesem B-Profil sind so konzipiert, dass Studierende im Rahmen des generalistischen Studiums Veranstaltungen zu grundlegenden und vertiefenden Einblicken in die Rahmenbedingungen, Methoden und Herausforderungen der Schulsozialarbeit auswählen und sich für das Feld spezialisieren können. Bei einem regelmäßigen Besuch aller Veranstaltungen im B-Profil kann eine Bescheinigung über diese Spezialisierung ausgestellt werden.

Informationen zum B-Profil

Koordination: Prof. Dr. Nicole Kastirke


B-Profil „Soziale Gerontologie“

Die alternde Gesellschaft verändert die Soziale Arbeit. Der wachsende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung wird sich auf sehr viele Praxisfelder der Sozialen Arbeit auswirken. So wird die Beschäftigung mit Fragestellungen des Alters und Alterns zukünftig in weit größerem Umfang als heute zum Berufsalltag der Fachkräfte gehören, sei es beispielsweise in allgemeinen kommunalen Sozialdiensten, in sozialen Diensten des Gesundheitswesens, in der Gemeinwesenarbeit, in der Arbeit mit Menschen mit Zuwanderungsgeschichte oder in der Arbeit mit marginalisierten Gruppen. Der Faktor „Alter“ erhöht die Komplexität der jeweiligen Problemlagen und Chancen. Um die spezifischen sozialen Probleme und Potenziale alter Menschen identifizieren, analysieren und schließlich bearbeiten bzw. einbeziehen zu können, benötigen Fachkräfte (sozial-)gerontologische Grundkenntnisse. Die Gerontologie befasst sich mit der „Beschreibung, Erklärung und Modifikation von körperlichen, psychischen, sozialen, historischen und kulturellen Aspekten des Alterns und Alters, einschließlich der Analyse von alternsrelevanten und alternskonstituierenden Umwelten und sozialen Institutionen“ (Baltes & Baltes 1992). Mit dem Profilmerkmal „Soziale Gerontologie“ sind diejenigen Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesen, deren Schwerpunkt (sozial-)gerontologische Inhalte sind.
Koordination: Prof. Dr. Luitgard Franke



Baltes, P.B. & Baltes, M.M. (1992) Gerontologie: Begriff, Herausforderung und Brennpunkte. In: Baltes, P.B. & Mittelstraß, J. (Hrsg.) Zukunft des Alterns und gesellschaftliche Entwicklung. Berlin: de Gruyter, 1-34


B-Profil „Straffälligenhilfe“

In diesem B-Profil sind Veranstaltungen zusammengestellt, die für die Soziale Arbeit mit Gefangenen, Haftentlassenen oder von Haft bedrohten Personen sowie deren Angehörigen besonders relevant sind. Dafür sind juristische Grundlagen insbesondere zu strafrechtlichen Sanktionen sowie dem Straf- und Maßregelvollzugsrecht, zu Freiheitsentziehung und Menschenrechtsschutz ebenso notwendig wie Grundkenntnisse der forensischen Psychologie. Wichtig sind kriminologische Erkenntnisse zur Wirkung von Sanktionen und Interventionen, zu Totalen Institutionen und zur Entstehung und Prävention von Kriminalität. Auf dieser Grundlage ergeben sich zudem bereichsspezifische Methoden und Handlungsansätze der Sozialen Arbeit. Internationale Bezüge werden ebenfalls vermittelt. Insgesamt wird damit im Studium ein Profil gebildet, das für spätere Tätigkeit in der freien Straffälligenhilfe, den Sozialen Diensten der Justiz oder dem Straf- und Maßregelvollzug grundlegend ist.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich ein Zertifikat zu erhalten.

Zu den Vorraussetzungen finden Sie hier Hinweise.

Folgende Formulare werden benötigt:

Koordination: Prof. Dr. Christine Graebsch