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Kurzprofil

Das 2014 begonnene Projekt „Virtuelle onkologische Verbünde“ der eGesundheit.nrw zielt auf die Entwicklung einer kostengünstigen, hoch verfügbaren, einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte (eEPA) auf EFA Standard für die sektorenübergreifende Versorgung von Patienten mit Brust-, Darm- und Prostatakrebs ab. Auf Basis einer zweistufigen Anforderungsanalyse, der Soll-Prozessformalisierung anhand von S3 Leitlinien und der anwender- und gendergerechten Ergebnisse leitfadengestützter Experteninterviews, werden Use Cases für die eEPA erarbeitet. Als erste empirisch bestätigte Handlungsfelder für die Use Cases zeichnen sich ab: Anmeldung von Patienten eines Klinikexternen bei der interdisziplinären Tumorkonferenz, Vor- und Nachbereitung der Tumorkonferenz seitens des onkologischen Zentrums für den Informationsaustausch mit den niedergelassenen Behandlern, Nachsorgedatenerhebung, Service zur Vorstellung von beim Klinikexternen in Behandlung befindlichen Patienten im onkologischen Zentrum und Zweitmeinungsverfahren. Ab Herbst 2014 wird mit den Entwicklungsarbeiten der Oberflächen und Services (Portlets) für die eEPA und EFA-Anbindung begonnen.

Projektbeschreibung

Die Zielsetzung dieses Projekts liegt in der Entwicklung einer kostengünstigen, hoch verfügbaren, standardisierten und gut übertragbaren Lösung für die einrichtungsübergreifende EPA in der Onkologie – unter Berücksichtigung des EFA-Standards. Dabei stehen besonders Gender-Aspekte im Fokus. Die Ableitung der Anforderungen erfolgt dabei auf Basis von S3-Leitlinien (Mammakarzinom, kolonrektales Karzinom und Prostata-Karzinom) und der einschlägigen Literatur. Durch die anschließenden Interviews mit medizinischen Experten werden die abgeleiteten Anforderungen noch konsentiert. Folglich steht im Mittelpunkt dieses Forschungsprojektes ein Lösungsansatz zur qualitätsgesicherten, vernetzten interdisziplinären und intersektoralen Gestaltung von Versorgungsprozessen für onkologische Patientinnen und Patienten. Zentral ist dabei die Entwicklung und Veröffentlichung von einrichtungsübergreifenden Versorgungspfaden. Gerade angesichts der stärker qualitätsorientierten Ausrichtung von Versorgungsstrukturen in Regionen bilden sich zunehmend onkologische Verbünde, die diese Versorgungspfade implementieren und nutzen können. Basis dafür bildet eine Infrastruktur, die aufsetzend auf der elektronischen Fallakte, die Anforderungen an eine einrichtungsübergreifende Akte in Form konkreter Datensets datenschutzkonform beschreibt. Ausgewählte Use Cases werden darauf aufbauend prototypisch entwickelt. Dabei steht die Nutzerorientierung im Mittelpunkt der Evaluierung, damit sichergestellt wird, dass Produkte, die auf dieser Basis später entwickelt werden, die Bedarfe der Anwender auch wirklich berücksichtigen. Die Forschungsergebnisse sind breit übertragbar für die interdisziplinäre onkologische Versorgung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Projektziele

Die Ziele des Forschungsprojektes „Virtuelle Onkologische Verbünde“ sind:
  • Evaluation der Prozesse in der interdisziplinären und intersektoralen
  • Versorgung onkologischer Patienten und Patientinnen
  • Entwicklung von Versorgungspfaden
  • Entwicklung einer Infrastruktur

Projekdaten

Projektleiter Prof. Dr. Britta Böckmann
Laufzeit 2014 - 2015
Förderkennzeichen 005-GW02-106A
Status abgeschlossen
Kooperationspartner

Fachhochschule Dortmund

com2health GmbH


Unterlagen